Internationaler Hochhauspreis 2014 in Frankfurt verliehen – Wohnhochhaus in Mailand gewinnt Innovationspreis

10.Februar 2015   
Kategorie: Der Fondsbrief

80 und 112 Meter hoch sind die diesjährigen Gewinner des zum sechsten Mal ausgelobten internationalen Hochhauspreises. Die beiden Wohnhäuser Bosco Verticale in Mailand erhielten in der Frankfurter Paulskirche die renommierte Auszeichnung. „Bosco Verticale ist ein wunderbares Projekt! Es ist Ausdruck des allumfassenden menschlichen Bedürfnisses nach Grün. Die ‚bewaldeten Hochhäuser‘ sind ein anschauliches Beispiel einer Symbiose von Architektur und Natur“, so das Urteil der Expertenjury.

 

Aus über 800 Hochhäusern, die innerhalb der letzten zwei Jahre weltweit fertiggestellt wurden, hat das Deutsche Architekturmuseum 26 herausragende Gebäude aus 17 Ländern nominiert. Eine internationale Expertenjury aus Architekten, Tragwerksplanern und Immobilienspezialisten wählte daraus fünf Finalisten. Der mit 50.000 Euro dotierte preis wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main ausgelobt. Initiiert wurde der Preis gemeinsam von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank. Während vor zwei Jahren der Preis an das Bürohochhaus „1 Bligh Street“ im australischen Sydney ging, wurde in diesem Jahr, nach 2010, erneut ein Wohnhochhaus ausgezeichnet.

 

Hochhauspreis Mailand

Der „Bosco Verticale“ überzeugte die Jury in diesem Jahr. Die beiden begrünten Wohnhochhäuser basieren auf einfachen rechteckigen Grundrissen und sind mit 19 bzw. 27 Stockwerken (80 Meter und 112 Meter) unterschiedlich hoch. Jede der 113 Wohnungen hat Zugang zu mindestens einer Terrasse, die einem kleinen Garten oder einem kleinen Waldstück gleicht: Mehrere hundert Bäume, durchmischt mit Stauden, Sträuchern und Bodendeckern wachsen an den Fassaden. Die Pionierarbeit, die für die Bepflanzung einer Hochhausfassade in Europa notwendig war, wurde von Boeri Studio zusammen mit den Botanikern und Landschaftsplanern Laura Gatti und Emanuela Borio entwickelt. Die beiden Türme stammen aus der Feder von Architekt Stefano Boeri und Bauherr Manfredi Catella, die das Preisgeld und die Preisstatuette in der Frankfurter Paulskirche entgegennahmen. Überreicht wurde der Preis von Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt und Dr. Matthias Danne, Immobilien- und Finanzvorstand der DekaBank.

In seiner Begründung erklärte Dr. Matthias Danne: „Der diesjährige Gewinner ist ein herausragendes Beispiel für innovative Innenstadt- Revitalisierung. Die Idee, Hochhäuser zu begrünen und Gärten auf jedem Balkon zu schaffen, ist zukunftsweisend. Bosco Verticale erfüllt die Anforderungen von Mietern und Investoren gleichermaßen.“

 

Gemeinsam haben sich die Gewinner des IHP 2014 entschieden, die Preissumme in Höhe von 50.000 Euro für die Umsetzung von gemeinnützigen Projekten im Isola Viertel in Mailand zu verwenden, in dem sich auch der „Vertikale Wald“ befindet. (AE)

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