EXPO REAL 2009 – Krise lässt Platz zum Atmen

Am heutigen Montag begann die Expo Real, die, neben der Mipim in Cannes, größte Gewerbeimmobilienmesse in Europa. Vom 5.-7. Oktober tummelt sich auf dem Münchner Messegelände alles was in der Szene Rang und Namen hat. Allerdings geht auch die Krise nicht spürlos an der Expo Real vorbei. 1600 Aussteller aus 34 Ländern bedeutet einen Rückgang von 15% gegenüber dem letzten Jahr. 6 Hallen sind diesmal Schauplatz des Geschehens. Eine weniger als 2008. Auch die „Nebenlagen“ in den Hallen sind deutlich leerer als in den vergangenen Jahren.

Die Stimmung ist dabei besser als die nackten Zahlen verraten. Vor einem Jahr war der Zusammenbruch von Lehmann noch frisch und lösste in der Immobilien- und Finanzwelt blanke Panik aus. Opportunisten zogen sich blitzartig aus dem Markt zurück. Die am Abgrund stehenden Banken stellten das Kreditgeschäft ein. In Jahr 1 nach der Lehman-Pleite hat sich der Markt stabilisiert. Das meint zumindest Hubertus Kobe von DTZ Retail Services. 2008 herrschte Verzweiflung ergänzt André Langmann, Chef der GRR AG aus Erlangen. Inzwischen scheint sich die Finanzierungslage zu verbessern. Das meint auch Roy Freydling, Deutschland-Chef von Savills. Kredite bis 50 Mio. Euro seien demnach kein Problem.

Tag 1 der Immobilienmesse endet mit dem Fazit, dass sich die Lage etwas entspannt hat und wieder mehr Geschäfte gemacht werden. Das stellt auch Ralph Müller, Head of Realtionship Management/Funds bei Garbe fest. Opportunisten aus England und den USA klopfen bereits mit dem Scheckheft an die Türen.  Es sind die richtigen Leute vor Ort. Man hat viel Zeit zu reden. Es herrscht Normalität wie vor dem Boon. Motto: „Weniger Party, mehr Arbeit.“

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