60% der Immobilienbesitzer tappen beim Wert Ihrer Immobilien im Dunkeln

19.Juli 2010   
Kategorie: Der Immobilienbrief, News

Immobilien gelten als relativ sichere Wertanlage und werden gerade seit Beginn der Wirtschaftskrise zunehmend nachgefragt. Umso erstaunlicher ist, dass die Mehrheit der Immobilienbesitzer den genauen Wert ihrer Immobilie gar nicht kennt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage von ImmobilienScout24 unter 1.022 privaten Immobilienbesitzern.

 Nur 39 Prozent der Befragten können genau sagen, was ihr Eigenheim wert ist. Jeder zweite Immobilienbesitzer ist der Meinung, den Wert in etwa einschätzen zu können. 13 Prozent der Umfrageteilnehmer sind total ahnungslos, was den Preis ihres Wohneigentums betrifft.

 Mehr als die Hälfte der „Unwissenden“ sagt, dass eine Wertermittlung bis dato nicht nötig war, da weder ein Verkauf noch eine Finanzierung ansteht. Doch aus Sicht der Experten ist es zu jeder Zeit wichtig, über den Wert der eigenen Immobilie informiert zu sein. „Immobilien sind immer eine große und langfristige Investition. Bei den meisten Immobilienbesitzern stellen sie den Großteil des Vermögens dar“, erläutert Michael Kiefer, öffentlich bestellter Sachverständiger und Leiter Immobilienbewertung bei ImmobilienScout24. „Deshalb hat das Thema Immobilienbewertung und Immobilienmarktinformation für jeden eine große Bedeutung.“

 Weitere Gründe für die Unkenntnis des Immobilienwertes:

 1)    Keine Lust, sich darum zu kümmern (32 Prozent)

2)    Unwissenheit, wie Immobilienwert ermittelt wird (26 Prozent)

3)    Immobiliengutachten zu teuer und aufwändig (26 Prozent)

4)    Kein Interesse (9 Prozent)

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Kommentare
Ein Kommentar zu “60% der Immobilienbesitzer tappen beim Wert Ihrer Immobilien im Dunkeln”
  1. Dr. Thomas Beyerle sagt:

    Gerade weil Immobilien im Allgemeinen als sichere Wertanlage gelten wird dadurch geradezu suggeriert diese verlieren nie an Wert – „warum also darum kümmern“ – so die Unterstellung des deutschen Verhaltens. Leider traut sich die Immobilienwirtschaft an dieses Transparenzthema nur sehr verhalten ran und findet auf der Eigentümerseite auch oftmals kein Gehör – wohl wissend, dass zwichen Sanierungsstau und Wertverlust sich die sichere Wertsteigerung der letzten 50 jahren eben nicht mehr flächendenkend einstellt. Das tut kurzfristig beiden weh – Eigentümer/Verkäufer und Berater – brächte aber eine besondere Glaubwürdigkeit und würde eine Dynamisierung und Professionalisierung des Geschäfts nach sich ziehen.

    Solange in unserem Bundeshaushalt bzw. im BMF der Buchwert „Immobilienvermögen“ noch immer mit rund 5 Billionen € geführt wird, und kein Poltiker bzw. unsere Branche dieser Zahl etwas realistischeres gegenüberstellt, solange werden auch die sinnfreien Forderungen nach Erhöhung der Grundwerbsteuer leider das Vehikel Immobilie als stabil bzw. sicher darstellen.

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