Der Handelsimmobilien Report Nr. 249

Der Handelsimmobilien Report Nr 249

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Das Konsumklima in Europa erreichte im Frühjahr ein Neun-Jahreshoch. Nicht nur in Mittel- und Osteuropa wuchs der Einzelhandel recht deutlich, sondern auch in den Krisenländern Portugal (+3,6%), Irland (+2,6%) und Spanien (+2,5%) wuchs der Handel beachtlich. Sinkende Arbeitslosenzahlen und leicht steigende Löhne zeugen von einer gewissen wirtschaftlichen Stabilisierung, wobei der private Konsum eine wichtige Stütze ist. Das größte Risiko geht derzeit von der Politik aus. (Seite 1)
  • Investmentmarkt Europa – Deutschland zieht an Großbritannien vorbei: Der europäische Investmentmarkt für Retail Assets bewegte sich im 1. Quartal 2017 im Spannungsfeld zwischen einem deutlich aufgehellten Konsumklima in den (noch) 28 EU-Ländern einerseits und den politischen Unsicherheiten, die etwa der bevorstehende Brexit, Terroranschläge und womöglich steigende Zinsen im Jahresverlauf bringen werden. Mit einem Transaktionsvolumen, das CBRE mit 13 Mrd. Euro beziffert, verlief die Entwicklung günstiger (+19%) als im 1. Quartal 2016 mit 10,1 Mrd. Euro, aber ungünstiger als im 1. Quartal des Superjahres 2015 mit 16,8 Mrd. Euro (Seite 2.
  • Shopping-Center-Pipeline – Die Entwicklung hat sich weltweit verlangsam: Die weltweite Shopping-Center-Pipeline war 2016 mit einem Volumen von 33,5 Mio. qm geplanter Fläche gut gefüllt. Ein Minus von 20% gegenüber 2015 verdeutlicht allerdings, dass sich bei den Neuentwicklungen das Tempo verlangsamt hat. Dagegen waren 12,5 Mio. qm neuer Center-Fläche, die im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen sind, gegenüber 2015 ein Zuwachs von 11,4%. Der Schwerpunkt des Entwicklungsgeschäfts und der Neueröffnungen liegt – erwartungsgemäß – in Asien. Allerdings zeigen sich erste Irritationen auf dem chinesischen Markt. (Seite 6)
  • Einzelhandel Europa 2017 – Schwache Flächenproduktivität in Deutschland: Das politische Umfeld in Europa ist mit Blick auf die Entwicklung in der Türkei, die Brexit-Verhandlungen und das Dauerthema Griechenland derzeit von Unsicherheit geprägt. Im Kontrast dazu steht in den noch 28 EU-Ländern eine tendenziell günstige Entwicklung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten wie steigende Kaufkraft, wachsende Einzelhandelsumsätze und Flächenproduktivität, bessere Flächenausstattung aber auch steigende Inflationsraten. Dabei sind die regionalen Unterschiede unverändert große. Bei der Flächenproduktivität hinkt Deutschland deutlich hinterher. (Seite 9)
  • Villingen-Schwenningen – Die Stadtbibliothek zieht ins geplante Shopping-Center: Nachdem die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) aus Hamburg im Jahr 2016 das seit 10 Jahren leer stehende Einkaufszentrum „s’Rössle“ in der Doppelstadt Villingen-Schwenningen im südlichen Schwarzwald erworben hat und den Gemeinderat von ihrem Konzept – Abriss und Neubau – überzeugen konnte, wurde Mitte Mai der nächste Schritt getan: Der Gemeinderat hat mehrheitlich entschieden, dass die Stadtbibliothek ins neue Einkaufszentrum integriert werden soll. (Seite 14)
  • Wisag Facility Service Holding GmbH – Starkes Wachstum im harten Wettbewerbsumfeld: Die Wisag Facility Service Holding GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 11,5% auf 1,016 Mrd. Euro steigern und den Personalbestand um 5,9% oder 1 730 Personen auf 31 141 Mitarbeiter ausweiten. Dabei setzt das Unternehmen auf Wachstum aus eigener Kraft und die Flexibilität, sich auf die vielfältigen Veränderungen einzustellen. (Seite 16)
  • IFH-Thesen: Anregung zur Kundenzentrierung – Der Einzelhandel agiert oft am Kunden vorbei: Dass die technikaffine junge Generation – und zunehmend auch ältere Kunden – mit ihrem dynamisch wachsenden Faible fürs elektronische Einkaufen einen massiven Strukturwandel im Einzelhandel angestoßen haben, ist seit Jahren bekannt. Bereits seit Mitte der 1990er-Jahre sind der eCommerce und seine möglichen Folgen ein Thema. Wie stark er die Branche tatsächlich verändert, zeichnete sich so richtig erst in den vergangenen Jahren ab. Mit Denkanstößen, wie der Handel die vielschichtige Realität erfolgreich bewältigen kann, befasste sich das Institut für Handelsforschung in dem Beitrag: „Sechs Trends zum Einzelhandel der Zukunft“. (Seite 17)
  • Dialogplattform Einzelhandel – Die Nahversorgung muss als kommunales Handlungsfeld begriffen werden: Die seit Jahren zu beobachtende Re-Urbanisierung – die Rückkehr der Menschen in die Großstädte – hat als Gegenbewegung eine Abwanderung – vor allem der jungen Generation – aus dem ländlichen Raum bewirkt. Hier kommt die Überalterung der Gesellschaft durch den demographischen Wandel besonders zum Tragen. Der Rückstand bei der Ausstattung mit schnellem Internet zementiert die Nachteile dieser Regionen als Industriestandorte. Offenkundig wird dieser Abwärtsprozess schließlich dann, wenn die Lücken bei der Grundversorgung immer größer werden und die Kommunen als Wohnstandorte ihre Attraktivität einbüßen. (Seite 19)
  • Infrastruktur für Digitalisierung – HDE: Deutschland droht den Anschluss zu verlieren: Für die Unternehmen in Deutschland ist und bleibt die Digitalisierung ein Topthema. 42% gaben bei der aktuellen Unternehmensbefragung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an, Digitalvorhaben zu planen. Im Einzelhandel liegt dieser Wert mit 48% sogar überdurchschnittlich hoch. (Seite 22)
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