„Der Handelsimmobilien Report“ Nr. 260

Der Handelsimmobilien Report Nr 260

·         Editorial von Ruth Vierbuchen: Das plötzliche Ende der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition kurz vor Mitternacht am vergangenen Sonntag hat die politische Welt in Deutschland durchgerüttelt. Dass die beteiligten Parteien das „unerwartete“ Ende nach wochenlangen Gesprächen so unterschiedlich interpretieren, wie sie es am Montag taten, ist leicht zu erklären. (Seite 1)

·         Mapic 2017 – Der reine Online-Shop verliert an Bedeutung: Mehr als 8 500 Vertreter aus 80 Ländern sind in diesem Jahr zur 23. Internationalen Handelsimmobilienmesse Mapic nach Cannes gekommen. Nach Auskunft des Veranstalters Reed Midem kamen etwa 2 100 Einzelhändler- darunter zweifellos auch zahlreiche Gastronomie-Konzepte -, 2 500 Entwickler und 1 000 Investoren. Im Fokus der Veranstaltung: Die Handelsimmobilie als Markenbotschafter und Ort – auch des digitalen – Erlebens. Die Akzente verschieben sich. (Seite 2)-

·         Shopping-Center-Markt Europa – Revitalisierung wird immer mehr zum Thema: Shopping-Center werden nicht aus der Einzelhandelslandschaft verschwinden, bekräftigt der Immobilienberater Cushman & Wakefield, doch sie durchlaufen einen gravierenden Wandlungsprozess, da sich der Einzelhandel – als Gegenpol zum Online-Handel – mehr darauf konzentriert, unterhaltsame Shopping-Destinationen zu schaffen. Center-Betreiber und Eigentümer – insbesondere in Westeuropa – reagieren mit der Erweiterung und Revitalisierung von Bestandsobjekte: Es geht um mehr soziale Dienstleistungen, Gastronomie und innovative Technologien.(Seite 6)

·         Food Courts der neuen Generation – Gastronomie wächst in die Rolle des Hauptankers: Nahrungsmittel resp. Gastronomie sind moderner als jemals zuvor, ist Jorge Morgadinho, Director Conceptual Design & Architecture bei Sonae Sierra überzeugt. Diesen Trend kann auch der Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield mit Zahlen unterlegen. So werden die Ausgaben für den Außer-Haus-Verzehr nach seinen Schätzungen in den nächsten zehn Jahren weiter steigen. Das gilt vor allem in den Regionen „Naher Osten“ und „Asien-Pazifik“, doch auch in den reiferen Märkten Europa und Amerika sehen die Experten unter Berufung auf Oxford Economics durchschnittliche Wachstumsraten von jährlich 4,9 bzw. 5,5%. (Seite 11)

·         Mall of Switzerland – Das Center spart nicht mit Superlativen: Beim jüngsten Shopping-Center der Schweiz ist schon der Name Programm: Im Alpenland, das vor der Eröffnung mit 320 qm Center-Fläche je 1 000 Einwohner europaweit bereits im oberen Mittelfeld rangierte, wollen der Staatsfonds von Abu Dhabi als Investor und die FREO Switzerland AG als Entwickler mit der „Mall of Switzerland“ auf 65 000 qm neue Maßstäbe setzen. Denn das Center der neuesten Generation wird nach seiner vollständigen Fertigstellung „die größte Einkaufs- und Freizeitdestination im Herzen der Schweiz sein“, wie FREO mitteilt. (Seite 11)

·         Einzelhandelsinvestments – Lebensmittelhandel als Digitalisierungsgewinner: „Die virtuelle Welt, in der wir angeblich den Rest unseres Lebens surfend und frohlockend verbringen, ist nur mäßig attraktiv. Sie riecht nicht gut und fühlt sich nicht attraktiv an. Sie macht Kopfschmerzen und schwindelig.“ Dieses Zitat von Trendforscher Mathias Horx in der Zeitung „Die Welt“ stammt aus dem Jahr 2001. (Jahn, Seite 16)

·         Deutsche Euro Shop AG – Vorstand bestätigt die Prognosen für 2017: Mit ordentlichen Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag konnte der Shopping-Center-Investor Deutsche Euro Shop AG (DES) aus Hamburg die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 abschließen. Nach den Worten von Vorstandssprecher Wilhelm Wellner sind für die Ergebnisverbesserungen im Wesentlichen die Neuzugänge Saarpark-Center Neunkirchen und Olympia Center Brünn verantwortlich. Zudem leisteten die niedrigen Zinskosten ihren Beitrag. (Seite 18)

·         Sonae Sierra – Umsätze der Mieter deutlich gestiegen: Der portugiesische Entwickler, Investor und Dienstleister Sonae Sierra hat in den ersten neun Monaten 2017 einen Nettogewinn von 77,8 Mio. Euro erzielt. Dass der Wert unter dem Ergebnis von 92,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum lag, begründet das Unternehmen mit dem statistischen Basiseffekt. Denn im September 2016 hatte sich die Eröffnung des Park Lake Centers in Rumänien stark ausgewirkt. Zudem waren im Vorjahreszeitraum höhere Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen angefallen. Dadurch lag auch das indirekte Ergebnis von 32,5 Mio. Euro um 19,8 Mio. Euro unter dem Wert von 2016. (Seite 19)

·         Die Bundeshauptstadt unter der Lupe – Berlin ist auch für den Einzelhandel sexy: „Berlin ist arm, aber sexy“. So charakterisierte Klaus Wowereit, ehemaliger Regierender Bürgermeister Berlins, 2003 die Bundeshauptstadt. ‚Arm‘ – das klingt nicht gerade nach günstigen Rahmenbedingen für attraktiven Einzelhandel. Gemeint war vor allem die hohe Verschuldung von damals etwa 50 Mrd. Euro. Heute liegt sie bei fast 60 Mrd. Euro, ist aber seit einigen Jahren rückläufig. Selbst wenn Wowereit nicht den Handel im Fokus hatte: Stehen Einzelhändler, Projektentwickler und Investoren auf Berlin? Ist Berlin noch ‚sexy‘? (Radtke, Seite 20)

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