Grunderwerbsteuer sorgt für Rekordeinnahmen bei Ländern

Die Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer sind im ersten Halbjahr 2015 auf einen neuen Rekordwert von 5,3 Mrd. Euro geklettert. Lt. Schätzungen des Statistischen Bundesamtes kassieren die Länder in diesem Jahr erstmals mehr als zehn Mrd. Euro durch die Grunderwerbsteuer. Damit hat sich die Steuer in den vergangenen 5 Jahren fast verdoppelt. Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen kritisiert, dass in den vergangenen 9 Jahren die Grunderwerbsteuer insgesamt 26 mal durch die Länder erhöht wurde. Es könne nicht sein, so der BFW, dass Länder und Kommunen versuchen, über immer höhere Grunderwerbsteuern ihre Haushaltslöcher zu schließen und so das Wohnen für die Bürger immer teurer machen zu wollen.

Neben der Grunderwerbsteuer müssten Immobilienkäufer Notarkosten von 2% und Maklergebühren von bis zu 7,14% zahlen. Bei einem Höchstsatz von 6,5% Grunderwerbsteuer in Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg müssten Käufer so bis zu 15,6% Nebenkosten bei einem Immobilienkauf kalkulieren. Die Schmerzgrenze sei damit für immer mehr Immobilienkäufer aus der Mittelschicht erreicht, so der BFW. Das Ziel die Eigentumsquote zu erhöhen werde dadurch konterkariert. Besonders eine Sonderregelung des Länderfinanzausgleichs sei für viele Käufer ärgerlich: Demnach stehen Mehreinnahmen aus der Erhöhung der Grunderwerbsteuer dem betreffenden Bundesland zu und müssen nicht mit anderen Ländern geteilt werden. Damit stelle sich der Staat bei seinem Ziel, mehr bezahlbaren Wohnungsneubau zu ermöglich, selbst ein Bein, so der BFW.

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