Handelsimmobilien Report Nr. 131

Der Handelsimmobilien Report Nr 131

Editorial von Ruth Vierbuchen: Vor einem Jahr – zur 14. Expo Real in München – war noch nicht abzusehen, wie sich die Euro-Schulden-Krise auf den Immobilienmarkt auswirken würde. Vor der 15. Ausgabe der Internationalen Gewerbeimmobilienmesse ist das Bild schon viel deutlicher. (Seite 1)

Einkaufen im 21. Jahrhundert: Von der rationalen Effizienz zur neuen Emotionalität: Der Verkaufserfolg im Einzelhandel lässt sich an Umsatz- und Gewinnzahlen ablesen. Der Verkaufsprozess in einer Wohlstandsgesellschaft erfordert dagegen viel Überredungskunst und den Appell an die Emotionen. Denn viele der jüngeren Generationen sind es gewohnt, alles direkt zu bekommen. Wünsche müssen oft erst geweckt werden. Da Einzelhandel und Immobilienwirtschaft auf den Verkaufserfolg angewiesen sind, hat der German Council of Shopping-Centers das Thema Verführung zum Kauf in den Mittelpunkt seines Kongresses gerückt. (Vierbuchen, Seite 2)

Das Interview – Deutschland ist für Neueinsteiger nicht einfach: Gespräch mit Manuel Jahn und Sebastian Müller, beide Leiter Real Estate Consulting bei GfK Geomarketing GmbH, über die Entwicklung auf den europäischen Shopping-Center-Märkten, Länder mit Perspektive, Problemländer und Neueinsteiger in Deutschland wie Unibail Rodamco

Entwurf LEP Bayern – Neue Chancen für zeitgemäße Lebensmittelmärkte: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer ist mit dem Versprechen, das Bayerische Landesentwicklungsprogramm von 2006 zu entschlacken und zu vereinfachen, angetreten. Nun liegt der Entwurf des neuen Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP-E) vom 22.05.2012 vor. Eine Bewertung aus Praxissicht. (Wotruba, Seite 9)

Fachmarktmärkte in Hamburg – Sortiment und Genre bestimmen die Höhe der Miete: Wie in allen Bereichen der Immobilienbranche kann weder für Fachmärkte im Allgemeinen noch für den Standort Hamburg eine „einheitliche“ Miete definiert werden. Legt man zugrunde, dass der Einzelhandel etwa 20% seiner Spanne für Raumkosten aufbringen kann, dann folgt daraus, dass die absolute Miethöhe in Abhängigkeit des Sortiments sowie des Genres einerseits und der an den einzelnen Standorten zu erzielenden Umsätze andererseits festzulegen ist. (Giere, Seite 12)

Nachhaltigkeit bei ECE-Bestandsobjekten – Auch die Mieter müssen einbezogen werden: Zwischen 2012 und 2014 entstehen in Deutschland 36 neue Shopping-Center. Die Gesamtzahl der Center summiert sich heute auf 444. Diese Zahlen zeigen: Das Gros der benötigten Center ist in Deutschland bereits gebaut. Deshalb gewinnt das Thema Revitalisierung von Einkaufszentren an Bedeutung. So wird sich die Branche vor allem damit beschäftigen, wie das Thema Nachhaltigkeit in den bestehenden Centern etabliert werden kann, denn hier können die meisten Energiekosten gespart werden.(Vierbuchen, Seite 14)

Asset Management – „Work-out“ durch Spezialisten lohnt sich fast immer: Die Zahl an Work-out-Portfolios hat in letzter Zeit stark zugenommen. Dies trifft auch auf die Assetklasse Handelsimmobilien zu. Objekte wurden erworben und anschließend oft nicht adäquat betreut, da die Käufer auf baldige Weiterveräußerung spekuliert und mit hohen Fremdkapitalquoten finanziert haben. Häufig ging diese Rechnung nicht auf und die Portfolios wurden auf Grund der hohen Zinslast notleidend – obwohl die Einzelobjekte Perspektiven bieten. (Klaußner, Seite 18)

MEC – Für Hybride Malls gibt es keine Blaupause: Als ECE und Metro Properties im August 2011 verkündeten, dass sie eine gemeinsame Gesellschaft gründen wollten, um große fachmarktorientierte Center zu managen und zu revitalisieren, haben beide Neuland betreten. Für die ECE mit ihren klassischen Shopping-Centern war das die Gelegenheit, in den Fachmarktbereich zu gehen. Metro Properties, die das Gros der 36 Fachmarktzentren ins Management einbrachte, rückt näher ans klassische Shopping-Center. Nach einem Jahr ist es deshalb Zeit, Bilanz für die MEC Metro ECE Management GmbH & Co KG in Düsseldorf zu ziehen. (Vierbuchen, Seite 20)

Sonae Sierra – Reicht für Shopping-Center allein die Zertifizierung? Strom, Gas, Kohle und Öl werden immer teurer. Die Nachfrage nach Energie bleibt hoch und die Ressourcen sind begrenzt. Bis 2050 – so eine Prognose der OECD – wird sich der Energiebedarf weltweit fast verdoppeln. Der Ausstoß an Kohlendioxid und die in der Folge zunehmende Erderwärmung sowie die damit verbundenen Risiken haben weit reichende Konsequenzen für die Volkswirtschaften und Gesellschaften weltweit. Die Energieeffizienz zu erhöhen, ist auch für die Shopping-Center-Branche sehr wichtig, um den Ausstoß an Treibhausgasen zu vermindern. (Monteiro, Seite 22)

Ten Brinke – Hybride Malls eröffnen Investoren neue Möglichkeiten: Seit Mitte der 1990er-Jahre besinnen sich die Bundesbürger beim Shoppen wieder auf ihre Innenstädte. Die Landespolitik unterstützt diesen Trend nachdrücklich. Selbst für großflächige Shopping-Center ist die integrierte Innenstadtlage heute der Standort der Wahl. Und sogar die klassischen Anbieter der grünen Wiese suchen die räumliche Nähe zur City. Industriebrachen oder leer stehende Kaufhäuser bieten auch den Raum für innerstädtische Fachmarktzentren wie Hybride Malls. (Vierbuchen, Seite 24)

Rewe Group – Kölner erhöhen die Takt-Zahl bei der Expansion: Die Voraussetzungen für die Expansion im Einzelhandel sind trotz Eintrübung der Konjunktur immer noch günstig. Im ersten Halbjahr 2012 ist der Branchenumsatz laut HDE um nominal 2,6% gestiegen und insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel erweist sich als ziemlich robust. In diesem Umfeld will die Rewe Group mit Sitz in Köln ihre Expansion forcieren. (Vierbuchen, Seite 27)

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