Kaum Abwertungen in Nordeuropa

1.September 2009   
Kategorie: Der Immobilienbrief, News

Am Montag endete das Geschäftsjahr des Offenen Immobilienfonds Focus Nordic Cities (FNC) der Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft für institutionelle Anleger und vermögende Privatpersonen. Der FNC hatte nach der Schließungswelle im letzten Jahr als erster Offener Fonds nach drei Monaten wieder geöffnet. Das Fondsvolumen hat sich seither positiv auf rund 420 Mio. Euro entwickelt und liegt wieder auf „Pre-Lehman“-Niveau. Die Rendite des Fonds wird zum Geschäftsjahresende am 31.08.2009 mit 4,6% p.a. (BVI-Methode) ausgewiesen. Weitere Eckdaten sind mit 99,4% (Stand 08/09) quasi Vollvermietung, eine breit nach Mietvertragslaufzeiten und Nutzungsarten diversifizierte Mieterstruktur mit unter 5% Mietern aus dem Finanz- und Versicherungsbereich. Ein Vorteil ist auch aus Platowsicht evident. Die Catella-Muttergesellschaft ist Marktführer in Skandinavien im Bereich Beratung und Kapitalanlage in Gewerbeimmobilien. Im Bereich Vermögens­verwaltung sind die Catella-Gesellschaften die führenden bankenunabhängigen Asset Manager in Nordeuropa.

Unter anderem vor dem Hintergrund, dass ein anderer Offener Fonds vor kurzem sein Portfolio mit 10% Abschlag bewertet hatte, ergaben sich Fragen an Vorstandssprecher Andreas Kneip.

Hinsichtlich der schnellen Wiedereröffnung des Fonds sieht Kneip natürlich den Vorteil gegenüber Publikumsfonds, alle großen Anleger und Vertriebspartner persönlich zu kennen. Über monatliches Reporting und direkte Gespräche waren die Anleger laufend über aktuelle Ereignisse und geplante (Gegen-) Maßnahmen informiert. Im Immobilienbestand gab es lt. Kneip keine Planabweichungen. So blieben auch nach Öffnung des Fonds Anteilsrückgaben fast vollständig aus. Das Gesamt-Portfolio des regional fokussierten Fonds wurde während des laufenden Geschäftsjahres turnunsgemäß bewertet, Auf- und Abwertungen haben sich die Waage gehalten

Allerdings seien auch die nordischen Länder als Exportnationen von der Wirtschaftskrise betroffen. Es gebe so im Einzelfall oder auch bei Wettbewerbern eine Vielzahl möglicher objektbezogener Gründe zur Zurücknahme einer Bewertung. Hier blieb das Catella-Portfolio jedoch nahezu verschont. Objekte und Mietverträge sind jung, Bonität und Mieterstruktur stark und breit gestreut. Die komfortable Mietsituation erlaubt ein beruhigtes Durchstehen der Konsolidierungsphase. Beim Einkauf waren zudem recht komfortable Sicherheitspolster in Bezug auf Eventualrisiken oder Kosten eingebaut worden, die aber nicht zum Tragen gekommen sind.

Bei der Investitionsstrategie, nur langfristig und an bonitätsstarke Mieter vermietete Objekte zu kaufen, interessiert lt. Kneip neben den Immobilienkriterien vor allem Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Positionierung der Zielländer. So habe die KAG den Schwerpunkt nach Norwegen verschoben, einem von der Finanzkrise kaum berührten Markt. Mit demnächst sechs Immobilien sei die Catella dort einer der großen Investoren. Neben Oslo nutze Catella die augenblickliche Chance, Top-Qualität in zentralen lagen von Stockholm oder Malmö anzukaufen: dabei suche die KAG keine „Schnäppchen“, sondern sei bereit, gute Immobilien zu einem fairen Preis zu kaufen. Wer jetzt in der Lage sei, zu investieren, kaufe die Renditen von morgen.

Für Platow spielt sich hier der Anlage-Vorteil gut vermieteter Immobilien im Norden Europas aus. Bei eigenkapitalstarker Finanzierung ohne LTV-Risiken und plangemäßem Cash flow gehen am Anleger auch konjunkturelle Dellen vorbei.

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