Der Handelsimmobilien Report Nr. 51

Editorial: Der Rückzug von Insolvenzverwalter Horst Piepenburg kommt wie ein Paukenschlag, nachdem er im Juni noch verkündet hatte, er übernehme keine aussichtslosen Fälle. Die Reaktion offenbart aber vor allem den Unwillen oder das Unvermögen von Großaktionär Sal. Oppenheim die Plansanierung mitzutragen und die Tatsache, dass Arcandor einen neuen Geldgeber braucht. Die Lage wird dadurch sehr unbestimmt. (Seite 1)

  • Erste Lichtschimmer erkennbar: Das „Minus-Zeichen“ beherrscht auch im 1. Halbjahr 2009 wieder das Geschehen auf dem Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien, auch wenn leichte Hoffnungsschimmer aufkeimen. Um 72,7% ist das Transaktionsvolumen in den ersten 6 Monaten deutschlandweit gegenüber Vorjahr gefallen: Von 12,1 Mrd. Euro auf 3,307 Mrd. Euro, wie der Immobilien-Berater CB Richard Ellis (CBRE) in seinem jüngsten Marktbericht feststellt. Leicht abweichend davon beziffert Jones Lang LaSalle (JLL) das Minus mit 70% auf rd. 3,7 Mrd. Euro.(Vierbuchen, Seite 2)
  • Hertie Görlitz – 100 Jahre altes Jugendstilhaus sucht seinen Platz in der Zukunft: Wer das Hertie-Warenhaus am Marienplatz, mitten im Herzen von Görlitz betritt, wird wahrscheinlich zum ersten Mal begreifen, warum die Flaggschiffe des Einzelhandels als Konsumtempel bezeichnet werden. Unter dem imposanten Lichthof aus Buntglas findet sich reinster Jugendstil so weit das Auge reicht. Doch nach dem Aus für Hertie sucht das architektonische Kleinod einen neuen Nutzer. (Vierbuchen, Seite 6)
  • Estama nutzt ihre Chancen in der Krise: Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 hat die Estama Gesellschaft für Real Estate Management mbH in Berlin ein ordentliches Wachstumstempo vorgelegt. Trotz Finanzmarktkrise ist der Personal-Stab des Immobilien-Dienstleisters auf fast 70 Mitarbeiter gewachsen. Auf die Frage, was die Grundlage des Wachstums in diesen schwierigen Zeiten ist, hat Geschäftsführer Thorsten Stoll eine simple Antwort: „Die Krise“. (Vierbuchen, Seite 8)
  • Entwicklermarkt – Finanzierungsverhalten der Banken führt zu einem Paradoxon: Seit die Banken im Zuge der Finanzmarktkrise ihr Kreditvergabeverhalten geändert haben, müssen nicht nur Bestandskunden mit neuen Gegebenheiten kämpfen. Insbesondere Projektentwickler haben unter der restriktiven Kreditvergabe zu leiden. (Röhr, Seite 11)
  • Megatrends – Strickmuster für erfolgreiche Shopping-Center: Bei seiner ersten Pressekonferenz in Frankfurt sucht der German Council of Shopping-Center mit Vorstand Stephan Jung an der Spitze nun offensiv den Dialog mit der Öffentlichkeit, um sich und die neuesten Trends seiner Branche zu präsentieren. Die Bilanz kann sich sehen lassen. (Vierbuchen, Seite 13)
  • Einkaufsstadt Aachen – Europäer mit langer Tradition: Europäisch sein“, gehört für die Aachener zum Selbstverständnis: „Die Menschen in Aachen leben Europa: Wohnen, Arbeiten, Studieren und Einkaufen in drei verschiedenen Staaten sind in und um Aachen Selbstverständlichkeiten“, schreibt die Stadt und kann sich dabei selbstbewusst auf eine lange Tradition berufen: Schon unter Karl dem Großen war die Stadt eine Art Hauptstadt Europas. (Calderoni, Seite 14)

Der Handelsimmobilien Report Nr. 51

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