Hohes Interesse von Investoren bei Industrie- und Logistikimmobilien

Das Segment für Industrie- und Logistikimmobilien erfährt, trotz der allgemein schwächeren Nachfrage nach Gewerbeimmobilien in den vergangenen eineinhalb Jahren, ein weiterhin hohes Interesse von Investoren. Nach dem aktuell vorgestellten CBRE Industrial Market Views von CB Richard Ellis (CBRE) ermöglichen Logistikimmobilien weiterhin relativ hohe und stabile Zahlungsströme und sind aus diesem Grund für Investoren mit defensiver Anlagestrategie besonders interessant. Einige Fonds haben ihren Investmentfokus um Industrie- und Logistikimmobilien erweitert. Obwohl auch im Industrie- und Logistikbereich die Transaktionsvolumen gesunken sind, wird eine Verschiebung zu diesem Marktsegment festgestellt. Der Anteil von Industrie- und Logistikimmobilien am gesamteuropäischen Investmentmarkt ist im Verlauf des vergangenen Jahres von 7 auf 10% gestiegen.

Neben dem defensiven Charakter dieses Marktsegments wird die Attraktivität durch folgende Trends unterstrichen:

–      Die sich fortsetzende Expansion so genannter externer Logistikspezialisten, wie beispielsweise DHL und Kühne & Nagel, aufgrund der Globalisierung und den Bedarf an pan-europäischer Logistikinfrastruktur.

–      Wachstum bei auf Industrie- und Logistikimmobilien spezialisierten Fonds, die entsprechend für eine höhere Nachfrage nach Immobilien aus diesem Marktsegment sorgen.

–      Die Preiskorrekturen der Vergangenheit in der die aggregierten Spitzendrenditen sich um 120 Basispunkte verändert haben. In einigen Märkten sind die Werte von Industrie- und Logistikimmobilien um rund 19% gesunken.

Als Beispiel gilt die Transaktion in diesem Marktsegment im April 2009, bei der CBRE die AEW beim Ankauf eines Logistikimmobilienportfolios mit Liegenschaften in den Niederlanden und in Deutschland für 119,7 Mio. Euro beraten hat.

Die Art von Investoren hat sich verändert. Während Immobilienunternehmen in den vergangenen Jahren für rund 30 bis 40% des Investitionsvolumens in Industrie- und Logistikimmobilien in Europa verantwortlich waren, ist dieser Anteil auf 5% gesunken. Aktuell dominieren gemeinschaftliche Investmentvehikel das Marktumfeld und erreichten im Jahr 2008 einen Marktanteil von 38%. Dieses Wachstum ist u. a. auf den Anstieg der Investitionen der deutschen offenen Immobilienfonds zurückzuführen, die in der zweiten Jahreshälfte 4,3 Mrd. Euro in dieses Marktsegment investiert haben. Hierzu gehören der 73 Mio. Euro schwere Ankauf des Sainsbury Distrubtion Centre im Londoner Stadtteil Enfield durch die Deka im Januar d. J. und die Sale and Lease Back-Akquisition des Centos Logistik Parks in Hamburg durch die Degi für 18,3 Mio. Euro.

Das hohe Interesse der offenen deutschen Immobilienfonds an Industrie- und Logistikimmobilien in diesem Jahr ist ebenfalls auf die steten, sicheren Zahlungsströme dieser Immobilien zurückzuführen, die die Fonds in die Lage versetzen, ihren Investoren langfristige stabile Erträge zu ermöglichen.

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