IMW Immobilien – Wirklichkeitsfern

In der letzten Ausgabe des Immobilienbriefs verwiesen wir auf die Realitätsferne und Schönrednerei bei Colonia Real Estate, bei der übrigens vorgestern der AR-Vorsitzende Prof. Klaus B. Steiger seinen Rücktritt bekannt gab, im Zusammenhang mit ihrer Minikapitalerhöhung. Doch offenbar ist diese Art der Kommunikaton trendy. Mit der IMW Immobilien AG hat sich bereits ein Nachahmer gefunden, der bei einer Bilanzsumme von knapp 900 Mio. Euro und Kreditverbindlichkeiten von gut 600 Mio. von einer erfolgreichen Platzierung von 6,3 Mio. Euro Eigenkapital spricht. Die Phrasendrescherei der Berliner zeigt sich in eindrucksvoller Weise auch beim Internetauftritt der Gesellschaft. Hier bezeichnet sich der Bestandshalter von Wohn- und Gewerbeimmobilien in deutschen Ballungszentren als Investor mit Fokus auf Wohnimmobilien, der mit seiner opportunistischen Buy-&-Sell-Strategie laufend sein Portfolio optimiert. Zur Erinnerung: Zum 31.3.09 weist IMW Immobilien einen Konzernverlust von 160-170 Mio. Euro aus. Des weiteren rühmt sich die Gesellschaft in ihrer Unternehmensdarstellung ihres breiten Netzwerk von Tochter- und Projektgesellschaften und stellt heraus, dass sie hiermit für weiteres Wachstum hervorragend aufgestellt ist. Die Realität: Im Zwischenbericht zum 31.12.08 findet sich die Formulierung „Die IMW Gruppe setzt ihren eingeschlagenen Konsolidierungskurs konsequent fort.“ In der adhoc-Mitteilung vom 24.5.09 zu den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/9 heißt es: „Derzeit werden intensive Gespräche mit Interessenten über den Verkauf von Portfolien geführt. Dabei handelt es sich um Immobilien im Gesamtwert von 230 Mio. Euro.“

 

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