Der Handelsimmobilien Report Nr 136

Der Handelsimmobilien Report Nr 136

Editorial von Ruth Vierbuchen: Das Jahr 2012 nähert sich mit dem unausweichlichen Vorweihnachtsstress seinem Ende. Im Segment Handelsimmobilien konnten die angestrebten Ziele nicht ganz erreicht werden. Die zähe Euro-Schulden-Krise zeigt ihre Wirkung. So ist die Stimmung verhalten, aber nicht niedergeschlagen. Das gibt Hoffnung für 2013. (Seite 1)

Jahresrückblick – Der Retail Markt hat mehr Potenzial als das Transaktionsvolumen 2012 vermuten lässt: Vieles hat Ende 2011 dafür gesprochen, dass sich der Boom im deutschen Investmentmarkt für Handelsimmobilien 2012 fortsetzen werde: Die hohe Liquidität, die weltweit auf der Suche nach sicheren Investments ist – und Retail Assets mit ihren langen Mietverträgen und bonitätsstarken Mietern gelten als sicher. Doch das Sicherheitsdenken erwies sich als Hindernis. (Vierbuchen, Seite 2)

Flächenproduktivität gestiegen – Schlecker-Insolvenz ließ die Verkaufsfläche schrumpfen: Jahrelang kannte die Flächenproduktivität in Deutschland nur eine Richtung: Bei mehr oder weniger stagnierenden Einzelhandelsumsätzen und deutlich wachsenden Verkaufsflächen, konnte die Flächenproduktivität nur sinken. Nach Beobachtung von GfK Geomarketing ist die Flächenproduktivität 2012, nach Durchschreiten der Talsohle, aber wieder gestiegen. Aus überraschendem Grunde. (Vierbuchen, Seite 5)

Factory Outlet Center – Im Spannungsfeld der verschiedenen Interessen: Auf dem deutschen Factory Outlet Center-Markt wird sich in den nächsten Jahren viel tun. Dafür spricht schon die Projektpipeline. Doch während sich der großflächige Einzelhandel im Spannungsfeld zwischen anlagewilligen Investoren einerseits und den Planungsbehörden sowie dem lokalen Einzelhandel andererseits bewegen, kommen bei den Factory Outlet Centern mit den Markenherstellern weitere Spieler hinzu. (Vierbuchen, Seite 7)

Nachhaltigkeitskongress – Stadt im Klimawandel – Mensch im Wertewandel? Die Gegner der Shopping-Center-Industrie machen gerne geltend, dass diese Einkaufswelten in sich geschlossene Baukörper sind, deren Fokus komplett auf ihre Innenwelt gerichtet ist – Fremdkörper in den Innenstädten. Doch in den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Als eine der Größen der europäischen Shopping-Center-Industrie geht die Hamburger ECE einige Schritte aus ihren Centern in die Städte hinaus, um über Klimawandel, Nachhaltigkeit und Wertewandel zu diskutieren – auf ihrem Kongress. (Vierbuchen, Seite 11)

Neinver – Styling von Outlet Malls für die wachsende Ansprüche: Der spanische Immobilienentwickler Neinver konzipiert Outlet Center als Ausflugsziele, um sie für moderne Konsumgewohnheiten zu rüsten. Expansionsziel Nummer Eins ist der deutsche Markt, obwohl er hart umkämpft ist. (Willhardt, Seite 13)

Höfe am Brühl –Für mfi ist das die unglaublichste Weiterentwicklung“: Lange hat es gedauert, bis die „Höfe am Brühl“ in Leipzig realisiert werden konnten. Die Unsicherheit, ob die Stadt ein weiteres Shopping-Center dieser Größe verkraftet, stand lange im Raum. Die Finanzmarktkrise 2008/09 verzögerte die Finanzierung. Seit Ende September sind die Höfe am Brühl eröffnet – Zeit, eine erste, positive Bilanz zu ziehen. (Vierbuchen, Seite 15)

Kaufkraft – Erhebliche regionale Unterschiede in Deutschland: Vor dem Hintergrund der Euro-Krise blickt auch die Export-Nation Deutschland mit Vorsicht auf 2013. Die Experten rechnen nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8%. Doch auch im kommenden Jahr wird der private Konsum – Dank der immer noch guten Beschäftigungslage – für eine Überraschung gut sein. Die regionalen Unterschiede sind aber groß. (Vierbuchen, Seite 17)

Auchan übernimmt Real Osteuropa – Metro Group setzt auf Konsolidierung: Der französische Lebensmittelfilialist Groupe Auchan aus Lille hat die Gunst der Stunde genutzt und der Düsseldorfer Metro Group für 1,1 Mrd. Euro deren 91 osteuropäischen Real-Märkte abgekauft. Die SB-Warenhaus-Kette Real ist mit Märkten in Polen, Russland, der Ukraine und Rumänien vertreten und zählt sich hier zu den führenden Anbietern dieses Vertriebsformats. (Vierbuchen, Seite 19)

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