Jahresendstatements 2015 – wie war 2015 und was erwartet uns 2016?

Dr. Thomas Beyerle, Catella Research

„Klar war es ein sehr gutes Jahr 2015 und seit Mario Draghis Entscheidung von Anfang Dezember definiert sich die rationale Investorenentscheidung nur noch zwischen Aktien und Immobilien. Der Griff zu den „hard assets“ wird auch 2016 ruckartig aber in der Summe ungebremst weitergehen. Das reflexartig zu erwartende Wehklagen nach den „verfügbaren Immobilien“ sollte dabei nicht zu laut klingen – schließlich ist ein Immobilienmarkt ein lebendiger Organismus  mit einer beeindruckenden Fähigkeit zur Selbstheilungskraft und Evolution. Mikroappartements, TowerLiving oder Studentenwohnungen sind ein Produkt der letzten 5 Jahre im Aufschwung, schon vergessen? Start-ups, Co-Working-Spaces, aber alles in der CBD, bilden eine neue Geographie bei der Büroflächennachfrage dar und werden stark von den Digitalisierungsfähigkeiten der Unternehmen bestimmt. Ob die Vervielfältiger im Segment Fachmarktzentren aber nochmals so stark steigen werden wie in 2015, darf man kritisch sehen – oder aber unter der Maßgabe eines geändertes Risikoempfindens. 2016 werden wir definitiv mehr von Corporates und ihren wertschaffenden Immobilien hören. Mit der Flut steigen alle (Immobilien)Boote – auch in 2016 und trotz aufgehender Zinsschere zwischen FED und EZB.”

Wolfgang Dippold, Geschäftsführer der  Project Investment Gruppe, Bamberg

„Für den AIF-Markt war 2015 ein weiteres Aufbaujahr. Neue Produkte sind langsam auf den Markt gekommen und Vertriebe stellen sich erst allmählich auf die Chancen der regulierten Welt ein. Unser Haus nutzt aufgrund einer breiten Aufstellung mit attraktiven Investmentangeboten für institutionelle, semi-professionelle und private Investoren die Möglichkeiten des Marktes. Im Bereich der Publikums- und semi-professionellen Fonds konnten wir entgegen des allgemeinen Markttrends erfolgreich weiterwachsen. Gleichzeitig ist in unserer Asset-Klasse Wohnimmobilienentwicklung die Nachfrage ungebrochen. Der Umsatz durch Wohnungsverkäufe stieg von 115 Mio. Euro in 2014 auf 180 Mio. Euro in 2015. Davon profitieren unsere Anleger mit attraktiven Renditen.

In 2016 wird sich das Marktpotential Alternativer Investmentfonds weiter verbessern. Wir gehen von steigenden Platzierungsvolumina aus, sowohl für den Gesamtmarkt als auch für unser Haus. Nach dem Kapitalanlagegesetzbuch regulierte Sachwertanlagen sind und bleiben im Nullzinsumfeld eine Antwort auf die Frage, wie Anleger künftig ihr Kapital vermehren und attraktive Renditen erzielen können.„

Reiner Lux, vdpResearch

„Die Entwicklung am deutschen Immobilienmarkt war in den letzten zwölf Monaten durch eine ungebrochen hohe
Immobiliennachfrage sowohl von Eigennutzern als auch von privaten und institutionellen Kapitalanlegern gekennzeichnet. Bei gleichzeitig knappen Angebot sind die Preise – wie bereits in den Vorjahren – sowohl bei Wohn- als auch Gewerbeimmobilien weiter gestiegen.

Das Jahr 2015 war für die vdpResearch ein sehr erfolgreiches Jahr. Neben der Gewinnung zahlreicher neuer Kunden aus dem Bankensektor, die auch in die Transaktionsdatenbank einliefern, haben wir in diesem Jahr den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) als Gesellschafter gewinnen können. Dies sehen wir als ein wichtiges Indiz dafür, dass sich unser junges Unternehmen mittlerweile in der Finanzbranche etabliert hat.

Nach meiner Einschätzung sind in 2016 keine gravierenden Veränderungen am deutschen Immobilienmarkt zu sehen. Das makroökonomische und finanzwirtschaftliche Umfeld, als wesentliche Stützpfeiler des Immobilienmarktes, lassen vielmehr weiterhin eine hohe regional fokussierte Immobiliennachfrage erahnen. ►

Aufgrund der stetig steigende Regulierungsanforderungen durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden gewinnen maßgeschneiderte Produkte zur Risikobeurteilung bei deutschen Banken immer mehr an Bedeutung. Hier ist die vdpResearch für die Zukunft bestens aufgestellt.“

Klaus-Jürgen Sontowski, geschäftsführender Gesellschafter sontowski & partner group

„Unsere Unternehmensgruppe kann auf ein ebenso erfolgreiches wie bedeutsames Jahr 2015 zurückblicken. Unsere Kerngeschäftsfelder Residential & Senior Housing, Office und Retail Development konnten alle eine positive Performance sowie solides Wachstum verzeichnen. Daneben können wir nach der strategischen Ausgründung der Pegasus Capital Partners als Funding- und Investmentmanager im vergangen Jahr, ein sehr dynamisches wie erfolgreiches Unternehmensjahr verzeichnen. Mit dem Abschluss mehrerer markanter Trans-aktionen sowie der Beteiligung als Mezzanine Partner an der Realisierung des größten Motel One Europas am Berliner Alexanderplatz konnte sich die noch junge Pegasus Capital Partners bereits erfolgreich am Markt etablieren.

Bei unseren laufenden Projekten konnten wir im Jahr 2015 wichtige Meilensteine erzielen sowie zahlreiche Entwicklungen fertigstellen und erfolgreich übergeben. Im Residential & Senior Housing Bereich konnten wir die positive Marktsituation nutzen und alle fertig-gestellten Wohnungen veräußern sowie bereits heute nahezu alle in Projektierung und Bau befindlichen rund 600 Einheiten erfolgreich am Markt platzieren (Verkaufsstand rund 98%). Mit den „klassikgärten Fürth“, dem ersten Bauabschnitt des „schanzercarrée Ingolstadt“, dem „Klostergarten Forchheim“ sowie dem Seniorenwohnzentrum „Hopfengärten Fürth“ konnten in 2015 vier Großprojekte fertiggestellt werden.

Daneben konnten wir im Office Bereich das Büro- und Schulungsgebäude „Atrium Röthelheimpark“ an die Mieter „Franconian International School“ und „softgate“ planmäßig übergeben. Mit Baubeginn des „papilio office“ und dem „Gossenquartier4work“ in Erlangen sowie weiterer Grundstückssicherungen, können wir im Office Bereich ein nachhaltiges Auftragsvolumen verzeichnen. Das Single Tenant Objekt „Gossenquartier4work“ konnte zudem bereits vor Baubeginn an den Investorenkreis des künftigen Nutzers „Heitec AG“ veräußert werden.

Ganz besonders freut es uns auf das Jahr 2015 insofern als bedeutsames Jahr unserer Firmenhistorie blicken zu können, als dass wir mit dem Shoppingcenter „FORUM Stein“, die mit einem Volumen von rund 63 Millionen Euro größte Projektentwicklung im Retail Bereich erfolgreich abschließen konnten. Das Shoppingcenter konnte planmäßig fertiggestellt, eröffnet und an einen institutionellen Investor übergeben werden. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes des Stadtteilnahversorgungszentrums „CANDIS“ in Regensburg, konnten wir zudem mit Eröffnung des REWE Centers und der sich im Obergeschoss befindlichen Stadtteilbibliothek, einen wichtigen Beitrag zur Stadtteilentwicklung auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Regensburg liefern.

Für 2016 sehen wir aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB sowie schwindender Anlagealternativen eine weiterhin hohe Nachfrage im Office und Retail Bereich, insbesondere seitens institutioneller Investoren wie Pensionskassen, Versorgungs-werke, Versicherungen und Stiftungen. Die rege Nachfrage privater Investoren – sowohl Kapitalanleger, als auch Eigennutzer – sichern uns zudem eine langfristige Nachfrage im Residential Bereich.

Besonders Seniorenimmobilien verzeichnen aufgrund der demografisch bedingten Nachhaltigkeit des Investments eine anhaltend gute Resonanz. Mit unseren eigenen Gesellschaften BayernCare (Projektentwickler) und BayernStift (Betreiber für altersgerechtes Wohnen und Pflegen) bieten wir zukunftsweisende, integrative Lösungen für die strukturelle Veränderung unserer Gesellschaft. Für die nächsten Jahre gehen wir insbesondere im Bereich Residential & Senior Housing von einem stetigen Wachstum aus und investieren weiterhin in unsere nachfragegedeckten Kernmärkte – die Metropolregion Nürnberg sowie die bayerischen Wachstumsregionen. Auch unsere sonstigen Beteiligungen an börsennotierten sowie nicht gelisteten Gesellschaften verzeichnen ein positives Jahr 2015 und konnten ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg liefern.“

Dr. Joachim Wieland, CEO Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG

„2015 war insgesamt geprägt durch ein Rekordtransaktionsvolumen auf dem Immobilienmarkt. Die Preise für Core-Immobilien sind noch einmal gestiegen, die Renditen in diesem Bereich sind entsprechend niedrig ausgefallen. Welche Alternativen man hat, zeigt beispielsweise die „5 Prozent-Studie – Wo investieren sich noch lohnt“ von Bulwiengesa, die wir 2015 mit einigen anderen Unternehmen unterstützt haben. Dort wird belegt, dass man mit einem Engagement jenseits der A-Standorte und einem Investment außerhalb von Büro oder Handel Renditen deutlich über fünf Prozent erreichen kann. Voraussetzung ist die entsprechende Erfahrung und das Know-how im Umgang mit diesen Immobilien-Assets.

Was wir selbst uns für das Jahr 2015 vorgenommen haben, konnten wir umsetzen: Wir haben externes Wachstum durch Zukäufe, vor allem im Bereich der Unternehmensimmobilien, realisiert. Außerdem haben wir weiterhin die Werthaltigkeit unseres Immobilienportfolios durch Sanierung oder Neubau und Vermietung gesteigert. Einige Beispiele dafür: die Sanierung einer etwa 30.000 qm großen Mietfläche für die Daimler AG in Böblingen, die Sanierung und Vermietung von mehreren Hallen im Münchner Gewerbepark Triebwerk oder die Modernisierung und Vermietung von etwa 17.000 qm Hallenfläche in Bremen.  Außerdem konnten wir für einige bedeutende Hochbauprojekte Mieter akquirieren, zum Beispiel in Duisburg das Landesamt für Naturschutz und Umwelt (für ein Bürogebäude mit ca. 6.900 qm Mietfläche, ein Laborgebäude mit ca. 9.619 qm Mietfläche und eine Stellplatzanlage), in Düsseldorf die Verlagsgruppe Handelsblatt als Ankermieter (für ca. 13.700 qm Bürofläche) und in Köln den Malteser Hilfsdienst (für ca. 10.000 qm Bürofläche). Im Rahmen unserer Aktivitäten in der Landentwicklung konnten wir beispielsweise bei unserem größten Projekt in Nürnberg (ca. 900.000 qm) erhebliche Fortschritte erzielen.

Für 2016 erwarten wir auf dem Immobilienmarkt keine bedeutenden Veränderungen gegenüber 2015. Mit Preissteigerungen im gleichen Ausmaß wie 2015 rechnen wir nicht. Eine stabile politische und wirtschaftliche Lage vorausgesetzt, wird sich das hohe Niveau des Vorjahres jedoch voraussichtlich fortsetzen. Davon werden Unternehmen profitieren, die wie Aurelis über Baulandreserven verfügen, und die außerdem die Fähigkeit haben, Brachflächen zu entwickeln, zu erschließen und an den Markt zu bringen.

Die Aurelis plant, ihren Kurs fortzusetzen: Wir wollen durch Zukäufe – vor allem im Bereich der Unternehmensimmobilien – das Portfolio erweitern. Wir wollen das Mietportfolio stärken und durch Sanierung und Mieterakquise aufwerten. Und weiterhin planen wir bei gesicherter Nachfrage, die Wertschöpfungskette in der Flächenentwicklung durch Neubauvorhaben zu erweitern.“

Prof. Dr. Günter Vornholz, EBZ Business School, Bochum

„Die deutschen Wohnungsmärkte driften auch im kommenden Jahr weiter auseinander. In einzelnen Regionen stehen die Märkte anhaltend unter Druck. Abnehmende Haushaltszahlen und teilweise wirtschaftliche Problemzonen führen dort zu einer sinkenden Nachfrage. Es ist hier maximal mit stagnierenden Preisen zu rechnen. Anders sehen die Perspektiven für die Groß- und Schwarmstädte aus, die von den Zuwanderungen profitieren. Steigende Studierendenzahlen, Migration aus den ländlichen Regionen und auch aus dem Ausland sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage. Die Effekte der hohen Flüchtlingszahlen von 2015 sind nicht vollständig absehbar, jedoch werden hier vor allem die niedrigeren Preissegmente betroffen sein.

Noch reichen die, wenn auch steigenden Fertigstellungen nicht aus, um den Miet- und Preisauftrieb zu stoppen. Das hohe Niveau der Nachfrage nach Wohneigentum hält insgesamt an, da die hohe Marktliquidität und günstige Kreditbedingungen für günstige Bedingungen auf den Wohn-Investmentmärkten sorgen.

Aber die Zeiten sehr hoher Preissteigerungsraten sind vorbei, da neben der Angebotsausdehnung auch die Nachfrage mit Substitutionen reagiert. Die Haushalte sind teilweise nicht mehr bereit und können teilweise die hohen Preise nicht mehr bezahlen und weichen in preiswertere Standorte und Immobilien aus.

Die Büroimmobilienmärkte profitieren von den günstigen konjunkturellen Bedingungen, die zu einer anhaltend hohen Flächennachfrage sorgen. Der Expansionspfad hält an und lässt die Mieten leicht ansteigen und die Leerstände sinken. Die Preise für die Büroflächen haben teilweise historische Höchststände an einzelnen Standorten erreicht, so dass hier Korrekturen drohen.

Auf den Einzelhandelsimmobilienmärkten sehen die Perspektiven gemischt aus. Insgesamt werden die Immobilienstandorte von dem Siegeszug des E-Commerce überrollt, teilweise nehmen die Flächenproduktivitäten deutlich ab. Der stationäre Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen, wobei aber deutliche Unterschiede zu sehen sind. Aufgrund der natürlichen Begrenztheit sind die A-Flächen weitgehend geschützt, während die schwächeren Flächen stärker unter Druck stehen.

Die Aktivitäten auf den Immobilien-Investmentmärkten sind aufgrund der hohen Marktliquidität weiter von hoher Dynamik geprägt. Mehr Investments in Nischen wie Logistik oder Hotels sind typisch für diesen fortgeschrittenen Investmentzyklus. Auch wenn die Spreads zu anderen Kapitalanlagen bestehen bleiben, steigt das Risiko eines Rückschlags.“

Andreas Schulten, Vorstand bulwiengesa

„Wohnimmobilien neu im DAX, büromarktrelevante Start-Ups, Cross Over bei E-Commerce und stationärem Handel führten in 2015 zu neuen Rekorden bei den Immobilientransaktionen – in allen Asseklassen. Und das trotz der hohen Preise im Ankauf. Das sind Kennzeichen für eine unverändert starke deutsche Volkswirtschaft, die das alles zu tragen vermag. Sorgen dagegen macht in 2016 und darüber hinaus neben weltpolitischen Gefahren auch die immer größere Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern unter den deutschen Regionen. Ohne ein politisches Gegensteuern verliert Deutschland die Kraft seiner vielen Zentren und nähert sich nach französischem und britischem Vorbild den überteuerten Hauptstädten in einer ökonomisch bedeutungslosen Provinz. Das aber wird volkswirtschaftliches Potenzial verringern und die gesellschaftlichen Kosten, etwa für Verkehrsinfrastruktur oder sozialen Ausgleich überproportional erhöhen. Spätestens dann würde man sich an 2015 zurück erinnern und sehen, wie stark hohe Immobilienwerte von einer guten volks- und regionalwirtschaftlichen Großwetterlagen getragen sind.“

Alyssa Huse, Managing Director M7 Real Estate Germany

„Für M7 war 2015 ein intensives und erfolgreiches Jahr. Wir sind stark gewachsen – sowohl in Bezug auf das uns anvertraute Immobilienvermögen von nun rd. €1,7 Mrd. als auch geografisch. Unsere Investment- und Asset-Management-Plattform erstreckt sich inzwischen über 8 europäische Länder. 2015 konnten wir beobachten, und hoffentlich dazu beitragen, dass sich Light-Industrial-Immobilien in Deutschland stärker als eigene Assetklasse profilieren haben – ein Trend, der sich 2016 sicherlich fortsetzen wird. Überhaupt wird Deutschland 2016 einer der wichtigsten Märkte für uns bleiben. Wir werden unsere Investitionstätigkeit hierzulande im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich steigern, nicht zuletzt, weil neben Light-Industrial-Immobilien zwischenzeitlich ja auch Einzelhandels- und Büroimmobilien in B-, C- und D-Städten auf unserem Einkaufszettel stehen, bei denen wir unsere Expertise im Asset Management von Value-Add-Immobilien voll einsetzen möchten.“

Andreas Pohl, Sprecher des Vorstands der Deutschen Hypo

„2015 war erneut ein sehr gutes Jahr für die gewerbliche Immobilienbranche. Wir steuern auf ein Investitionsvolumen von deutlich über 50 Milliarden Euro zu. Hinzu kommen hierzulande die anhaltend guten Rahmenbedingungen wie Wirtschaftswachstum, hohe Beschäftigung und funktionierender Kapitalmarkt. Viel Geld sucht weltweit eine sichere Anlageform und findet sie in deutschen Immobilien – und das bei immer noch niedrigeren Preisen und höheren Renditen im internationalen Vergleich. Ein Trend, der sich 2016 fortsetzen wird: Die Nachfrage nach gewerblichen Immobilien wird anhaltend hoch bleiben.

Die Deutsche Hypo hat sich 2015 in einem immer wettbewerbsintensiver werdenden Marktumfeld sehr gut behauptet. Wir starten mit Rückenwind in das Jahr 2016, so dass ich zuversichtlich bin, dass die Deutsche Hypo auch im neuen Jahr qualitativ gutes Neugeschäft generieren wird.“

Karsten Kohlmann, Managing Partner Waterway Investments

„Das zu Ende gehende Jahr ist für die Immobilienbranche und auch für Waterway gut gelaufen. Vor allem hat uns gefreut, dass wieder mehr internationales Investorenkapital in Objekte abseits der Top-Lagen der Big Seven und auch in Immobilien der B-, C- und D-Städte geflossen ist. Da wir darauf spezialisiert sind, konnten wir von diesem Trend profitieren. So hat Waterway in den vergangenen zwölf Monaten rund 300.000 Quadratmeter an Gewerbeimmobilien exklusiv als Transaktionsberater im Verkauf begleitet – das beste Ergebnis unserer nun schon fast fünfjährigen Firmengeschichte. Die Präsenz in London und Deutschland hat sich zudem ausgezahlt. Denn wir haben festgestellt, dass viele internationale Investoren einen erfahrenen Ansprechpartner vor Ort in Deutschland benötigen, vor allem, wenn es um Objekte in weniger transparenten Märkten abseits der großen Städte geht. Diesbezüglich rechnen wir für das Jahr 2016 mit einer weiterhin hohen Nachfrage und werden auch im Neuen Jahr die ´Extra-Meile´ für unsere Kunden gehen.“

 

Gabriele Volz, Geschäftsführerin WealthCap

„Wir sind mit dem Jahr 2015 wirklich zufrieden. Wir haben eine Reihe von regulierten Produkten in den Vertrieb gebracht. Im Publikumsgeschäft werden wir mit unserer breiten Produktpalette mehr als 150 Millionen Euro platzieren, deutlich über die Hälfte mit Publikums-AIF mit deutschen Immobilien. Im Bereich der institutionellen Investoren werden wir ausschließlich mit deutschen Immobilien sogar noch deutlich mehr erreichen.“

DIB: Für 2016 erwarten Sie?

„Ein breiteres Produktangebot und größeren Wettbewerb. Wir werden auf Angebote in den Anlageklassen Immobilien Deutschland und USA, Luftverkehr und Fund of Fund-Konzepte setzen. Unsere breite Versorgung war für uns seit jeher ein Erfolgsgarant und zum Jahresstart verfügen wir erstmalig wieder über eine Versorgung in fast allen unseren Kernanlageklassen. Im Bereich der institutionellen Investoren stehen die Zeichen klar auf Wachstum, vornehmlich mit maßgeschneiderten Angeboten im Bereich Immobilie Deutschland.“

Bernd Mayer, Leiter Bereich Immobilien Bayern LB

„2015 war ein sehr erfolgreiches Jahr für den Immobilienbereich der BayernLB. Hier konnten wir im Neugeschäft über Plan wachsen und schon bis Ende November insgesamt mit Prolongationen rund 5 Mrd. Euro ausweisen. Allein im internationalen Geschäft haben wir rund 1 Mrd. Euro neues Geschäft abgeschlossen. Das Kreditvolumen konnten wir deutlich um über 1 Mrd. € auf rd. 15 Mrd. € ausbauen.

2016 peilen wir eine ähnliche Zielmarke an. Im Vertrieb werden wir auch von den neuen Standorten der BayernLB in Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Berlin profitieren können. Die Aktivitäten unserer Immobilienspezialisten in London, Paris und Mailand werden wir ebenfalls verstärken.“

 

Ingo Hartlief, COO und Geschäftsführer CORPUS SIREO Asset Management Commercial GmbH

„Für CORPUS SIREO war 2015 ein aufregendes und erfolgreiches Jahr. Wir profitieren nun im hohen Maße von den zahlreichen Möglichkeiten, die uns unsere neue Eigentümerstruktur unter Swiss Life Asset Managers seit 2014 bietet. Unser Geschäftsmodell blieb und bleibt unverändert bestehen, aber unsere Perspektiven als Investor haben sich nun signifikant verbessert. Mit unseren Schwestergesellschaften in der Schweiz, Frankreich und Deutschland managen wir ein Immobilienvermögen im Wert von knapp 59 Mrd. Euro. Dazu zählen auch die attraktiven neuen Fonds, die wir dieses Jahr gelauncht haben. Insbesondere bei unserem Drittmandatsgeschäft – die direkten und indirekten Immobilieninvestments, die wir im Auftrag unserer Kunden realisieren –  stehen alle Zeichen auf Wachstum. Zudem haben wir unsere Aktivitäten im Investmentbereich in erheblichem Maße ausgeweitet.

Insgesamt ist der deutsche Immobilienmarkt 2015 durch enorme Zuwachsraten der Transaktionsvolumina geprägt. Diese Fakten muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Im ersten Halbjahr lag dieses im Bereich Wohnen und Gewerbe bei 41,5 Mrd. Euro – und macht damit 80 Prozent des gesamten Transaktionsvolumen im Jahr 2014 aus (52,7 Mrd. Euro).

Wir gehen stark davon aus, dass der positive Trend in einem stabilen Zinsumfeld weiter anhält, die yield-compression wird sich aber verlangsamen. Deutschland wird weiter als „sicherer Hafen“ Investoren aus dem In- und Ausland ziehen. Unser Fokus liegt auf der Transaktion – dieses Jahr haben wir für über eine Mrd. Euro angekauft – und dem aktiven Asset Management. Auch für 2016 verfolgen wir ehrgeizige Ziele.

Auf unserer to-do-Liste steht weiterhin die Ausweitung unserer Fondsprodukte. Aber: Der Markt ist hart umkämpft. Doch ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit unserer Expertise sowie derer der Swiss Life Asset Managers Schwestergesellschaften weiter erfolgreich agieren werden.“

Christoph Wittkop, Sprecher der Geschäftsführung und Country Head Germany von Cornerstone

„Für Cornerstone Europe war 2015 vom weiteren Aufbau der Investment- und Asset Management Plattform geprägt. Neben den bisherigen Büros in Großbritannien, Schweden, Finnland, Niederlande und Deutschland sind weitere in Mailand, Paris und Madrid hinzugekommen. Gleichzeitig stieg bis zum 30.9.2015 das Volumen der Assets under Management in Europa auf rund 3,4 Mrd. Euro an. Das deutsche Geschäft war zudem stark von erfolgreichen Verkäufen sowie einer guten Vermietungsleistung geprägt. Zudem konnten für diverse Vehikel von deutschen und ausländischen Investoren im Bereich Core+ / Value Add Objekte erworben werden und neue Asset-Management- sowie Individualmandate sind hinzugekommen. Für 2016 erwarten wir auch im Falle einer leichten Zinserhöhung keinen Einbruch der Preise oder der Investorennachfrage. Bei Opportunisten bemerken wir aber langsam eine Anpassung ihrer Renditeanforderungen, während bei deutschen Institutionellen das Interesse an etwas risikoreicheren Investitionen im Bereich Core + und Value Add steigt.“

 

Rodney Bysh, Joint CEO Cording Real Estate Group

„2015 war für uns von Expansion und Wachstum gekennzeichnet. So sind wir in Europa nun auch in den Benelux-Staaten vor Ort präsent und unser Team ist auf 100 Mitarbeiter angewachsen. In Deutschland und Großbritannien haben wir zudem begonnen, in Industrieim mobilien zu investieren – eine Assetklasse, in der wir uns 2016 noch stärker engagieren werden. Dieses Jahr konnten wir für unsere Kunden bislang Immobilien für mehr als 210 Mio. Euro erwerben und streben für das kommende Jahr eine weitere Ausweitung des Investmentvolumens an. Neben dem Engagement in Industrieimmobilien werden wir unseren Fokus in Deutschland auf Value-Add-Büroimmobilien für unseren gemeinsamen Fonds mit BNP Paribas Real Estate legen. Regional halten wir Benelux für aussichtsreich, wofür wir bereits ein Assetmanagement- und Investmentmandat in jeweils dreistelliger Millionenhöhe gewinnen konnten.“

Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH

„Als Immobilientochter der RAG AG durchlaufen wir derzeit eine sehr spannende Phase. Aufgrund der kohlenpolitischen Beschlüsse aus dem Jahr 2007 wird der subventionierte deutsche Steinkohlenbergbau im Jahr 2018 eingestellt. Dann werden  die letzten beiden Zechen in Ibbenbüren und in Bottrop stillgelegt.

Für uns als Immobilienunternehmen heißt es deshalb auch, dass wir uns auf diese Veränderung frühzeitig einstellen müssen. Denn ab 2018 müssen wir auf eigenen Beinen stehen und laufen können. Infolgedessen haben wir in diesem Jahr intensiv daran gearbeitet unser Unternehmen aktiv auf die Zukunft und unseren noch stärkeren Marktauftritt einzustellen. Dazu zählten aufwendige interne Prozesse von der Leitbildentwicklung,  der Strategieüberarbeitung bis hin zur Strukturoptimierung.

Als Geschäftsführer bin ich stolz darauf, dass wir trotz dieser Herausforderungen und dieser zeitfordernden Aufgaben unser ganz normales Geschäft nicht vernachlässigt haben und am Ende ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht haben.

Dabei haben wir nicht nur unsere Geschäftstätigkeiten für den Konzern, im Wesentlichen die Verwaltung des Immobilienbestandes von rund 10.000 Hektar Fläche und 1.600 nicht betrieblich genutzten Gebäuden, zuverlässig und immobilienwirtschaftlich wertoptimiert gemanagt, sondern auch unser großes Zukunftsthema „die nachhaltige Flächen- und Projektentwicklung“ wirtschaftlich erfolgreich weitergetrieben. Nennen möchte ich da nur einige Beispiele:

In Dortmund haben wir auf dem Areal der ehemaligen Zeche und Kokerei Gneisenau die letzten großen Flächen vermarktet, rund 45-tausend Quadratmeter für ein Wohn- und Reisemobilzentrum; der Verkauf einer 90.000 Quadratmeter großen Logistikfläche wird ebenfalls zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht.

In Kamp-Lintfort  vermarktet die logport ruhr GmbH, unsere gemeinsame Tochter mit der Duisburger Hafen AG, die ehemalige Kohlenlager Fläche des Bergwerkes West als Logistikareal.

In Neukirchen-Vluyn läuft die Vermarktung von Wohnbauflächen auf dem Areal des ehemaligen Bergwerkes Niederberg außerordentlich positiv. Auf dem rund 80 Hektar großen ehemaligen Bergwerksareal sind bislang in die drei Wohnquartiere mit je 80 Grundstücken über 60 Millionen Euro von privater Seite investiert worden. Der letzte zu entwickelnde Bereich auf Niederberg wird das Wohnquartier IV sein. Diese Grundstücke werden voraussichtlich ab Sommer 2016 vermarktet.“

In Essen auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein startete unweit unserer eigenen Unternehmenszentale die von uns und dem Essener Projektentwickler KÖLBL & KRUSE gegründete Welterbe-Entwicklungsgesellschaft mbH mit dem Bau der Folkwang Universität der Künste. Nach der Fertigstellung des 19.000 Quadratmeter großen Neubaus auf dem Areal der einst modernsten Zeche Europas werden zum Wintersemester 2017/2018 rund 500 Studierende und 70 MitarbeiterInnen den universitären Betrieb aufnehmen.

Just Anfang Dezember haben wir hier auf dem Kokereiareal des Welterbes Zollverein die Sanierung und Flächenaufbereitung abgeschlossen. 70-tausend Quadratmeter stehen hier nun für den Bau hochwertiger Büroimmobilien zur Verfügung.“

DIB: Was erwarten Sie 2016?

„Die Antwort schließt sich direkt an meine Ausführungen gerade an: Hier auf Zollverein startet im Frühjahr 2016 direkt neben unserem Unternehmenssitz der Bau des neuen Verwaltungssitzes von RAG-Stiftung und RAG Aktiengesellschaft. Das zweigeschossige funktionale Gebäude in L-Form wird sich an modernsten Nachhaltigkeits-Standards orientieren und gleichzeitig kosteneffizient erstellt. Nach der Fertigstellung des Neubaus werden dort im Herbst 2017 die RAG-Stiftung und die RAG mit rund 220 Mitarbeitern einziehen. Ebenfalls im Frühjahr werden KÖLBL KRUSE und die RAG Montan Immobilien in rund 100 Meter Entfernung mit dem Bau eines Hotels mit mindestens 54 Zimmern beginnen.

Der Standort Lohberg in Dinslaken wird im Fokus unserer Vermarktungsaktivitäten stehen. Dort läuft verstärkt der Verkauf von attraktiven Wohnbauflächen weiter. Und durch die zum Jahresende eröffnete Straßenanbindung zur Autobahn 3 erwarten wir einen deutlichen Nachfrageanstieg für die Gewerbegrundstücke, die auf dem ehemaligen Zechenareal entstanden sind.

Im Fokus steht aber auch die Fläche des Bergwerkes Auguste Victoria in Marl, das erst zum Jahresende still gelegt  wurde. Mitte Januar wird der Stadt Marl und uns von
NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin der Förderbescheid für den zweiten Teil der Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Bergwerksflächen Auguste Victoria übergeben. Damit wollen wir gemeinsam auf dem über 80 Hektar großen Areal eine industriell-gewerbliche Nachfolgenutzung auf den Weg bringen.

Auf der Fläche des Bergwerkes West in Kamp-Lintfort werden wir die Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen zügig vorantreiben, denn 2020 soll dort die Landesgartenschau  stattfinden. Ein tolles Projekt, das sicherlich auch der gesamten Standortentwicklung dort vor Ort einen großen Schub verleihen wird.

Ein Thema möchte ich noch ansprechen: unser Engagement in Erneuerbaren Energien. So werden wir voraussichtlich  in Lünen und in Moers mit dem Bau weiterer Windenergieanlagen auf ehemaligen Halden des Bergbaus beginnen und mit unserer Tochter montan solar weitere Solarprojekte im Saarland realisieren.

Ich möchte noch einen abschließenden Blick aufs kommende Jahr werfen:

2016 werden wir weiter mit Hochdruck an unserer Zukunft und unseren ca. 65 Entwicklungsprojekten an Ruhr und Saar arbeiten.

Wenn intensives Arbeiten und das nötige Glück zusammenkommen, werden wir – bei ähnlicher Konjunktur und günstigen Zinsen – mit guten Hoffnungen und positiven Erwartungen durchs kommende Jahr gehen.“

Morten Hahn, Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Lübke & Kelber GmbH

„2015? Wir sind zufrieden. Sehr sogar. Wie sollte es auch anders sein. Die Nachfrage nach Immobilien jeder Art ist ungebremst. Geld legt man lieber in Beton an, als es mit Anleihen zu vernichten. Die Preise steigen, Kapital ist nicht nur billig, sondern auch leichter zu bekommen und die Investoren stehen Schlange. Für Wohnimmobilien allemal, aber auch für Hotels, Pflegeheime, Fachmärkte und, und …

Unsere Branche hat allen Grund zu feiern, wir als Transaktionsspezialist natürlich auch. Wir konnten viel bewegen. Das ist die gute Seite.

Dennoch. Das perfekte Glücksgefühl will sich nicht so richtig einstellen. Da ist zum einen die Frage: Wie lange geht das noch so? Die Erinnerung an 2008 sitzt schließlich noch vielen in den Knochen. Zum anderen stimmen uns die Nachrichten, die uns täglich erreichen nicht gerade optimistisch. Die Probleme dieser Welt sind bei uns angekommen. Wie lange kann sich der deutsche Aufschwung noch gegen den negativen Trend behaupten? Verlässliche Antworten gibt es nicht. Verlässliche Pläne schon gar nicht.

Das große Thema „Flüchtlingskrise“ fasst in der Branche gerade erst Fuß. Nachdem die Medien gleich zu Beginn die „Krisengewinnler und Spekulanten“ unter Beschuss nahmen, trauten sich seriöse Unternehmen bisher nicht so Recht ran. Dabei wird dieses Thema die Branche in den kommenden Jahren zweifellos beschäftigen. Allein die zu erwartende Nachfrage am Wohnungsmarkt wird dessen Situation nicht entschärfen. Gleichzeitig wird die entschlossene Nachfrage der Kommunen auch seriöse Markteilnehmer dazu bewegen, sich mit der Situation ernsthaft zu befassen.

2016? Wird gut. Sicher. Wenig spricht für tatsächlich fundamentale Veränderungen gegenüber unserer heutigen Situation. Immobilieninvestitionen werden sinnvoll bleiben, immer langfristig gesehen und mit ausreichend eigenem Geld. Wie sagte schon Mark Twain: „Kaufe Land, Gott erschafft keins mehr“. Dennoch sind wir vorsichtiger geworden. Aber optimistisch.“

 

Guido Wolf, Director Group Development, RAZ Group

„2015 war für das Baltikum ein Rekordjahr, mit einem Transaktionsvolumen von über 1 Milliarde Euro. Im Gegensatz zu 2007, dem letzten Mal das solche Zahlen vermeldet wurden, waren die größten Transaktionen diversifizierte Portfolioinvestitionen, unterstützt von erfahrenen lokalen Teams. Das Preislevel blieb – berechtigterweise -– etwas unter den vergangenen Rekorden, was die Region weiterhin attraktiv hält, besonders im Vergleich zu Skandinavien. Für 2016 sind einige weitere auf institutionelle Investoren ausgerichtete Portfolien in der Pipeline.

Der Markt für Büroflächen in den Hauptstädten erfährt schon sein einigen Jahren eine neue Konjunktur, getrieben durch internationale Firmen, die Standorte eröffnen, oder wie Barclays und Western Union, weiter ausbauen. Vilnius konnte in diesem Jahr die erste Ansiedlung eines Unternehmens aus China vermelden, dass durch die Stärke des IT-Sektors in der Region angelockt wurde. Demzufolge hat die Entwicklung neuer Bürogebäude angezogen, mit Fertigstellungen von mehreren 100.000 Quadratmetern im nächsten Jahr.

Für den Einzelhandel sind keine spektakulären Neuerungen zu erwarten. Attraktive Lagen in den Innenstädten werden weiterhin nachgefragt und erschlossen, der Bedarf an großen Einkaufszentren in Randlage ist vorerst gesättigt. Die einzige nennenswerte Neuerung für 2016 ist die Weiterentwicklung des regionalen Zenters MEGA in Kaunas von 70.000
auf Über 100.000 Quadratmetern mit namhaften internationalen Marken.“

Marcus Kraft, Vorstand ZBI Zentral Boden Immobilien AG

Das Jahr 2015 war das erste volle Geschäftsjahr im Rahmen der neuen KAGB Vorschriften, die die KVG umsetzen musste. In der Zwischenzeit haben wir die Prozesse und Strukturen weiter optimieren und ausbauen können. Neben der Umsetzung der neuen Vorschriften haben wir auch unseren ersten auf die Metropolregion Nürnberg fokussierten Publikums-AIF „ZBI Regiofonds Wohnen“ erfolgreich am Markt etabliert. Neben dem  ertragsreichen Startportfolio konnten bereits zwei weitere lukrative Immobilien in Fürth und Nürnberg  erworben werden.

Unsere erfolgreiche ZBI Professional Reihe war in diesem Jahr mit dem mittlerweile neunten Fonds erfolgreich am Markt aktiv. Das Planvolumen konnte bereits zur Jahreshälfte deutlich überschritten werden. Die Anleger haben die Möglichkeit an dem derzeitigen profitablen Portfolio von über 106 Mio. Euro Immobilienvermögen, welches zu über 50 Prozent in der Hauptstadt investiert ist, zu partizipieren. Hier können noch kurzfristig Zeichnungen erfolgen. Die positive Entwicklung unserer Fonds und unserer Unternehmensgruppe ist teils auch der positiven Entwicklung der deutschen Wohnimmobilienmärkte geschuldet. Trotz gestiegener Preise sind wir dennoch in der Lage für unsere Produkte genug Objekte zu akquirieren und verfügen derzeit über eine gut gefüllte Pipeline.

Für das nächste Jahr erwarten wir steigende Preise und Mieten in den Ballungszentren, die zu unserem Investmentfokus gehören. Wir können, bedingt durch die Paketeinkäufe, Preisanstiege der Immobilien relativieren und die Fonds nehmen die steigenden Mieten gerne als Wertzuwachspotenzial mit. Kommendes Jahr setzen wir unsere Investitionsstrategie mit dem ZBI Professional 10 fort. Der ZBI Regiofonds Wohnen wird für die Metropol-affinen Anleger planmäßig weiterhin zur Zeichnung in 2016 bereit stehen.

 

Dr. Reinhard Kutscher, Vorsitzender der Geschäftsführung Union Investment Real Estate

„Das Jubiläumsjahr 2015 war für Union Investment eines der erfolgreichsten der Unternehmensgeschichte. Insbesondere auf der Transaktionsseite. Unter den Namen „Aqua“ haben wir ein paneuropäisches Immobilienportfolio erfolgreich vermarktet „Aqua“ setzt sich aus 17 Büroobjekten in Rotterdam, London, Paris, Wien, Helsinki, Frankfurt und München unterschiedlicher Fonds zusammen und umfasst ein Immobilienvermögen von rund 1 Milliarde Euro. Bei den Objekten handelt es sich um nicht-strategische Assets, von denen wir uns aus unterschiedlichen Gründen trennen wollen. Der Verkauf dient der Portfoliobereinigung und trägt zur weiteren Verjüngung unseres Immobilienbestandes bei. Durch den erhöhten Umschlag im Portfolio konnte die Altersstruktur in unseren Immobilienfonds in den letzten Jahren deutlich verbessert werden.

Trotz des hohen Verkaufspensums sind wir in den Portfolios unter dem Strich weiter gewachsen. Den Verkäufen steht ein deutlich höheres Ankaufsvolumen gegenüber. Im ersten Halbjahr 2015 haben wir für unsere Privatkunden- und institutionellen Fonds bereits ein Ankaufsvolumen von fast 1,4 Milliarden Euro realisiert. Ziel der Verkäufe bleibt die laufende Portfoliooptimierung – dazu gehören neben dem Verkauf von älteren Gebäuden (bspw. der Gewerbeparks) natürlich auch Neuakquisitionen von langfristig ertragsstarken Objekten jüngeren Baualters. Jüngste Beispiele ist die Joint-Venture-Beteiligung am voll vermieteten Büroobjekt „Watermark Place“ in London, die Akquisition des Facebook HQ „Grand Canal Square“ in Dublin und der Erwerb der spekulativen Büroentwicklung „Burlington House“ ebenfalls in Dublin.  Besonders erfolgreich waren 2015 unsere internationalen Akquisitionen, zu denen u.a. die Büroobjekte „1000 Main Street, Houston“ und in „Clarence Street“ in Sydney zählen. Weitere Akquisitionen in den USA befinden sich zum Jahresende in konkreter Vorbereitung.

Die Zyklik der Immobilienmärkte wird unseres Erachtens auch künftig erhalten bleiben, selbst wenn man sich eine Trendwende nach sechs Jahren des Preisanstiegs kaum mehr vorstellen kann. Das Niedrigzins-Umfeld hat maßgeblich dazu beigetragen und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Deshalb werden wir auf den deutschen Immobilienmärkten in den nächsten 12 bis 24 Monaten wahrscheinlich unverändert hohe Preise erleben. Besonders genau werden wir den Londoner Markt beobachten, denn vieles spricht dafür, dass die Trendwende dort als erstes zu erkennen ist, bevor auch in Kontinental-Europa die Anfangsrenditen wieder ansteigen.“

 

 

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