Baupreise ziehen in Deutschland weiter an

 

Viele Planungen gehen nicht auf

Die Baupreise im Hochbau sind nach Recherche von Drees & Sommer derzeit durchschnittlich rund 6,8% höher als in den Planungen der Bauherren und Auftraggeber vorgesehen. Generalunternehmer-Leistungen und insbesondere komplexere Gewerke liegen im Durchschnitt sogar mehr als 10% über den eingeplanten Kosten. Bei Stahl- und Metallbau, Dach- und Fassadenarbeiten sowie bei Glasfassaden gebe es nur sehr geringe Angebotsrückläufe, so dass auch hier in Zukunft mit hohen Preissteigerungen zu rechnen sei. (WR)

 

Insgesamt hätten sich die Preise bei allen Bau-Leistungsbereichen erhöht. Im Drees & Sommer-Stimmungsbild wurden mehr als 100 Hochbau- und Engineering-Experten befragt und die von den Bauherren veranschlagten Budgets im Volumen von ca. 10 Mrd. Euro mit den tatsächlichen Auftragskosten Leistungen verglichen. Auf Basis der Angebotsrückläufe auf die Ausschreibungen wurden die künftig kritischen Leistungsbereiche identifiziert. Dem D&S-Stimmungsbild zufolge müssen Auftraggeber insbesondere bei Generalunternehmer-Leistungen für das Gesamtgebäude und für die Gebäudetechnik mit Preissteigerungen von durchschnittlich mehr als 10% rechnen. Das gelte auch für technische Bauleistungen wie die Gebäudeautomation, lüftungstechnische Anlagen sowie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Hier gäben oft nur ein Viertel der angefragten Firmen überhaupt noch ein Angebot ab. Im Fazit mahnt D&S aufgrund der insgesamt überfüllten Auftragsbücher genügenden Vorlauf bis zum Baubeginn an. Kurzfristige Auftragsvergaben führten zu „enorm hohen Kosten“.

 

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