In Griechenland ist ein Zweitwohnsitz lukrativ wie nie

18.August 2015   
Kategorie: Der Immobilienbrief

 

 

Die Griechenlandkrise birgt viele positive Aspekte, konstatiert G.I.S Global Immobilien Service in Augsburg in einem Bericht zur aktuellen Marktsituation. „Die Immobilienpreise in Griechenland sind aufgrund der noch immer schwelenden Finanz- und Wirtschaftskrise teils drastisch gesunken, gleichwohl ist ganz klar hinsichtlich attraktiver Anlagealternativen der Erstwohnsitzmarkt vom Zweitwohnsitzmarkt zu unterscheiden“, erläutert Christian Seyrer, Geschäftsführer des auf Ferien- und Zweitwohnsitzimmobilien spezialisierten Unternehmens. Die Talsohle der Preisrückgänge sei erreicht – selbst bei einem, wenn auch unwahrscheinlich erscheinenden Grexit.

 

Der Erstwohnsitzmarkt musste Preissenkungen von 40 bis 50% verkraften. Auch auf dem Zweitwohnsitzmarkt sind die Preise gesunken, wenn auch mit 15 bis 20% deutlich geringer. Dort ist seit geraumer Zeit sogar wieder ein leichter Preisanstieg zu beobachten. Aktuell liegen die Immobilienpreise für Grundstücke und Ferienimmobilien in Griechenland in etwa auf dem Niveau von vor 8 bis 12 Jahren, so Seyrer.

 

Einer der wesentlichen Gründe, warum die Preise auf dem Zweitwohnsitzmarkt nicht so stark gesunken sind und nicht weiter sinken werden, sei, dass Eigentümer von Zweitimmobilien, Ferienwohnsitzen und entsprechenden bebaubaren Grundstücken in den Ferienregionen kaum in finanzielle Engpässe gerieten, so G.I.S. Viele der Eigentümer sind selbst Ausländer und diese sind von der Krise in Griechenland nicht direkt betroffen –  „sie „sitzen“ die Krise eben aus“, sagt Stavroula Viliardou von G.I.S. „Selbst im Worst-Case-Szenario eines Grexit würden die Eigentümer die Preise lediglich in die neue Währung so umrechnen, dass unter dem Strich der gleiche Eurobetrag als Verkaufspreis gilt wie vorher“, so Viliardou weiter. Mit dem neuerlichen, dritten Rettungspaket für Griechenland und den eingeleiteten Reformen ist der Grexit aber abgewendet worden und die Wahrscheinlichkeit eines Grexit im weiteren Verlauf wird von Experten als nunmehr nur noch sehr gering eingestuft. Hierzu seien die politischen Signale und Entscheidungen zu sehr gewillt und eindeutig.

 

Ausländisches Interesse „exorbitant“

 

So gesehen ist jetzt in der Tat der richtige Zeitpunkt, um in Griechenland im Bereich Ferienimmobilien und Zweitwohnsitz zu investieren. Das bestätigt auch das gestiegene Interesse. „Wir haben in den vergangenen Monaten und auch während des Höhepunktes der Krise schon immer sehr viele Anfragen verzeichnen können, nun aber ist das Interesse in den letzten Wochen exorbitant gestiegen – uns erreichen stündlich neue Anfragen“, erklärt Viliardou. „Wir konnten im Vergleich zu 2014, das schon ein gutes Jahr war, die Anfragen und Verkaufsabschlüsse bzw. neue Bauaufträge um mehr als 50% steigern“, so Viliardou.

 

Griechenland modernisiert die komplette Struktur des Landes, reformiert seine Verwaltung und baut allgemein die Bürokratie ab, bemerkt G.I.S. Auch dies zieht wieder vermehrt Investitionen aus dem Ausland an. „Wir sehen in der täglichen Praxis, dass vor Ort sich in Griechenland tatsächlich vieles zum Positiven wendet und vieles schon sehr viel einfacher geworden ist, auch wenn das in den deutschen Medien oftmals falsch oder verzerrt dargestellt wird“, urteilt Christian Seyrer.

 

Der Zweitwohnsitzmarkt in Griechenland erwache so langsam aus dem Dornröschenschlaf und könne so peu à peu in den nächsten Jahren sein ganzes Potenzial entfalten. So würden erste professionelle Strukturen aufgebaut wie das neue digitale Baugenehmigungsverfahren, welches Schritt für Schritt in jeder Region seine Anwendung findet. Die Erteilung von Baugenehmigungen ist so bereits innerhalb weniger Tage möglich. Mit der Senkung der Grunderwerbsteuer von bisher 8 bis 10% auf nunmehr 3%, welche bei Kauf einer Immobilie einmalig anfällt, zahlt man in Griechenland mit die günstigsten Kauferwerbsnebenkosten innerhalb der EU. Bei Neubauten, die z. B. von einem Bauträger erworben werden, fällt die gesetzliche Mehrwertsteuer an und keine Grunderwerbsteuer. Auf den Inseln wie Rhodos oder Symi beträgt die Mehrwertsteuer nur 13 oder 16% (auf dem Festland dagegen 23%), denn nach wie vor werden die Inseln steuerlich gesehen bevorzugt. (Das könnte sich mit dem dritten neuen Hilfspaket ändern, KK.)

 

Darüber hinaus habe Griechenland die mit Abstand günstigsten Grundstückspreise des EU-Mittelmeerraums zu bieten. „Baugrundstücke sind beispielsweise bereits ab 30 000 Euro zu bekommen – Meerblick inklusive“, stellt Architekt Daniel Eckardt von G.I.S fest. In der Regel seien die Liegenschaften mehr als 4000 qm groß und lägen außerhalb des Bebauungsplans der Gemeinden. „Auch Grundstücke direkt am Meer sind bereits ab ca. 85 000 bis 250 000 Euro zu haben – auf Mallorca, Sardinien, Korsika und Co. muss oftmals eine Null hinzugefügt werden“, so Eckardt weiter.

 

Bei Einstieg in den Ferienimmobilienmarkt in Griechenland stellt sich für viele Investoren zudem die Frage, ob es besser ist, ein passendes Bestandsobjekt zu kaufen oder gleich neu zu bauen. „Wir empfehlen den Neubau plus Kauf eines Grundstücks zu bevorzugen. Der Bestandsmarkt in Griechenland entspricht oftmals nicht den Anforderungen deutscher Investoren“, sagt Eckardt. Die Gründe seien vielschichtig, oftmals entspreche Architektur, Ausstattung und Qualität der Immobilie nicht den Vorstellungen.

 

Rechtssicherheit gegeben

 

Auch gibt es in Griechenland überall Grundbücher, nicht aber ein funktionierendes Katasterwesen. Dieses existiert nur in wenigen Regionen Griechenlands wie auf den Inseln Rhodos, Symi und Kos, wird aber in ganz Griechenland nun aufgebaut. Dennoch ist die Rechtslage bei Immobilienkäufen eindeutig und im Zusammenspiel mit einem auf Immobilienrecht spezialisierten Rechtsanwalt kann der Kauf einer Immobilie in Griechenland absolut rechtssicher gestaltet werden. „Wir bauen und verkaufen seit mehr als 17 Jahren Ferienimmobilien in Griechenland und hatten bisher noch nie Schwierigkeiten bei der Kaufabwicklung, keinerlei Rückabwicklungen oder gar Schadensfälle zu verzeichnen“, berichtet Kundenberaterin Kristina Trinkl von G.I.S Global Immobilien Service.

 

Durch die Modernisierung des Landes werden ab sofort auch deutlich höhere Maßstäbe an die Qualität von Neubauten gelegt. So hat Griechenland von den Fehlern anderer Mittelmeerländer gelernt und einer zu dichten Bebauung an der Küste grundsätzlich Einhalt geboten. Zudem werden Schwarzbauten in Zukunft überhaupt nicht mehr möglich sein, da strenge Kontrollen eingeführt worden sind. Die bestehenden illegal errichteten Gebäude, und seien es nur kleine Anbauten, müssen nachträglich legalisiert werden, sonst sei ein Weiterverkauf nicht mehr möglich, betont G.I.S:

 

Und noch etwas ist für deutsche Käufer gewöhnungsbedürftig, heißt es von G.I.S.: Eigentümer von Immobilien und Grundstücken, die aus Not verkaufen müssen, seien unter Umständen bereit, die Immobilie oder das Baugrundstück für eine Zeit lang für den Käufer zu „finanzieren“, ohne Zinsen oder nur zu sehr niedrigen Zinsen. Das griechische Zivilgesetzbuch gestattet nämlich die Kaufpreiszahlung des Käufers in frei vereinbarten Raten und mit flexibler Laufzeit an den Verkäufer. Das kann sogar notariell entsprechend beurkundet werden. So könnte zum Beispiel ein Zeitraum überbrückt werden, bis eine Geldanlage, Versicherung o. ä. beim Käufer fällig wird. (KK)

Der Experte für Ferienimmobilien in Griechenland unter www.gisimmobilien.de

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