Fonds-Check – Lloyd Fonds kombiniert Solaranlagen mit Windkraft – Parks bereits im Betrieb

14.Juni 2011   
Kategorie: Der Fondsbrief, News

 

Sauberer Strom-Mix fürs  Anleger-Portfolio

Strom kommt aus der Steckdose, aber wie kommt er dort hinein? Die Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima hat uns allen endgültig die Augen geöffnet, wie gefährlich die Atomkraft ist. Egal wie die Diskussionen über das Ende des Atomstroms in Deutschland enden – eines ist sonnenklar: Billiger wird Energie nicht mehr. Im Gegenteil. Nicht nur sauberer Strom aus Erneuerbaren Energien hat seinen Preis, Energie wird allgemein teurer. Lloyd Fonds steigt in den Zug der Anbieter von New-Energy-Fonds ein, setzt mit seinem Fonds „Energie Europa“ aber nicht nur auf die Sonne.

Konzept. Lloyd Fonds bietet mit seinem Fonds ein Portfolio aus verschiedenen Energie-Trägern an. Erstmals seit langer Zeit finanzieren private Anleger mit diesem Angebot auch wieder Windkraftanlagen in nennenswerter Höhe. Die Mühlen stellen sogar den Löwenanteil im Fonds. Insgesamt sollen die ausgewählten Projekte 55 Megawatt produzieren. 42 Megawatt davon stammen aus den Windmühlen.

Objekte. Solaranlagen in Spanien und Deutschland, Windkraft in Frankreich, Schottland, England und Wales – das ist das Lloyd-Fonds-Portfolio in Kürze. Der Windpark in Schottland und ein Solarprojekt auf einem ehemaligen Flughafen in Sachsen-Anhalt warten noch auf ihre Fertigstellung, alle anderen Anlagen sind bereits ans Netz angeschlossen. Drei Viertel der Investitionsobjekte sind länger als ein Jahr im Betrieb. Ein Pluspunkt des Angebots, denn die Produktion ist nachvollziehbar und lässt eine verbindlichere Kalkulation zu als Prognosen alleine. Der Initiator hat die Anlagen nicht im Bieterverfahren gekauft, sondern bekommen, weil er über ein Netzwerk in diesem Markt verfügt. Die New-Energy-Experten von Lloyd Fonds haben früher auf der Bankenseite die Finanzierung solcher Deals geregelt.

Einnahmen. Auf breiter Front sind in Europa die Vergütungssätze gesenkt worden. Das braucht die Zeichner jedoch nicht zu kümmern, denn die bereits fertig gestellten Anlagen haben sich die höheren Einnahmen aus früheren Zeiten in der Regel langfristig gesichert. In Großbritannien ergibt sich der Strompreis aus staatlichen Zulagen und dem Erlös, der auf dem Strommarkt erzielt werden kann. Hier verlassen sich die Anleger des Fonds auf steigende Preise – ein wahrscheinliches Szenario.

Finanzierung. Die Gesamtinvestition summiert sich auf knapp 140 Millionen Euro. Anleger beteiligen sich inklusive Agio zur Hälfte daran. Alle Anlagen sind durchfinanziert, wobei die Darlehen zwischen zwölf und 17 Jahre laufen. Die Zinsen sind bis zu 15 Jahre fix und liegen je nach Währung und Standort zwischen 3,8 Prozent und 6,55 Prozent.

Kalkulation. Läuft alles wie prognostiziert, bekommen Anleger Ausschüttungen von zunächst sieben Prozent. Insgesamt machen Investoren über die geplante Laufzeit von 17 Jahren ein Plus von rund 70 Prozent nach Steuern.

Weiche Kosten. Gebühren und Provisionen machen knapp sieben Prozent der Gesamtinvestition aus oder 14 Prozent des Eigenkapitals inklusive Agio.

Steuern. Der Fonds ist Vermögens verwaltend konzipiert. Zeichner zahlen Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent.

Anbieter. Lloyd Fonds ist ein an der Börse gelistetes Emissionshaus. Die harten Krisenjahre scheinen überstanden. Das Kerngeschäft des Initiators bilden Schiffe, Immobilien und Energie. Der Fonds „Energie Europa“ ist das erste Angebot eines breiten Portfolios im Bereich Erneuerbare Energien.

Meiner Meinung nach… Alles und jeder redet von der Energiewende. Spätestens seit Fukushima ist Strom aus Nachhaltigen Ressourcen auf dem Vormarsch. Anbieter von Öko-Strom erleben einen nie erlebten Run auf ihre Tarife, Verbraucher sind gewillt, mehr Geld für sauberen Strom zu zahlen. Grundsätzlich also beste Aussichten für Investoren. Für den Fonds spricht das breite Portfolio aus bereits produzierenden Anlagen und der Mix aus verschiedenen Standorten, Ländern und Vergütungsregelungen. Ein Drittel des Stroms wird im Pfund abgerechnet. Das bedeutet: Währungsrisiko nicht vergessen, auch wenn ein Teil der Pfund-Einnahmen durch Währungsgeschäfte abgesichert ist.

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