Der Handelsimmobilien Report Nr. 70

Der Handelsimmobilien Report Nr. 70

Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit Einführung der Insolvenzordnung hat der Gesetzgeber 1999 zweifellos das richtige Instrumentarium geschaffen, auch komplizierte Fälle wie Karstadt, im Zuge eines Insolvenzplanverfahrens zu retten. Doch die steuerliche Behandlung der lebensnotwendigen Forderungsverzichte (= Sanierungsgewinne) nach Abschaffung von § 3 Nr. 66 Einkommensteuergesetz bleibt unbefriedigend und macht die Rettung eines Handelskonzerns unnötig schwer. (Seite 1)

 

–        Karstadt-Verkauf könnte zum Spiel auf Zeit werden: In den Warenhausmarkt kommt Bewegung. Nachdem der Verkauf der Karstadt Warenhaus GmbH mit dem Angebot der  Beteiligungsgesellschaft Triton in die entscheidende Phase geht, treibt offenbar auch Metro  den Verkauf ihrer Warenhaus-Tochter Kaufhof voran. Unternehmenskenner rechnen bald mit einem Ergebnis. Dagegen stellt Triton immer neue Forderungen und wirft damit die Frage auf, ob die Arbeitnehmer und Vermieter noch mitziehen können? (Vierbuchen, Seite 2)

–        Investmentmarkt Europa – Handelsimmobilien ohne Schwäche: Im unverändert schwierigen Umfeld des Jahres 2010 behalten Handelsimmobilien auch auf dem europäischen Investmentmarkt die Nase vorn. Und erhalten sich nach Einschätzung der Investoren offenbar ihren Ruf als sichere Anlage: Mit einem Investitionsvolumen von 8 Mrd. Euro dominieren Einzelhandelsimmobilien den europäischen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien auch im 1. Quartal. (Vierbuchen, Seite 6)

–        C & A zeigt keine Ermüdungserscheinungen: Das Geschäft mit der Mode ist auch in konjunkturell stabilen Zeiten nicht leicht, da das „richtige“ Wetter, passend zur gerade angebotenen Sommer-, Herbst- oder Winterkollektion den Verkauf maßgeblich beeinflusst.  Nun kommen noch die Unwägbarkeiten der Weltwirtschaftkrise hinzu, die das Geschäft auch bei der europaweit operierenden Mode-Kette C & A in den bekannten Problem-Märkten tangiert hat. Doch die Mode-Kette konnte ihre Marktposition verteidigen. (Vierbuchen, Seite 9)

–        Nachhaltigkeit: Zertifizierung ja – aber mit Bedacht: Die Rolle von Nachhaltigkeits-Zertifikaten ist in der öffentlichen Diskussion umstritten. Etablierte Ökosiegel aus dem angelsächsischen Raum konzentrieren sich weitestgehend nur auf die ökologische Komponente von Nachhaltigkeit. Das greift jedoch zu kurz. Wichtig sind auch ökonomische und soziokulturelle Aspekte. Zertifizierung von Nachhaltigkeit ist sinnvoll, aber es müssen alle drei Komponenten bedacht werden. (Böning, Seite 10)

–        Neue Mitte Bergedorf nimmt Formen an: Sechs Monate hat es gedauert, bis die Fundus-Gruppe aus Düren – nach der Grundsteinlegung im Herbst 2009 – für den Erweiterungsbau des City Centers Bergedorf (CCB) Richtfest feiern konnte. 140 Mio. Euro investiert sie in die Revitalisierung und die Erweiterung des als „Neue Mitte Bergedorf“ bekannten Einkaufszentrums. Nach Fertigstellung im Oktober wird das Objekt in einen Offenen Immobilienfonds der Commerz Real übernommen. (Vierbuchen, Seite 13)

–        ULI bestimmt 14 Finalisten für die “Awards for Excellence”: Die Projektentwicklungen, die am renommierten Wettbewerb des Urban Land Institute Europe teilnehmen dürfen, stehen fest. Unter den 14 Finalisten gibt es viele wegweisende Projekte von innerstädtischen Quartiersentwicklungen und Problemlösungen. (Vierbuchen, Seite 14).

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