1. nordwestdeutsche Immobiliennacht – Neuer Blickwinkel ermöglicht innovative Lösungen

22.Oktober 2012   
Kategorie: Der Immobilienbrief

Die regionale Immobilienwirtschaft nahm auf der 1. nordwestdeutschen Immobiliennacht des Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) Niedersachsen/Bremen e.V. am 27.09.2012 die zentralen Themen der Branche ins Visier. Erstmals wurden zwei aktuelle Herausforderungen, die entscheidende Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft haben, in einen Kontext gestellt: Die Energiewende und der demografische Wandel. Neben renommierten Referenten aus Politik, Immobilienwirtschaft und Verbänden tauschten sich rund 160 Gäste aus der Branche zu den beiden Themen aus.

Der BFW Niedersachsen/Bremen e.V. vertritt eine klare Position: „Wer über Immobilienentwicklung spricht, muss die beiden zentralen Herausforderungen der Branche, Energiewende und demografischer Wandel, in einen Kontext stellen und darf sie nicht länger isoliert voneinander betrachten“, so Geschäftsführer David Huber. Welche Auffassung Unternehmen und Politiker zu diesem Ansatz vertreten, wurde im Rahmen der 1. nordwestdeutschen Immobiliennacht erörtert.

 

Ganzheitliche Quartierskonzepte sind gefordert

Mit informativen Impulsvorträgen leiteten Thomas Prinz, Bürgermeister der Stadt Laatzen, und Andreas Becker vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen in die Themen demografischer Wandel und Energiewende ein. Dr. Peter Hettenbach vom iib Schwetzingen und IKOWO e.V. stellte daraufhin beide Themen erstmals in einen gemeinsamen Kontext und kam zu dem Ergebnis: „Einzelmaßnahmen an Einzelgebäuden nutzen nichts.“ Dabei ging Hettenbach, Spezialist für Immobilienzukunft, sogar einen Schritt weiter und verwies darauf, dass nicht nur Klimawandel und demografischer Wandel bei der Immobilienentwicklung berücksichtigt werden müssen, sondern zwangsläufig auch der wirtschaftliche Wandel eine elementare Rolle einnimmt. Nur so ließe sich Vermietbarkeit schaffen, um Krisen zu überstehen. Der Fokus müsse dabei auf Bestandsgebäude gerichtet sein. Für Immobilienunternehmen sei es zudem von zentraler Bedeutung zu wissen, wo die so genannten Hot Spots liegen, um die Wirtschaftlichkeit eines Objekts  kalkulieren zu können.

 

Talkrunde mit gepflegter Streitkultur

Die Herausforderungen, die sich für die Immobilienbranche aufgrund der aktuellen gesellschaftspolitischen Großthemen Energiewende und demografischer Wandel  ergeben, ließen sich nur gemeinsam lösen – darin waren sich auch die Teilnehmer der folgenden Talkrunde einig. Unter dem Motto „Immobilienwirtschaft zwischen Wandel & Wende“ setzten sich Vertreter aus Branchenverbänden, Politik und Wirtschaft kritisch und kontrovers mit dem Thema auseinander: Neben BFW Bundesgeschäftsführerin Ira von Cölln diskutierten Dr. Joachim Lohse, Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Reiner Fulst (Spar- und Bauverein), Thomas Klein (swb Services), Holger Osterloh (HO Immobilien + Baukonzepte), Professor Michael Sommer (Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen) und Dr. Dörthe Liebetruth mit. Als Ergebnis der Talkrunde hielt Moderator Dr. Kurt Becker, Geschäftsführer des BFW NRW e.V., fest: „Die Energiewende und der demografische Wandel sind zwei zentrale Herausforderungen der Immobilienwirtschaft. Sie gemeinsam zu betrachten ermöglicht es, den damit verbundenen Handlungsbedarf aus einem neuen Blickwinkel marktgerecht abzuleiten.“

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Kommentare
Ein Kommentar zu “1. nordwestdeutsche Immobiliennacht – Neuer Blickwinkel ermöglicht innovative Lösungen”
  1. David Huber sagt:

    Als Verantwortlicher für diese Veranstaltung möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern sehr herzlich bedanken, denn nur durch Sie war es ein so großer Erfolg. Eins steht fest – es wird auch eine 2. Nordwestdeutsche Immobiliennacht geben – wieder in Verden und wieder im Herbst. Wir sind schon am planen und würden uns freuen, wenn Sie wiederkommen und Ihre Freunde mitbringen.

    Herzlichst

    Ihr David Huber

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