IVD: Immobilienwirtschaft bei Koalitionsverhandlungen stärker berücksichtigen

28.September 2009   
Kategorie: Der Immobilienbrief

Berlin – Der IVD fordert von der neuen Bundesregierung ein stärkeres Bekenntnis zur Immobilienpolitik. „Immobilienpolitik gehört schon in den Koalitionsverhandlungen auf die Agenda von Union und FDP. Die Belange der Immobilienwirtschaft müssen stärker als bisher berücksichtigt werden“, fordert Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD Bundesverbands. „Die vor der Wahl diskutierten Ansätze zur Förderung von Wohneigentum und der energetischen Sanierung von Immobilien müssen nun entschlossen umgesetzt werden.“ Die Immobilienwirtschaft habe noch längst nicht in dem Maße der Aufmerksamkeit der Politik, wie es ihrem volkswirtschaftlichen Gewicht entspräche. Immerhin trage die Immobilienwirtschaft mehr als 18 Prozent zur Wertschöpfung in Deutschland bei.

 Notwendige politische Maßnahmen wurden in der vergangenen Legislaturperiode nicht auf den Weg gebracht. Dabei hatten sowohl Union als auch SPD bereits im letzten Koalitionsvertrag zugesagt, dass die „Diskriminierung der Immobilie“ endlich beseitigt werde. Stattdessen seien sinnvolle Förderungen wie die Eigenheimzulage und Steuervorteile für Immobilienerwerber abgeschafft worden. Den massiven Verschlechterungen standen lediglich die Reform des Wohn-Riester und das REIT-Gesetz gegenüber. „Beide Maßnahmen sollten Positives für die Branche bringen und funktionieren jedoch nicht. Eine schwarz-gelbe Bundesregierung darf die Fehler der Großen Koalition nicht wiederholen“, so Kießling.

 Die drei Kernforderungen des IVD zur Förderung des Wohneigentums zielen auf steuerpolitische Verbesserungen zur Förderung der Anschaffung von selbst genutztem Wohneigentum ab. So soll der private Schuldzinsenabzug wieder eingeführt, Erstkäufer von der Grunderwerbsteuer freigestellt sowie die Anschaffung selbst genutzten Eigentums durch Abzug von der Steuerschuld gefördert werden.

 Außerdem sollten steuerliche Anreize zur energetischen Sanierung geschaffen werden. Häufig seien Sanierungen aus steuerlichen Gründen nicht rentabel und blieben daher aus. Auch eine Modernisierung und Liberalisierung des Mietrechts sei notwendig. Klimaschutz zum Nulltarif gebe es nicht, weder für Mieter noch für Vermieter.

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