DekaBank mit guten Geschäftszahlen im ersten Halbjahr

 

Bestes Wetter lockte wieder die gesamte Führungsspitze der DekaBank sowie einen Großteil der relevanten Pressevertreter auf die Dachterrasse des Frankfurter Palmengartens zum alljährlichen Sommerempfang des Frankfurter Bankhauses. Dabei wurden unter anderem auch die Halbjahreszahlen des Konzerns vorgestellt, die wie nicht anders zu erwarten, erneute besser als im Vorjahr ausfielen. Die Banker profitieren von der Suche nach Kapitalanlagemöglichkeiten privater und institutioneller Kunden.

 

Vorstandsvorsitzender Michael Rüdiger ist zufrieden mit dem bisherigen Geschäftsjahr 2017. Der Wachstumskurs des Bankhauses setzt sich fort. Eingetrübt wird das gute Geschäft lediglich von wachsenden Risikoszenarien durch die geopolitische Lage. Doch zunächst zu den reinen Zahlen.

 

Das wirtschaftliche Ergebnis lag mit 241 Mio. Euro 5% über dem Vorjahreswert. Getrieben vor allem durch das gesteigerte Provisionsergebnis, dass mit 573 Mio. Euro 13% über dem gleichen Zeitraum 2016 lag. Die Eigenkapitalrentabilität der Bank liegt bei 10,7% und bei einer Kernkapitalquote von 18%.

 

Die Produkte der Sparkassentochter erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Kunden. So lag der Nettoabsatz der Fondsprodukte und Zertifikate bei 13 Mrd. Euro. Das sind satte 40% mehr als 2016. 6 Mrd. entfallen dabei aus das Retailgeschäft und 7 Mrd. auf institutionelle Kunden. Die Total Assets, nicht zu verwechseln mit der Bilanzsumme, stiegen von 257 Mrd. Euro auf 270 Mrd. Euro.

 

Das Bankhaus setzt derzeit vor allem auf die Vermittlung von Wertpapiersparverträgen. Davon konnten bisher 3,8 Mio. geschlossen werden. Jeder zehnte Sparkassenkunde hat damit bereits einen Wertpapier-Sparplan im Portfolio. Die DekaBank will sich damit stark machen für eine Ausweitung der Wertpapierkultur in Deutschland. An jedem Öffnungstag einer Sparkassenfiliale wurden im Schnitt 2.300 neue Deka-Sparpläne abgeschlossen. Allein 2017 wurden bereits 300.000 neue Verträge geschlossen. Mehr als im Gesamtjahr 2016.

 

Geprägt ist das Geschäft der DekaBank derzeit vor allem durch die weiter wachsende Regulatorik. Allein die Umsetzung der vier großen Themen MiFID II/MiFIR, Investmentsteuereformgesetz, IFRS 9 und BCBS 239 kosten die Bank in diesem Jahr bereits 60 Mio. Euro. Darüber hinaus beschäftigen die Banker auch das geopolitische und binnenwirtschaftliche Umfeld. Während in Deutschland der Wachstumskurs der Wirtschaft fortgesetzt wird und mit einem Wachstum von 2% zu rechnen ist, sei das Risiko vor allem von geopolitischen Entwicklung unabschätzbar, so der DekaBank Vorstand. Sorgen machen vor allem die Entwicklungen in Nordkorea und die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen und politischen Risiken. Potenzielle Anleger ließen sich dann durch Meldungen bezüglich der Aktienmärkte und der Turbulenzen um den US-Dollar verunsichern.

 

Für das dritte Quartal erwartet die DekaBank ein weiter positives Umfeld. Der deutsche Anlegermarkt biete weiterhin reichlich Potenzial. So stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im ersten Quartal 2017 deutlich um gut 84 Mrd. Euro auf 5,7 Bio. Euro. Dabei setzen die Deutschen weiterhin eher auf der Horten von Kapital als auf Kapitalanlageprodukte. 2,2 Bio. Euro werden als Bargeld oder Sichteinlagen derzeit gehalten. Das bedeute, dank Nullzinspolitik und einer Inflationsrate von 1,6%, eine Geldvernichtung von 35 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Rüdiger mit einem wirtschaftlichen Ergebnis auf Vorjahresniveau.

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