Der Handelsimmobilien Report Nr. 54

Editorial von Chefredakteurin Ruth Vierbuchen: Am 1. September wurde das Insolvenzverfahren für die Arcandor AG und ihre Töchter Karstadt und Quelle eröffnet. In diesem Szenario haben die meisten Gläubiger, die um Opfer geben werden, wohl nur die Wahl zwischen wenig oder gar nichts. (Seite 1)

–       Handelsimmobilien – Hochtief entdeckt den Center-Markt: Der Essener Hochtief-Konzern will verstärkt ins Dienstleistungsgeschäft für Handelsimmobilien – vor allem ins Center-Management. Für das Joint-Venture Corus Centermanagement GmbH haben sich die Essener mit dem Düsseldorfer Spezialisten für Handelsimmobilien, Comfort, zusammengetan. Wachstumspotenzial ist durchaus vorhanden. (Vierbuchen, Seite 2)

–       Warenhäuser als Einkaufs-Galerien – wie der Wandel gelingt: Schon seit vielen Jahren werden ehemalige Warenhäuser in Einkaufsgalerien umgewandelt, denn die Krise der einstigen Konsumtempel als Mittelpunkt der Innenstadt dauert schon lange. Inzwischen ist aus einem kontinuierlichen Prozess allerdings durch die Insolvenzen von Karstadt und Hertie eine Lawine geworden. Schnell ist da die Idee geboren, die leer stehende Immobilie in ein florierendes Einkaufszentrum zu verwandeln, doch Achtung: hier lauern Fußangeln! (Martin, Koerver, Seite 4)

–       Das Interview mit dem Vorsitzenden des Vorstands des German Council of Shopping Centers, Wolfgang R. Bays: Mehr „Stadtbau“ statt „Centerbau“: „Shopping-Center sind weder Handelsware noch Finanzprodukt, zu denen sie in den Zeiten des Investment-Hypes vielfältig gerechnet wurden. Vielmehr sind sie sehr sensible und extrem dynamische Organismen und daher nach wie vor ein interessantes und langfristiges Anlagegut“, findet Bays.

–       Hertie-Standorte – Nachnutzung als Warenhäuser: Im Trauerspiel um den Warenhaus-Konzern Hertie, der Mitte August die letzten Filialen geschlossen hat, gibt es auch Lichtblicke. So teilt der Insolvenzverwalter Biner Bähr mit, dass Hertie in München-Fürstenried von Kaufring München fortgeführt wird. Und auch im Norden Deutschlands will die Hansekontor zu Flensburg GmbH neun Objekte als Warenhäuser weiter führen. (Vierbuchen, Seite 9)

–       Studie Shopping-Center 3.0: Kampf gegen die Beliebigkeit: Politiker beklagen schon seit langem die Monotonie deutscher Innenstädte, weil in den Top-Einkaufsstraßen immer die gleichen Filialisten zu finden sind. Für Investoren sind zugkräftige Marken im Interesse ihrer Rendite wichtig, denn sie sind bei Konsumenten beliebt und sichern die Frequenz. Doch Experten befürchten, dass Handelsimmobilien der Zukunft ohne Alleinstellungsmerkmale Opfer einer gewaltigen „Overstoring-Maschine“ würden. (Vierbuchen, Seite 11)

–       FOC: Über den Erfolg entscheidet der Markenmix: Weltweit, so die groben Schätzungen, wird etwa 30% zu viel Bekleidung produziert. Das erklärt, warum die Branche seit Jahren unter Druck steht und es begründet das Interesse der Mode-Branche, jenseits des Einzelhandels, nach Absatzwegen zu suchen – beispielsweise über Factory Outlet Center. Doch was begründet den Erfolg eines FOC? (Vierbuchen, Seite 13)

–       Lagervermietungsmarkt – Einzelhandel füllt die Lücken: Zwei Trends dominierten den deutschen Lagervermietungsmarkt im 1. Halbjahr 2009: Zum einen war das Geschäft mit -15% unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums und 5% unter dem Niveau des 2. Halbjahres 2008 laut Jones Lang LaSalle (JLL) besser als erwartet. Zum andern wurde die Umsatzentwicklung 2009 vor allem von Neubauten des Einzelhandels dominiert. (Vierbuchen, Seite 15)

Der Handelsimmobilien Report Nr. 54

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