„Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 223

Der Handelsimmobilien Report Nr 223

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Bei der Veranstaltung „Fashion-Emotion 3.1“ machte der Inhaber eines mittelständischen Modegeschäfts ein interessantes Wortspiel: Den durch das Internet und die Digitalisierung heraufbeschworenen „Change“ sollten die Einzelhändler als „Chance“ begreifen. Lauscht man den Diskussionen, die insbesondere seit der Verbreitung der mobilen Endgeräte und der Dynamik im Online-Handel bei den vielen Kongressen geführt werden, dann ist der Sinneswandel mit Händen zu greifen. Doch für Deutschlands Händler ist der Weg nicht einfach. (Seite 1)
  • Investmentmarkt Europa – Atempause zu Jahresanfang – Knappes Angebot: Nach den starken Bremsspuren auf dem deutschen Investmentmarkt für Handelsimmobilien im 1. Quartal 2016, zeigte sich auch europaweit eine deutlich verlangsamte Entwicklung. Laut CBRE sackte das Transaktionsvolumen um 44% auf 10,1 Mrd. Euro ab – nach 16,8 Mrd. Euro im 1. Quartal 2015 und nach 5 Quartalen in Folge mit Volumina von jeweils mehr als 16 Mrd. Euro. Für den weiteren Jahresverlauf bleiben die Experten aber trotzdem zuversichtlich. (Seite 2)
  • Investitionsklima 2016 – Im Markt werden die ersten Unsicherheiten spürbar: Der hohe Nachfragedruck auf dem deutschen Markt für Handelsimmobilien zeigt inzwischen deutliche Spuren bei den Nettoanfangsrenditen. In diesem fortgeschrittenen Stadium des Immobilien-Zyklus gerät der Markt immer mehr in das Spannungsfeld zwischen höherer Risikobereitschaft und wachsendem Unbehagen bei Investoren und Banken, ob die niedrigen Objektrenditen auf Dauer gerechtfertigt sind. (Seite 6)
  • Investition in B- und C-Städten – Die Gewichte haben sich inzwischen klar verlagert: Der Run auf die deutschen Immobilienmärkte währt nun schon seit einigen Jahren. Selbst in den B- und C-Städten, auf die immer mehr Investoren angesichts der Angebotsknappheit in den Metropolen ausweichen, war das Angebot zuletzt so gering, dass das Transaktionsvolumen im 1. Quartal 2016 mit 1,82 Mrd. Euro (BNP Paribas Real Estate) ungewöhnlich niedrig ausfiel. (Seite 9)
  • 9. Forum Einzelhandel – Planungsrecht muss sich an die Realität anpassen: Click & Collect – online bestellen und vor Ort abholen – ist im Zeitalter des Online-Handels bei vielen Kunden beliebt. Im Online-Geschäft mit Lebensmitteln spielt diese Form des Cross-Channel-Handels auch deshalb eine wichtige Rolle, weil die Kunden die Produkte zeitnah benötigen und weil zu lange Lieferzeiten dazu führen, dass die Ware verdirbt. Drive-in-Depots, bei denen der Käufer mit dem Pkw vorfährt und der Supermarkt-Mitarbeiter die bestellten Lebensmittel in den Wagen räumen, oder Pick-up-Stationen, in denen der Mitarbeiter dem Kunden den Warenkorb aushändigt, sind hier bequeme Lösungen. Aus planungsrechtlicher Sicht könnte es aber Probleme geben. (Seite 11)
  • Channel-Kollision – On- und Offline-Kunden sind sich näher als gedacht: Die Nutzer von Online-Shops und von stationären Geschäften unterscheiden sich nicht so stark, wie viele glauben. So lautet das Resümee der GfK-Future-Buy-Studie, für die 23 000 Konsumenten in 17 Ländern Europas, Nordamerikas und dem Mittleren Osten befragt wurden. Dabei sollten die Kunden angeben, aus welchen Gründen sie sich zuletzt entschieden hatten, etwas online oder im Geschäft zu kaufen und anzugeben, was ihre Entscheidung beeinflusst hat. (Seite 15)
  • Fashion Emotion 3.1 – Vom Point of Sale zum Point of Excitement: Der Erfolg des Online-Handels ließ bei vielen Marktbeobachtern die Überzeugung entstehen, dass mit dem Internet-Handel der rationale Kunde auferstanden sei, erinnert sich Steffen Jost, Präsident des Bundesverbands des Textileinzelhandels (BTE) an die Zeit zurück, als Auguren dem stationären Einzelhandel bereits die Todenglocken läuteten. Doch seit die Digitalisierung auch für den Handel vor Ort immer spürbarer wird, muss die Branche nach den Worten von Marc Ramelow, Gesellschafter der gleichnamigen Modehäuser in Elmshorn den „Change“ (Wandel) auch als „Chance“ begreifen. (Seite 16)
  • Kooperationen – Rewe und Coop Kiel wollen Partnerschaft vertiefen: Die Rewe Markt GmbH in Köln und die Coop eG Kiel planen eine strategische Partnerschaft und wollen das mit der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens untermauern. Damit soll die bereits bestehende Kooperation der beiden Lebensmittelhändler auf eine neue strategische Stufe gehoben werden, wie es in der Mitteilung der Rewe Group heißt. (Seite 18)
  • Dr. Lademann & Partner feiert 30. Jubiläum – Eine Tour durch drei Dekaden Handelsentwicklung: Die Dr. Lademann & Partner Gesellschaft für Unternehmens- und Kommunalberatung feierte das 30. Firmenjubiläum mit einer Fachtagung im Hamburger Hotel Atlantic Kempinski. 14 Referenten schlugen eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Denn die Geschichte des Unternehmens ist verknüpft mit den dynamischsten Phasen der Einzelhandelsentwicklung in den vergangenen 3 Dekaden: Konzentration und Filialisierung, Niedergang der Warenhäuser, der Boom innerstädtischer Shopping-Center – und nun die Digitalisierung, die im Alltag der Menschen verwurzelt ist. (Richter, Seite 20)

 

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