Deka Immobilien Monitor 2011

2010 war für Deka-Vorstand Matthias Danne das Jahr der gespaltenen Märkte. Während sich das kleine Segment der Core-Märkte sehr positiv entwickelt, fanden in den Secondaries bei gleichzeitig schwacher Mietentwicklung kaum Aktivitäten statt. Gespalten sei der Markt auch bei Offenen Immobilienfonds. Im Publikumsbereich würden die großen Gesellschaften erfolgreich sein, während die spezialisierten kleinen Gesellschaften vor allem im institutionellen Bereich und bei vermögenden Anlegern Chancen hätten. Die Immobilienmärkte laufen der Konjunktur 12 bis 18 Monate hinterher. Der Markt werde sich drehen, jedoch bestehe viel Nachfrage nach Core. Kleine Städte mit wohl 90% des Gesamtangebotes lägen brach. Herausforderungen würden die Prolongationen der kommenden drei Jahre bringen. Nach wie vor erwartet Danne Notverkäufe. Objekte der Boomphase seien oft „overleveraged“. Normale Verkäufe sind deshalb schwer vorstellbar. Es werde zu Bankverwertungen kommen. Zur DekaBank selber berichtet Danne von einem erfolgreichen Jahr. Die Planziele seien gut erreicht. Der Fondsabsatz lag gut im Plan. Kreditgeschäft und Syndizierung sind gut gelaufen ebenso wie die Immobilienfonds. Hier lief insbesondere auch das Vermietungsgeschäft gut.

     Der Blick auf den Immobilienmarkt von Research-Chef Karsten Junius ist positiv. Der deutsche Büromarkt profitiere vom weltweiten Wirtschaftswachstum. Der Leerstand werde auf 11,2% zurückgehen. Gleichzeitig würden die Büromieten um zwei Prozent im Jahr 2011 zulegen. Zwischen 2011 – 2015 seien auch Mietwachstumsraten von 4% p.a. möglich. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa bleibe jedoch zweigeteilt. London und Warschau sind unter Gesamtertragsgesichtspunkten die europäischen Top-Standorte. Für die deutschen Büromärkte rechnet die DekaBank in den Jahren 2011 bis 2015 mit durchschnittlichen Gesamterträgen zwischen 4,6 und 5,7% pro Jahr. Dies liegt auf Grund der Stabilität Deutschlands unterhalb des europäischen Durchschnitts von 6,3%. Insgesamt erwarten die DekaBank-Analysten im nächsten Jahr eine zweigeteilte Entwicklung der Wirtschaft in Europa. In Ländern mit strukturellen Problemen wie zum Beispiel Spanien, Irland, Portugal, Italien und Griechenland werden die Wachstumsraten deutlich niedriger liegen als vor der Finanzkrise. Auf der anderen Seite profitieren Staaten wie Deutschland, Österreich, Finnland und die Niederlande von dem erwarteten Wachstum der Weltwirtschaft von 4% im nächsten Jahr. Insgesamt prognostizieren die DekaBank-Analysten steigende Preise bezogen auf die Mietrelationen. In Euroland werden Gesamterträge von durchschnittlich 8,1% in 2011 und 6,2% für 2012 erwartet. Top-Standorte unter Gesamtertragsgesichtspunkten werden zwischen 2011 bis 2015 London City, Warschau, Madrid, Paris und Prag sein.

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