Fachmärkte und Fachmarktzentren topp in der Investorengunst

Fachmärkte und Fachmarktzentren waren 2017 mit 44% Marktanteil bzw. rund 6,2 Mrd. Euro auf dem deutschen Markt für Handelsimmobilien stark nachgefragt. Das Investitionsvolumen legte in dieser Assetklasse nochmals deutlich um 906 Mio. Euro (17%) zu. Lebensmitteldiscounter folgten mit 490 und Bau- und Heimwerkermärkte mit 470 Mio. Euro. Das vergangene Jahr sei von disruptiven Veränderungen im Einzelhandel geprägt worden, erläutert Jan Dirk Poppinga, Co-Head of Retail Investment bei CBRE.  Dabei habe sich der Lebensmitteleinzelhandel als sehr stabil gezeigt.

Investitionsvolumen nach Assetklassen

Investitionsvolumen nach Assetklassen

Ein Pluspunkt von Fach- und Nahversorgungszentren sei ihre oftmals attraktive Investment-Losgröße für eine hohe Zahl an Investoren auch mit Investitionssummen unterhalb institutioneller Mindestgrößen. Hinzu käme die einfache Handhabung im Asset-Management. Bei Fachmärkten und Fachmarktzentren habe die Portfolioquote mit 65% deutlich höher als bei deutschen Einzelhandelsimmobilien insgesamt mit 51% gelegen. Allerdings fallen in diese Kategorie auch Nahversorgungszentren und verschiedene Stand-Alone-Objekte aus dem Food- und Non-Food-Bereich wie SB-Warenhäuser, Verbraucher- und Supermärkte und Discounter sowie Bau-, Möbel- und Fachmärkte und Cash&Carry-Märkte, die einzeln nicht für internationale Investoren geeignet sind. Der Anteil heimischer Investoren liege – für „Der Immobilienbrief“ erwartungsgemäß – mit 80% deutlich über dem nationalen Anteil bei deutschen Handelsimmobilien insgesamt mit 63%. Insgesamt entfielen rund 730 Mio. Euro bzw. 12% auf die 7 deutschen Investmentzentren, die insgesamt einen Anteil von 21% erreichten. Vor dem Hintergrund typischer Lagen und Objektvolumina von Fachmärkten und Fachmarktzentren sind diese Rechercheergebnisse eher wenig überraschend. Die Nettoanfangsrendite sei auf Grund hoher Nachfrage und immer knapperen Angebotes für Fachmarktzentren zum Jahresende 2017 auf 4,60% und für Non-Food-Fachmärkte auf 5,40% gesunken. Bau- und Heimwerkermärkte sanken in der Spitzenrendite auf 5,40%. Mangels Neubau würden jetzt verstärkt gut im Markt positionierte Objekte mit Modernisierungsbedarf gehandelt werden.

 

 

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