„Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 237

Der Handelsimmobilien Report Nr 237

·         Editorial von Ruth Vierbuchen: 2016 wird zweifellos als das Jahr in die Annalen eingehen, das von Ereignissen geprägt wurde, die undenkbar schienen. Die europäische und die US-amerikanische Welt wurde mit „disruptiven“ Ereignissen wie dem Brexit-Votum und der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten konfrontiert, wodurch die Karten in der EU und in der Weltwirtschaft neu gemischt werden. Das Problem bei disruptiven Ereignissen ist, dass die damit Konfrontierten plötzlich feststellen, dass ihre Ziele, Philosophien und Instrumente nicht mehr funktionieren. (Seite 1)

·         Investmentmarkt 2016/2017 – Nullzins-Phase beendet – Zinsen weiter niedrig: Die Gemengelage zum Jahreswechsel 2016/2017 ist unübersichtlich. Wie sich der Brexit auf die EU auswirken wird und welche Richtung die USA unter Donald Trump einschlagen werden, ist vor Ablauf der ersten 100 Tage noch nicht einzuschätzen. Hinzu kommen der ungewisse Ausgang der Wahlen in den Niederlanden, in Frankreich und Deutschland vor dem Hintergrund der ungelösten Euro-Krise, der hohen Staatsverschuldung in den südlichen Euro-Ländern, die Unsicherheit in Osteuropa sowie der Türkei. Aber klar ist: Die Zeit der Nullzinsen scheint vorbei zu sein. (Seite 2)

·         Das Interview mit ECE-Chef Alexander Otto: Für Einzelhandel und Shopping-Center bietet das Weihnachtsgeschäft die Chance, im Wettbewerb mit den Online-Anbietern zu punkten. Konsumenten sind in dieser Zeit eher bereit, sich auf Einkaufserlebnis einzulassen. Sie sind empfänglicher für Atmosphäre, Ambiente, Events und Service. Das Gespräch mit Alexander Otto, Vorsitzender der ECE-Geschäftsführung über Weihnachten im Center, die Frage, wie ein Betreiber die Wünsche der Besucher herausfindet, die Bedeutung der Gastronomie und das Thema Refurbishment, führte Sabine Richter, Hamburg. (Seite 6)

·         lCSC Europe – Der Laden als Basis der Omnichannel-Strategie: Ziel der Online-Händler oder „Pure Player“ war es zweifellos, den stationären Einzelhandel im Zeitalter der Digitalisierung überflüssig zu machen. Für Technik-affine Experten schien das Verschwinden des stationären Handels unausweichlich. Zumal die Erfindung der mobilen Endgeräte dem Online-Handel zu einem regelrechten Schub verhalf. Dennoch stellt der International Council of Shopping Centers Europe mit Blick auf 2015 fest, dass in Europa 95% der Einzelhandelsumsätze entweder im physischen Laden oder über die Online-Shops der stationären Händler erzielt wurden. Auf die Pure Player entfielen nur 3,6% der Erlöse. (Seite 10)

·         Mietermarkt – Neue Mieter aus der Online-Welt gehen offline: Immer mehr Online-Händler erkennen die Vorteile, die der stationäre Handel auch für ihr Geschäft bieten kann. So schätzt der eingefleischte Online-Optiker Mr. Spexx an seinem ersten stationären Shop im Berliner Einkaufs- und Freizeit-Zentrum Alexa den direkten Kundenkontakt und die Möglichkeit, Dienstleistungen wie Sehtests anbieten zu können. Die sind im Online-Shop nicht möglich. Weitere Läden auch in Highstreet-Lagen sind geplant. (Seite 13)

·         Urbanisierung von Outdoor-Sportarten – Eine Chancen für Stadt und Handelsimmobilie: Vielleicht begann alles damit, dass in den deutschen Innenstädten plötzlich auch Anzugträger überwiegend mit atmungsaktiven Outdoor-Jacken anzutreffen waren. Ihren vorläufigen Höhepunkt soll die Entwicklung im Jahr 2018 in der Bundeshauptstadt Berlin finden: Die unter dem Begriff „Outdoor“ zusammengefassten Sport-Aktivitäten und Wirtschaftszweige werden immer urbaner. (Wotruba, Seite 15)

·         Kaufkraft Deutschland – München unter den Metropolen einsame Spitze: Die hohe Zuwanderung im vergangenen Jahr hinterlässt auch Spuren bei der Kaufkraft in Deutschland. Das ist daran abzulesen, dass sich steigende Löhne und Gehälter sowie die gute Arbeitsmarktlage zwar positiv auf die Kaufkraftentwicklung auswirken und die Kaufkraftsumme in Deutschland laut GfK um 2,9% auf 1,8275 Billionen Euro steigen wird. Das Wachstum der Bevölkerung um 1,2% führt allerdings dazu , dass die Kaufkraft pro Kopf nur um 1,7% auf 22 239 Euro zulegt. (Seite 18)

·         Unternehmensstrategie der neuen Metro – Vom Discount-Prinzip zum Kundenmehrwert: Der Schleier ist gelüftet: Im Zuge der Aufspaltung der Metro Group entstehen eine neue Metro AG mit dem Cash & Carry Geschäft sowie Real und eine Ceconomy AG mit Media Saturn und den dazu gehörenden Unternehmen. Beide streben die Notierung im MDax an. Die Hauptversammlung muss das Projekt Anfang Februar noch absegnen. Für den Handelskonzern hat eine Zeitenwende begonnen. (Seite 18)

·         Metro Group – Ein solides Fundament für die Aufspaltung: In seinem letzten Geschäftsjahr vor der Aufspaltung in eine Wholesale & Food Specialist Company aus Metro Cash & Carry sowie Real und eine Consumer Electronics Company aus Media Saturn (Ceconomy) konnte der Metro-Konzern im Dezember ungeachtet des schwierigen Umfeldes günstige Zahlen vorlegen. So erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sonderfaktoren im Geschäftsjahr 2015/16 (30.9.) von 1,511 Mrd. auf 1,56 Mrd. Euro. Nach Sonderfaktoren wuchs das Ebit sogar von 711 Mio. auf 1,513 Mrd. Euro. (Seite 20)

·         Verträglichkeitsgutachten (Teil 2) – Der schwierige Umgang mit dem Online-Handel: Bei der Neuansiedlung oder Erweiterung von Einzelhandelsgroßprojekten sind im Rahmen der Bauleitplanverfahren oder der Beurteilung von Projekten im unbeplanten Innenbereich regelmäßig Verträglichkeitsgutachten notwendig. Sie dienen Politik und Genehmigungsbehörden als Abwägungsgrundlage für ihre Entscheidungen. Bei den Anforderungen an die Gutachter sind in den vergangenen Jahren primär zwei Trends auszumachen. Der Widerstand von etablierten Eigentümern und Nachbargemeinden wächst und Gerichtsentscheidungen beeinflussen die Arbeit. (Seidel, Seite 22)

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