Halbjahresergebnisse – Gesellschaften mit positiven Ergebnissen

Derzeit trudeln die Halbjahresergebnisse einiger Immobiliengesellschaften ein. Wir haben Ihnen vier Gesellschaften schon einmal zusammengefasst. Das derzeitige Kapitalmarktumfeld begünstigt die positiven Ergebnisse.

 

Hamborner Reit AG

Die Duisburger Gesellschaft hat im ersten Halbjahr 2015 einen EBITDA von 20,5 Mio. Euro erwirtschaftet (VJ: 27,1 Mio. Euro). Auch Jahresüberschuss vor Abschreibungen und Periodenergebnis sind leicht gesunken auf 14 Mio. Euro bzw. 5 Mio. Euro (-46% bzw. -136%). Im Gegenzug steigen die Miet- und Pachterlöse um 6,1% auf 24,7 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis beträgt 11,6 Mio. Euro nach 10,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der FFO stieg um 10,3% und erreichte rd. 14 Mio. Euro bzw. 0,28 Euro je Aktie. Der NAV liegt bei 8,47 Euro je Aktie bei einer Eigenkapitalquote von 52,9% und einem LTV von 43,9%. Eine FFO Prognose gibt es unterdessen nicht.

 

Die Hamborner hat dabei das derzeitige Kapitalmarktumfeld genutzt um zwei Kapitalerhöhungen im ersten Halbjahr durchzuführen. Bereits im Februar hat das Unternehmen das Grundkapital um 10% erhöht und konnte dabei die RAG-Stiftung als neuen Aktionär gewinnen. Mit dem Erlös wurde für rd. 41 Mio. Euro ein Fachmarktzentrum in Celle erworben. Im Juni erfolgte dann die zweite Kapitalerhöhung mit einem Erlös von rd. 102 Mio. Euro. Mit dem Kapital wurde das Hornschuh-Center, ein Fachmarktzentrum in Fürth für 30 Mio. Euro erworben. Ein weiteres Fachmarktzentrum in Gießen für 32 Mio. Euro wurde erst kürzlich ins Portfolio aufgenommen.

 

IVG Immobilien AG

Die gescholtene IVG Immobilien, die über die letzten Jahre vom Großinvestor zur Asset Management-Hülle geworden ist, hat im ersten Halbjahr 142.000 qm Büroflächen neu vermietet. Das Volumen der jährlichen Nettokaltmiete liegt dabei bei 20,5 Mio. Euro. Neuvertragsabschlüsse kamen dabei auf 52.000 qm. Größte Einzelanmietung war dabei der Vertragsabschluss über mehr als 6.300 qm im Prestigeobjekt The Squaire neben den 8.300 qm Abschluss im Hamburger Quartier am Zeughaus.

 

Veräußert wurden in 50 Einzelverkäufen Objekte im Wert von über 230 Mio. Euro verkauft. Darunter auch etliche Grundstücksverkäufe. Der Schwerpunkt lag dabei bei Objekten in Belgien, Polen und Frankreich. Größere Transaktionen in Deutschland wurden in Hamburg, Berlin und im Großraum Düsseldorf vollzogen.

 

Bei der letzten Hauptversammlung Anfang Juli hat die Gesellschaft bekannt gegeben rd. 120 Objekte, das Kernportfolio in eine neue Gesellschaft auszugliedern. Das Portfolio hat einen Wert von 3 Mrd. Euro und habe lt. Gesellschaft ein deutliches Wertsteigerungspotenzial. Damit rüstet sich die IVG für weitere Verkäufe, die durch die neue Struktur schneller verkauft werden können. Der neue IVG Boss Dietmar Binkowska verspricht sich eine schnelle Refinanzierung.

 

DIC Asset AG

Das Frankfurter Unternehmen konnte im ersten Halbjahr sein FFO um 400.000 Euro auf 24 Mio. Euro steigern. Vor allem der Fonds-Beitrag und ein verbessertes Zinsergebnis trugen zum positiven Ergebnis bei. Zwar gingen die Bruttomieteinnahmen von 73,6 Mio. Euro auf 70,4 Mio. Euro zurück, dies jedoch aufgrund planmäßiger Verkäufe aus dem Commercial Portfolio. Der FFO je Aktie liegt aktuell bei 0,35 Euro (VJ: 0,34 Euro). Der Konzernüberschuss lag mit 5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 25% über dem des Vorjahres. Insgesamt wurde ein Verkaufsvolumen von 150 Mio. Euro realisiert. Damit wurde das Jahresziel bereits erreicht. Die Verkäufe konnten dabei um 7% über dem letzten Verkehrswert realisiert werden. Die Erträge aus dem Immobilienmanagement sind um 30% auf 3 Mio. Euro gestiegen. Maßgeblich trugen dazu die Einnahmen aus dem Management von Fondsimmobilien bei, die um 0,6 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro angestiegen sind. Die Finanzverbindlichkeiten sank um 5,2 Mio. Euro auf 1,663 Mrd. Euro. Von den zur Refinanzierung anstehenden 372 Mio. Euro sind bereits 315 Mio. Euro prolongiert.

 

Für das Gesamtjahr rechnet die Gesellschaft mit einem FFO zwischen 48 und 50 Mio. Euro. Das Verkaufsvolumen soll noch auf 180 Mio. Euro ansteigen. Die Jahresmieteinnahmen werden lt. Prognose bei 134 bis 136 Mio. Euro liegen.

 

Fair Value Reit AG

Das Münchner Unternehmen, dem derzeit ein Übernahmeangebot von der DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG vorliegt, hat ebenfalls sinkende Mieteinnahmen zu verzeichnen. Von 12 Mio. Euro sanken sie auf 11 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss von 6,3 Mio. Euro lag 4,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Mehrerlöse resultieren aus dem Ankauf weiterer Beteiligungen an sechs bestehenden Tochterunternehmen, aus dem Neuerwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem weiteren geschlossenen Immobilienfonds und aus dem Direkterwerb von bisher in Tochterunternehmen gehaltenen Immobilien. Der Nettovermögenswert liegt derzeit bei 8,34 Euro je Aktie nach zuvor 8,49 Euro je Aktie. Die REIT-EK-Quote liegt bei 59,4%.

 

Aufgrund von Veräußerungen sank das Konzernergebnis von 2,5 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Frank Schaich mit einem FFO zwischen 9,8 Mio. Euro und 10,2 Mio. Euro vor Minderheitsanteilen. Geplant ist eine Ausschüttung von 0,25 Euro je Aktie. Das Konzernergebnis soll zwischen 11 und 11,5 Mio. Euro landen. (AE)

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