Alles dafür tun, dass 2012 ein gutes Jahr wird

16.Dezember 2011   
Kategorie: Der Immobilienbrief, News

Rechtsanwalt Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des VGF Verband Geschlossene Fonds e.V.

Es gehört zu den Traditionen unserer Branche, dass am Ende eines Jahres die Marktteilnehmer um einen Ausblick auf das Kommende gebeten werden: Wie wird das nächste Jahr für die Branche der geschlossenen Fonds? Auch der VGF wird regelmäßig um eine Einschätzung gebeten.

Wir haben uns gefragt, wie sinnvoll ein Ausblick für 2012 sein kann. Denn gerade das hinter uns liegende Jahr 2011 hat gezeigt, wie wahr der Volksmund spricht, wenn er sagt: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Wir sind mit vorsichtig optimistischen Prognosen in dieses Jahr gegangen. Doch statt der erwarteten Stabilisierung haben wir 2011 gesehen, wie stark das gesamtwirtschaftliche Umfeld unseren Markt beeinflusst. Kaum jemand kann die Zusammenhänge, auf die die Märkte derzeit reagieren, noch komplett überblicken. Zwischen Euro-Rettung und Rating-Abstufung von Banken und Staaten wissen Anleger nicht mehr, wohin. Die Verunsicherung geht tief.

Wir verzichten daher auf den Blick in die Glaskugel. Welche Marktsegmente sich 2012 besonders gut entwickeln werden, wie hoch das Platzierungsvolumen sein wird – das alles lässt sich allenfalls vage fassen. Stattdessen wollen wir unser Augenmerk auf einige Aspekte lenken, die uns das Jahr 2011 gezeigt hat – und die wir nach meiner Überzeugung auch im kommenden Jahr sehen werden.

Da ist zum einen die Bedeutung von Platzierungszahlen. Sie werden traditionell zur Bewertung des Marktes herangezogen. 2011 waren sie nicht nur wenig erfreulich – sie haben auch den Blick auf das Wesentliche verstellt. Eine ganze Branche – vom Anbieter über Vertriebe bis zu den Beratern – hat hart gearbeitet. Um einzelne Fonds in wirtschaftlicher Not und um das Vertrauen der Anleger. Das war schwierig. Aber es ist so oft gelungen, dass die „hunderten Fondspleiten“, die man uns noch zu Beginn des Jahres vorausgesagt hat, sehr viel weniger als das waren. Diese Krise zeigt, dass es mehr denn je auf die innere Qualität des Produkts ankommt, auf die Performance, auf sein Management. Diesem Thema wird sich der Verband 2012 verstärkt widmen.

Zum anderen hat 2011 zwei wichtige Weichen gestellt: Die AIFM-Richtlinie ist in Kraft und muss bis 2013 in nationales Recht umgesetzt werden. Der Bundestag hat das Vermögensanlagengesetz verabschiedet, es wird Mitte 2012 in Kraft treten. Damit ist die umfassende Regulierung geschlossener Fonds im Hinblick auf Produkt, Anbieter und Vertrieb auf dem Weg. Die Anbieter müssen sich nun auf die daraus erwachsenden Anforderungen einstellen.

Darüber hinaus haben wir uns auch öffentlich für das Produkt geschlossener Fonds stark gemacht. Die Kampagne, mit der wir über geschlossene Fonds informieren und deren volkswirtschaftliche Bedeutung zeigen, hat ein unterschiedliches Echo hervorgerufen. Der große Teil des Marktes findet es gut, dass endlich etwas für das Produkt geschlossener Fonds getan wird. Das spiegeln uns die unzähligen Reaktionen aus Vertrieben und Emissionshäusern wider. So daneben können wir also nicht liegen, wie der ein oder andere selbsternannte Kampagnenexperte meint. Unter dem Strich bleibt: Jede Diskussion, jeder Austausch dazu kann die Branche nur voranbringen. Uns hat es jedenfalls gezeigt, wer daran interessiert ist, sich für die Sache der Branche zu engagieren. Unser Dank geht an alle, die das Projekt kritisch begleitet und engagiert vorangetrieben haben. Wir werden die Kampagne 2012 weiter ausbauen und die inhaltlichen Schwerpunkte aktualisieren.

Inhaltliche Schwerpunkte sind auch das Stichwort für das erste große Verbandsprojekt 2012. Am 7. und 8. Februar des kommenden Jahres findet wieder der VGF Summit in Frankfurt am Main statt, nun schon zum dritten Mal. Trotz aller Krise ist die Ausstellungsfläche nahezu ausgebucht, jedes der 20 Panels hat bereits einen Host. Das zeigt uns, dass sich der Event etabliert hat. Thematisch sind die Assetklassen Immobilien und Erneuerbare Energien und Fragen des Vertriebs Schwerpunkte. Sie sehen, auch ohne die sprichwörtliche Glaskugel gibt es einiges für 2012 zu sagen. Das wichtigste aber ist: Die Mitglieder des VGF tun alles dafür, dass 2012 ein gutes Jahr wird. Dabei werden wir sie nach Kräften unterstützen. ■

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