Wohninvestment-Index AWI gibt erneut über alle Lagen nach – Marktgleichgewicht in Sicht

10.Februar 2015   
Kategorie: Der Fondsbrief

Der Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI, der jedes Quartal die Einschätzungen von rd. 200 Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft erfragt, sinkt in der aktuellen Herbstbefragung von 68,7 auf 67,7 Punkte. Damit nähert sich der aktuelle Vermieter-/Eigentümermarkt allmählich dem Marktgleichgewicht zwischen 40 bis 60 Punkten an.

Der Rückgang des Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI vollzog sich über alle Wohnlagen. In guten Lagen gab er sogar bereits zum achten Mal in Folge nach. Zum einen werde vielerorts ein natürlicher Mietpreisdeckel erreicht, zum anderen seien häufig Mietpreiserhöhungen bei den Bestandsmieten bereits erfolgt. Grundsätzlich rechnet gut die Hälfte (51%) der Befragungsteilnehmer aber immer noch mit steigenden Mieten. In mittleren Lagen erwarten dies 60% (Sommer 2014: 64%), in guten Lagen 50% (Sommer 2014: 55%) und selbst in einfachen Lagen sind es 44% (Sommer 2014: 50%). Dabei profitieren Eigentümer besonders in einfachen Lagen vom Abbau der Leerstände ohne substanzielle Verbesserung der Wohnungsqualität. Mit einem Rückgang der Mieten rechnen (über alle Lagen) lediglich 6% (Sommer  2014: 7%). Ungeachtet des bereits geringen Leerstandes erwartet ein Großteil der Befragten einen weiteren Abbau der Leerstände.entwicklung des aengevelt wohninvestment index awi

 

Ein langsamer Prozess zurück Richtung Marktgleichgewicht ist lt. Aengevelt zu erkennen. Die Bautätigkeit steige. Doch die Diskussion um Mietobergrenzen und um Subventionen halte einige Inves­toren von Bau und Bestandssanierung ab. Das erhalte weiterhin eine Wohnungsknappheit in den Wachstumskernen und treibe das Mietniveau. Die Zeit des starken Preisauftriebs sei allerdings vorbei. Da die  Löhne nicht in dem Maße gestiegen seien wie die Mieten,  seien insbesondere in den guten Lagen Mietsteigerungspotentiale weitgehend ausgereizt. Eine weitere Renditekontraktion scheint in den guten Lagen ebenso kaum noch möglich. Spielräume gibt es am ehesten noch in mittleren Lagen.

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