Frankfurt erreicht weniger als halbe Berliner Bürovermietung

8.Januar 2016   
Kategorie: Der Immobilienbrief

In der deutschen Bürovermietung scheint sich der Rollentausch zu stabilisieren. NAI apollo group gab kurz vor Redaktionsschluss die Eckdaten zum Frankfurter Büroflächenvermietungsmarkt herein. Wir fassen nach Eingang der Meldungen in der kommenden Woche die dann abgeglichenen Daten der Maklerhäuser für Sie zusammen. NAI sieht als Eckwerte für Frankfurt eine Steigerung des Flächenumsatz um 6,6% auf 394 000 qm. Der Leerstand bleibt stabil bei 10,9%. Spitzenmieten und Durchschnittsmieten bleiben mit 39,20 Euro und 20,50 Euro konstant. Für 2016 gibt NAI eine positive Prognose. Berlin hat übrigens (siehe unten) lt. Aengevelt eine Vermietungsleistung von 894 000 qm geschafft.

Der Frankfurter Büroflächenmarkt inkl. Eschborn und Offenbach-Kaiserlei hat nach dem schlechten Abschneiden im Jahr 2014 wieder leicht angezogen. Der Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer blieb aber mit 394 000 qm deutlich unter dem zehnjährigen Mittel von 454 100 qm. Im Q4 sei mit 114 500 qm ein guter Vermietungswert erreicht worden, NAI bezeichnet dennoch 2014 und 2015 als sehr schwierige und zähe Jahre. Bei verhaltener Nachfrage seien zudem dem Markt durch Vertragsverlängerungen ca. 100 000 qm an Umsatz entgangen. Im Vergleich zu den Boomjahren zeige sich mit 10 Abschlüssen und 86 400 qm. Der absolut stärkste Anstieg konnte mit 9 Deals bzw. 54 400 qm  in der Größenklasse 5 000 bis 10 000 qm realisiert werden. Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen waren mit 75 700 qm und einem Marktanteil von 19,2% wichtigste Mietergruppe. Beratung kam auf gute 14,2%  und Kommunikation und IT auf 11,3%. Die zentralen Teilmärkte der Innenstadt standen mit 249 400 qm bzw. einem Anteil von 63,3% unverändert im Fokus der Nachfrage. Durch den Eigennutzerkauf der DVAG mit 32 000 qm blieb das Bahnhofsviertel mit 55 300 qm vor dem Bankenviertel mit 52 800 qm.                 

     Der Leerstand liegt bei 1,251 Mio. qm Bürofläche. Daraus errechnet sich eine aktuelle Leerstandsquote von 10,9%, die damit gegenüber dem Jahresende 2014 um 0,4%-Punkte gesunken ist. Im stark nachgefragten CBD beziffert sich der marktaktive Leerstand auf 551 000 qm. Der Anteil von hochpreisigen Flächen mit einem durchschnittlichen Angebotsmietpreis oberhalb von 30 Euro ist nahezu ausschließlich im CBD zu finden, so NAI. Von den im Q4 fertig gestellten Büroflächen von 43 300 qm sind nur noch weniger als 15% verfügbar. Für das Gesamtjahr 2015 liegt das Fertigstellungsvolumen bei 110 500 qm bei gleichzeitigen Abgängen in Höhe von 216 200 qm. Hieraus berechnet sich zum Jahresende ein aktueller Flächenbestand von 11,522 Mio. qm.

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