„Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 216

Handelsimmobilien Report Nr 216

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Digitalisierung des Verkaufsprozesses und das Internet der Dinge sind Themen, die den Wirtschaftsprozess bestimmen. Auch der stationäre Einzelhandel muss mit einem Bein ins Internet, doch die Voraussetzungen in punkto schnelle Internetverbindungen sind in Deutschland denkbar ungünstig. Gerade für Klein- und Mittelstädte sowie den Facheinzelhandel muss noch viel getan werden. Die gute Konjunktur im Handelsimmobilienmarkt könnte die Basis dafür bilden. (Seite 1)
  • Versorgung in Klein- und Mittelstädten – Wo die Frequenz für die Nahversorgung reicht, ist auch Potenzial für Nonfood-Sortimente: Zusammen mit den inhabergeführten, nicht filialisierten Einzelhandelsunternehmen verlieren auch Klein- und Mittelstädte im Zeitalter des Online-Handels und des demographischen Wandels an Boden. Die Bevölkerungszahl stagniert oder sinkt, weil junge Leute und Familien abwandern, um anderswo einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. Wie dramatisch die Lage eingeschätzt wird, zeigt die Tatsache, dass Bundeswirtschaftsminister Gabriel die Dialogplattform Einzelhandel ins Leben gerufen hat, um Lösungen für den Wandel und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu finden. (Seite 2)
  • Frühjahrsgutachten des Rats der Immobilienweisen – Bessere Rahmenbedingungen für bezahlbare Städte: Auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt wurde mit einem Transaktionsvolumen von 55,5 Mrd. Euro der Peak des Vorkrisenniveaus aus dem Jahre 2007 erstmals wieder erreicht, konstatiert der Rat der Immobilienweisen in seinem Frühjahrsgutachten. Angesichts der niedrigen Zinsen wird es auch 2016 weiter rund laufen. Gleichwohl gibt es mit Blick auf die Knappheit von bezahlbarem Wohnraum und die Entwicklung neuer, lebendiger Stadtquartiere bedingt durch die harten Energiestandards für Neubauten große Herausforderungen. (Seite 6)
  • Luxusmeilen in Europa – Die Mieten sind so hoch wie nie zuvor: Der Vorteil von Luxusmarken ist, dass ihre Käufer relativ konjunkturresistent sind. Konjunkturflauten können ihnen wenig anhaben. Davon profitieren der Einzelhandel des gehobenen Genres und die Immobilieneigentümer in den entsprechenden Nobel-Einkaufsstraßen. Denn am liebsten bleiben Anbieter und Kunden unter sich. So konstatiert der Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield, dass 2015 erneut ein starkes Jahr für Europas Luxusmeilen war. (Seite 10)
  • Hudson’s Bay Company – Expansion mit Sak’s Fifth Avenue in Toronto: Während der deutsche Warenhaus-Markt noch im Umbruch steckt, setzt die kanadische Hudson’s Bay Copmany als am schnellsten wachsender Warenhaus-Betreiber weiter auf Expansion. Im kanadischen Toronto eröffnete die Edel-Warenhaus-Tochter Sak’s Fifth Avenue jetzt gleich zwei neue Standorte. Und das soll erst der Anfang sein. Auch in Europa gibt es weitere Pläne. (Seite 13)
  • Shoepassion.com – Eine neue Definition des stationären Einzelhandels: Noch vor wenigen Jahren wäre ein Online-Pure-Player für verrückt erklärt worden, hätte er seine Geschäfte aus der Online-Welt auf den stationären Handel ausgeweitet. Das Credo der Branche war klar: Die Online-Händler werden dem stationären Handel nicht nur zusetzen, sie werden ihn überflüssig machen. Das 2010 gestartete Berliner Start-up-Unternehmen „Shoepassion.com“ ließ sich dennoch nicht beirren. Es setzt seit Frühjahr 2013 auch auf eigene Geschäfte. Mit Erfolg. (Seite 16)
  • Bevölkerungsstruktur – Junge Arbeitnehmer bevorzugen die Uni-Städte: Wo leben die meisten jungen Menschen und wo ist der Anteil älterer Menschen besonders hoch? Gemäß der Studie „GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2015“ konzentriert sich der größte Teil junger Arbeitnehmer unter 30 Jahren in den Universitätsstädten in Ost- und Westdeutschland. Der größte Anteil von Senioren findet sich dagegen vornehmlich in den neuen Bundesländern. (Seite 18)
  • Bezahlung im Internet-Handel – Online-Shops müssen heute „mobil-fähig“ sein: Die Bestellung via Internet funktioniert einfach, das Zurücksenden auch – und ist zudem meist gratis. Schwieriger wird es, wenn es um die Bezahlung geht. Der Frage, ob es unterschiedliche Bezahlverhalten gibt, je nachdem, wo und was die Kunden kaufen, ist die Gesellschaft für Konsumforschung GfK in einer Untersuchung nachgegangen und kam zu interessanten Ergebnissen. (Seite 19)
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