Der Handelsimmobilien Report Nr. 48 vom 12. Juni 2009

Management Summary / die wichtigsten Themen und Ergebnisse des heutigen Handelsimmobilien Reports im Überblick:

Editorial: Die Insolvenz der Kauf- und Warenhaus-Ketten Hertie, Sinn-Leffers, Wehmeyer und nun auch Karstadt führt in den Innenstädten zu erheblichem Leerstand, mit Folgen für die Attraktivität der Cities. Vor dem Hintergrund dieser Krise und mit Blick auf den nächsten „Kongress für nationale Stadtentwicklungspolitik“ in Essen ist zu hoffen, dass die Beteiligten aus Handel, Immobilienwirtschaft und Politik verstärkt zu gemeinsamen Aktionen zusammenfinden.

 

         Arcandor: Der lange Weg zum kurzen Abschied: Bis zuletzt hatten die Karstadt-Mitarbeiter für ihr Unternehmen gekämpft. Am Ende wollten Großaktionäre, Banken und Investoren nicht nachlegen, um ihr Engagement bei Arcandor zu erhöhen. Und so blieb nur noch der Gang zum Insolvenzgericht. Damit endet für den 130 Jahre alten Warenhauskonzern vorläufig ein langer Weg des Abstiegs. Ein Planinsolvenzverfahren in Eigenverwaltung – wie bei Sinn-Leffers – soll jetzt  den Neuanfang des Gesamtkonzerns bringen. (Vierbuchen, Seite 2)

         Kauf- und Warenhäuser – geeignete Nachnutzung gesucht: Das Aus für den Warenhausbetreiber Hertie mit seinen 73 Filialen und die Schließung von Wehmeyer- und Sinn-Leffers-Häusern im Zuge der Insolvenz stellen die betroffenen Kommunen vor erhebliche Herausforderungen. Denn für die großflächigen Immobilien kommen nur wenige Vertriebskonzepte als Nachmieter in Frage. Oft bleibt nur der Umbau. Sechs Beispiele zeigen wie. (Vierbuchen, Seite 5)

         Das Comeback der City – Raus aus der Uniformität: Die Möglichkeiten für Städte, ein jeweils eigenes Markenprofil zu schärfen oder auszubilden, sind vielgestaltig. Es gilt, diese Chancen zu nutzen, der Uniformität zu entkommen und sich abzusetzen – von trostlosen Fußgängerzonen, kalten Shopping-Centern und nicht zuletzt den Städten in der Umgebung. Dafür gibt es viele Beispiele. (Imorde, Seite 8 )

         Gute Stadtentwicklung zeichnet sich durch gute 1B-Lagen aus: Shopping-Center werfen bekanntlich ihre Schatten voraus – und vor allem überschatten sie mit ihrem zusätzlichen Einzelhandelsangebot oft die Nebenlagen. Da aber nur die 1B-Lagen Kundenbindung erzeugen, gilt es mit gezielten Fördermaßnahmen diese schwierigen Lagen im Wettstreit der Standorte zu stärken. (Vierbuchen, Seite 10)

         Edeka setzt sich für 2009 ehrgeizige Ziele: Zukunftssicherung basiert bei Edeka nicht nur auf Umsatz– und Ertragsstreben, sondern auch auf einer Politik der Nachhaltigkeit zum Schutz der Umwelt – beispielsweise beim Thunfisch-Fang. Doch auch die Zahlen, die Deutschlands größter Lebensmitteleinzelhändler für 2008 vorgelegt hatte, können sich sehen lassen. (Vierbuchen, Seite 12)

         Das Interview mit Edeka-Geschäftsführer Ralf Lübbing: Die selbstständigen Kaufleute sind Edekas große Stärke: „Unsere Vollsortimentsmärkte werden zum größten Teil von den über 4 500 selbstständigen Edeka-Kaufleuten geführt. Hohes Engagement, Nähe zum Kunden, Kompetenz, Kreativität – das zeichnet unsere selbstständigen Kaufleute aus. Den Unterschied sehen wir bei der Privatisierung ehemaliger Regiemärkte.“ (Seite 13)

         DOC Berlin ändert sein Gesicht – Deutsche FOC-Szene im Wiederstreit: Wenn das neue Designer Outlet Center in der Wustermark seine Tore öffnet, erhöht sich die bescheidene Zahl deutscher FOC-Standorte dadurch nicht wirklich. Doch viele Projekte sind hierzulande noch in der Pipeline. Aber nicht alle werden realisiert. (Vierbuchen, Seite 14)

         Finanzierung im Handel – Banken schauen sehr genau hin: An der Verkaufsfront erlebt der Einzelhandel zwar noch nicht die befürchteten Folgen der Krise. Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und die relativ niedrigen Benzin- und Energiekosten entlasten die privaten Haushalte noch. Doch bei der Finanzierung bekommt die Branche die Folgen der Bankenkrise voll zu spüren. (Vierbuchen, Seite 15)

Der Handelsimmobilien Report Nr. 48

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