Fundus erzielt Einigung

Als „angemessene Lösung in schwierigen Zeiten“ hat Anno August Jagdfeld die Einigung bezeichnet, die jetzt zwischen den Eigentümern des Hotel Adlon (FUNDUS Fonds 31 KG) und der ADLON Holding GmbH geschlossen wurde. Demnach verzichtet diese auf Schadensersatzansprüche sowie weitere rechtliche Schritte. Im Gegenzug erhalten die Fondsgesellschafter einen Besserungsschein über die für 2009 ausfallenden strittigen Pachtbeträge der ADLON Holding, da diese die gepachteten Flächen nicht vertragsgemäß nutzen konnte. „Damit ist der wirtschaftlich einzig sinnvolle Weg beschritten worden, der den berechtigten Interessen beider Seiten gerecht wird“, erläutert Jagdfeld, persönlich haftender Gesellschafter der Adlon KG. Hintergrund dieser Einigung waren Differenzen zwischen der FUNDUS Fonds 31 KG als Verpächter und der ADLON Holding als Pächter der Flächen auf der Rückseite des Hotel Adlon (sog. Adlon-Südseite). Denn die dort ansässigen Betriebe wie etwa das ADLON Day Spa oder das Gourmetrestaurant MA konnten ihren Betrieb aufgrund von Baumaßnahmen, die sie nicht zu vertreten hatten, erst deutlich später als vereinbart aufnehmen. Im Vertrauen auf einen fristgemäßen Abschluss der Arbeiten hatte die ADLON Holding jedoch 63 Mitarbeiter angestellt, die in der Folgezeit nahezu beschäftigungslos waren. Denn bei Baulärm, der u.a. durch das Einbringen von 10.000 Dübeln im Gebäude entstanden ist, war ein ordnungsgemäßer Geschäftsbetrieb in einer Wellness-Oase unmöglich. Das Adlon Day Spa hatte daher erst zehn Monate später vertragsgemäße Arbeitsbedingungen; das Restaurant MA konnte erst vier Monate später seine Eröffnung feiern – und dies zu einem denkbar ungünstigen Termin im Sommer. Der ADLON Holding entstanden so insgesamt, einschließlich der Anlaufkosten wie etwa für das Eröffnungs-Marketing, Verluste von ca. 3 Millionen Euro. Die getroffene Einigung sieht nun vor, dass der Pächter seine Verluste selbst trägt und auf mögliche Ansprüche verzichtet. Im Gegenzug verzichtet der Verpächter auf die Pacht für 2009. Seine Gesellschafter erhalten dafür einen Besserungsschein, mit der sich der Pächter verpflichtet, die ausstehenden Beträge ab 2010 aus seinen Gewinnen zu begleichen. „Diese Lösung vermeidet unnötige und unkalkulierbare rechtliche Auseinandersetzungen. Sie ist vom Gedanken getragen, in Zeiten der Wirtschaftskrise partnerschaftlich miteinander umzugehen“, so Jagdfeld. Nur so ist gewährleistet, dass die anspruchsvolle Entwicklung der Adlon-Südseite fortgesetzt wird. Genau dies ist der einzige Geschäftszweck der ADLON Holding, die mit ihren hochwertigen Betrieben das notwendige Ergänzungsangebot für das Hotel schafft, für das es im übrigen keinen Alternativbetreiber gibt.

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