DeutscheHypo Index – wie aus Stagnation eine Phase des „Luftholens“ wird

Das Immobilienklima, dass monatlich von der DeutschenHypo ermittelt wird, stagniert im April bei 123,3 Punkten. Dabei ist, lt. DeutscheHypo das Bild von Unsicherheit geprägt. Daher geht das Unternehmen davon aus, dass der Index im zweiten Quartal stabil bleiben wird.

Das Industrieklima konnte mit einem Anstieg von 8% auf 126 Punkte am meisten profitieren. Der Teilindikator erreicht damit Werte, die mit dem letzten Peak im Januar 2012 (128,6 Punkte) vergleichbar sind und womöglich mittelfristig auf den absoluten Höchstwert von 137,4 Punkten aus dem Mai 2011 zusteuern.

Das Wohnsegment kehrt nach Rückgängen im März mit 5,2% Plus im April wieder auf ein sehr hohes Niveau von 169,2 Punkten zurück.

Die Segmente Büro und Handel sind dagegen wieder eingetrübt. Das Büroklima notiert bei 108,7 Punkten (-2,5%) und das Handelsklima bei 116,9 Punkten (-0,9%).

Mit 221,4 Punkten sinkt die Immobilienkonjunktur leicht um 0,5 Prozent und bleibt auf einem hohen Niveau. Die Ähnlichkeit zum letzten Peak aus dem 1. Halbjahr 2007 täuscht allerdings. Der Gesamtmarkt ist zurzeit nicht vergleichbar stark, dafür zeichnet sich der Investmentmarkt durch außerordentlich hohe Liquidität aus.

Für die DeutscheHypo bedeuten die Zahlen eine Phase des „Luftholens“ für den deutschen Immobilienmarkt. Gleichzeitig gehen die Hannoveraner jedoch davon aus, dass das Bürosegment auch in diesem Jahr unter schwierigen Finanzierungsbedingungen leiden wird. Das treibt zwar die Mieten und das Investmentinteresse, bedeutet aber gleichzeitig ein Stagnieren auf 2012 Level. Hoffnung setzt die DeutscheHypo in die Teilindizes Industrie und Handel, die auf weiteres Wachstumspotential hindeuten.

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