Globale Impulse pushen Hotelmärkte – Aktuelle Stimmung trübt sich ein

Wie sichern institutionelle Investoren ihre Cash Flows, war die Frage, mit der sich die Researcher von Bulwiengesa vor kurzem beschäftigten. Globalisierungseinflüsse schlagen sich stark im deutschen Hotelsektor nieder, der in den letzten Jahren eine Investment-Renaissance erlebte. Mit 30,3 Mio. Übernachtungen hatte laut Bulwiengesa-Vorstand Andreas Schulten Berlin einen Auslandsanteil von 45,2%. Prozentual war der Ausländeranteil in München mit 14,2 Mio. Übernachtungen und 50,1% Auslandsanteil und Frankfurt mit 8,7 Mio. Übernachtungen und knapp 46% sogar noch höher. Dennoch trübt sich aktuell die Stimmung ein wenig ein, wie Union und hospitalityInside berichten.

 

Die Stimmung am Hotelinvestmentmarkt hat sich im Frühjahr 2016 etwas eingetrübt. Das ergab das hospitalityInside „INVESTMENT BAROMETER Frühjahr 2016“. Dennoch bleibt die Markteinschätzung insgesamt auf einem hohen Niveau positiv. Die leicht abgekühlte Stimmung an den Hotelmärkten sei nach den Höhenflügen der letzten Jahre nicht verwunderlich, kommentiert Andreas Löcher von Union Investment Real Estate die Ergebnisse der Umfrage, die der Augsburger Fachverlag hospitalityInside in Kooperation mit Union im Mai durchgeführt hat.

 

Insbesondere die Anschläge in Europa und die Unwägbarkeiten und Risiken rund ums Mittelmeer hätten für den Tourismus teilweise zu massiven Einbrüchen der Hotelbelegung geführt. Die Umsatzerwartungen für die Branche sind in der Umfrage ebenfalls rückläufig, jedoch sind immer noch drei Viertel der Befragten von weiterhin guten bis sehr guten Geschäften für die Branche überzeugt. Das gilt auch für die übrigen Einzelindizes: Die aktuelle Situation und die Erwartungen für das eigene Geschäft in den nächsten sechs Monaten beurteilten die Befragten optimistischer als für den gesamten Markt. Die Stimmung im Hinblick auf das Development neuer Hotels konsolidiert jetzt nach vorherigem starken Anstieg.

 

Dennoch schließen alle Einzelindizes mit dem zweithöchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Herbst 2013. Als „Outperformer“ 2016 erwarten die befragten vor allem München und London. In München suchten noch immer eine Vielzahl von Hotelketten seit langer Zeit erfolglos nach ihrer ersten Opportunität, begründet Union die Wahl. In London habe die Gefahr eines Brexit bislang noch keine wesentliche Auswirkung auf den Hotelmarkt. An beiden Standorten seien und blieben neue Hotelstandorte rar.

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