Deutsche Bank sieht aussichtsreiche Mittelstädte – Hidden Champions oft in B-Städten

Hans-Christoph Ries

Nachdem in den vergangenen Jahren die großen deutschen Büromärkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg oder aber München im Fokus institutioneller Anleger standen, sehen die Experten der Deutschen Bank derzeit mehr Performancepotenzial bei deutschen Mittelstädten.

Städte wie Münster oder Erlangen bzw. attraktive Standorte in den Metropolregionen — zum Beispiel Heidelberg im Rhein-Neckar- oder Wiesbaden im Rhein-Main-Gebiet — profitieren stark von der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und einem zum Teil deutlichen Bevölkerungswachstum. Zwar besitzen diese Standorte nicht die Dynamik der deutschen Metropolen, zeichnen sich dafür nach Ansicht der Analysten aber durch hohe Stabilität aus.

 

In diesen Städten und Regionen bilden vor allen Dingen kleine und mittlere Unternehmen das Rückgrat der Wirtschaft. Unter ihnen zahlreiche nur Spezialisten bekannte Firmen, die auf ihren Nischenmärkten zu den Weltmarktführern gehören. Rund 1 200 dieser Hidden Champions forschen und produzieren nach Angaben des Leibniz-Instituts für Länderkunde oft abseits der Metropolen. So sitzen beispielsweise in Heilbronn mit seinen 125000 Einwohnern 16 Weltmarktführer, in der 24.000-Einwohner-Stadt Wertheim sind es 11. Neben wirtschaftlicher Stärke zeichnet viele mittelgroße Städte darüber hinaus ihre Funktion als Universitätsstandort oder Verwaltungszentrum aus. Bei der Suche nach interessanten Investmentmöglichkeiten ist nach Meinung der Deutschen Bank auch ein Blick in die neuen Bundesländer lohnenswert. Hier befinden sich u.a. Dresden, Jena, Leipzig sowie Potsdam aktuell im Aufwind.

 

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