Blick in die Glaskugel: 100 Mrd. Euro Grenze machbar?

CB Richard Ellis wagt den Blick in die Glaskugel und geht von mehr als 100 Mrd. Euro Investitionsvolumen auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt im Jahr 2010 aus. Das sind immerhin 27 Mrd. Euro mehr als 2009. Nachdem das Transaktionsvolumen im letzten Jahr einen starken Einbruch hinnehmen musste, dürften 100 Mrd. Euro eine realistische Größe sein. Die Vorzeichen sind durchaus positiv. Wenn auch kein Grund zur Euphorie besteht. 2011 wird unserer Meinung nach noch ein schwieriges Jahr für die Immobilie werden. Vor allem Banken stehen dann vor einem CMBS-Refinanzierungsproblem. Das wird die Kreditvergabe, die gerade erst wieder beginnt, erneut treffen.

Besonders die Immobilienwirtschaft, die der Konjunktur immer 1 bis 2 Jahre hinterherhinkt wird erst 2012, unsere Meinung nach, nachhaltig aufatmen können. Bisher ist die Branche noch glimpflich davon gekommen.

Als besonders bemerkenswert bezeichnet CBRE die Verbesserung auf den Finanzierungsmärkten. Während es kaum Änderungen bei den Kreditbedingungen gibt, hat die Zuversicht der Kapitalgeber deutlich zugenommen. Dies ist der einfacheren Verfügbarkeit von Finanzierungen für Neubauprojekte und den verbesserten Konditionen im Bereich der so genannten Mezzanine-Finanzierungen zu verdanken. Das größere Interesse an Produkten unterhalb des Core-Segments sorgt für eine Zunahme der Investmentaktivitäten über die Premium-Produkte hinaus.

 CB Richard Ellis geht für das Gesamtjahr 2010 von einem Transaktionsvolumen in Europa von mehr als 100 Milliarden Euro aus. Dabei spielt die Belebung des Sekundärmarktes, auf dem opportunistische Investoren Objekte mit Wertsteigerungspotenzial erwerben, eine zentrale Rolle. Gegenwärtig ist das Investoreninteresse an diesem Marktsegment noch in erster Linie auf Großbritannien und Frankreich beschränkt, CBRE rechnet allerdings mit einer Ausweitung auf andere Volkswirtschaften in Westeuropa und auch auf Deutschland.

 Fabian Klein, Head of Investment bei CB Richard Ellis in Deutschland, kommentiert: „Das aktuell sehr geringe Angebot an erstklassigen Immobilien führt dazu, dass viele Investoren keine Anlagemöglichkeiten finden. Diese beginnen nun, aufgrund der besseren ökonomische Fundamentaldaten, besseren Finanzierungsmöglichkeiten und stabilen Flächennachfrage, Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. In Großbritannien und Frankreich gab es dementsprechend schon die ersten Akquisitionen. Deutschland, aber auch Polen und Spanien werden die nächsten Märkte sein, wo wir opportunistische Investitionen in Gewerbeimmobilien in einem größeren Umfang sehen werden.“

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