ECE – Auf zu neuen Ufern

Mit einem Blick auf die Entwicklung der letzten 10 Jahre feierte die Hamburger ECE, europäischer Marktführer und Trendsetter im Management von Shopping Centern mit 500 Szenegästen auch 10 Jahre unter der Ägide des Vorstandschefs Alexander Otto, der am 1. Juli 2000 die Nachfolge von Heinrich Kraft als Vorsitzender der ECE Geschäftsführung übernommen hatte. Die Ausgangslage im Jahr 2000 war im Einzelhandel durch zunehmende Konzentration bei Internationalisierung geprägt. Investoren bei ECE-Projekten waren lediglich rd. 10 langjährige Partner wie Deutsche Bank oder DZ Bank, die i.d.R. über geschlossene Fonds investierten. Im Centerbau dominierten zahlreiche große Generalunternehmer. In Deutschland war schon damals die Genehmigungssituation eher restriktiv. Das Ausland war liberal. Es gab aber national wenig Wettbewerber. Zehn Jahre später, 2010, dagegen sieht der Einzelhandel eine deutlich erhöhte Konzentration und Internationalisierung und den Niedergang der Warenhäuser. Inzwischen finanzieren ca. 50 deutsche und internationale Partner ECE-Centerprojekte. Im Bau sind nur noch wenige Generalunternehmer verblieben. Einzelvergaben dominieren. Die emotionale Genehmigungsdiskussion ist in Deutschland einer spürbaren Versachlichung bei gleichzeitig hohen Anforderungen gewichen. Dagegen wird das Ausland restriktiver. Geringer nationaler Wettbewerb ist intensivem internationalen Wettbewerb gewichen.

     Das spiegelt sich in der ECE-Unternehmensentwicklung. 2000 managte die ECE mit 1 500 Mitarbeitern 60 Center im Wert von 6,5 Mrd. Euro ausschließlich in Deutschland mit einer Verkaufsfläche von 1,5 Mio. qm (rechnerischer Wert pro qm ca. 4 333 Euro). Marktdurchdringung in Ostdeutschland, Markteintritt in Osteuropa, Erweiterung der Investorenbasis und stärkere Diversifizierung waren 2000 die strategischen Eckpunkte. Heute managen 3 000 Mitarbeiter 116 Center mit 3,6 Mio. qm Verkaufsfläche im Wert von 18 Mrd. Euro in 12 Ländern. Office Projekte, Traffic-Projekte, Industries-Projekte erweiterten das Tätigkeitsfeld. Die Vermietung der ECECenter liegt seit 1996 mit einer Ausnahme im Jahr 2003 mit damals „nur“ 99,0% sonst immer zwischen 99,6% und 100%. Aktuell steht antizyklisch die Expansion nach Spanien an. In 9 der 15 beliebtesten Retail-Länder wird die ECE zukünftig vertreten sein.

  Mieter- und Branchenmix, Platzierung und Qualität der Ankermieter, sowie Funktionalität, Parken und fußläufige Innenstadtlage sind nach einer ECE-Mieterumfrage am wichtigsten. An aktuellen Trends steht die Revitalisierung von in die Jahre gekommenen Shoppingcentern ganz oben auf der Agenda. Europa Passage und Hamburger Meile sind erste Erfolgsbeispiele. Auch die Kö Galerie, die Mitte der 80er ans Netz ging, steht ebenso auf der Liste, wie die erst im September 2002 eröffnete Altmarkt Galerie in Dresden. Zweiter Trend ist die aufwändige und sehr individuelle Integration von Centern in die Innenstädte. Beispiele sind hier neben den berühmten Objekten Schloss-Arkaden Braunschweig und Limbecker Platz Essen und den Bahnhofsnahen Entwicklungen die Rathaus-Galerie Leverkusen, Rhein-Galerie Ludwigshafen, Europa-Galerie Saarbrücken, Thier-Galerie Dortmund, Schlosshöfe Oldenburg.

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