Logistikmarkt Berlin über Vorjahresniveau

Der Berliner Logistikflächenumsatz notiert in den ersten drei Monaten bei 288.000 qm. Damit ist das Vorjahresergebnis lt. BNPPRE um 17% übertroffen. Vor allem das dritte Quartal sorgte für das gute Ergebnis. Bis dahin war das Volumen nur unterdurchschnittlich. Mit rd. 41.000 qm stellt der Eigennutzerabschluss für das Lidl-Logistikzentrum in Großbeeren dabei alle weiteren in den Schatten, so BNPPRE. Moderne Flächen machen 54% der Anmietungen aus. Ein weiteres Drittel auf Hallen mit mittleren Standard. Der Anteil der Eigennutzer liegt bei fast einem Viertel und damit auf Vorjahresniveau.

Die Nachfrageseite ist wieder einmal verhältnismäßig breit aufgestellt. Nachdem Handelsunternehmen bereits in den Jahren 2013 und 2014 die klare Führungsposition für sich behaupteten, liegen sie auch im aktuellen Jahr wieder auf dem ersten Rang. Mit knapp 35% des Flächenumsatzes hat sich jedoch der Abstand zu den Logistikdienstleistern, die gut 33% beigetragen haben, spürbar verringert. Mit knapp einem Fünftel des Umsatzes zeichnen auch Unternehmen aus Industrie/Produktion für einen hohen Beitrag verantwortlich. Darüber hinaus entfallen knapp 3% auf das Baugewerbe/Handwerk und ein geringerer Anteil von unter 1% auf Ver– und Entsorgungsunternehmen. Sonstige Unternehmen kommen auf gut 9%.

 Trotz der Großabschlüsse liegen bei der Verteilung des Umsatzes nach Größenklassen die kleineren und mittleren Flächensegmente vorn. Mit rund 30% des Ergebnisses entfällt am meisten auf die mittlere Kategorie zwischen 5.000 und 8.000 qm, direkt gefolgt von der kleinsten Klasse bis 3.000 qm, die beachtliche 27% stellt. Ebenfalls recht umsatzstark war das Segment zwischen 8.000 und 12.000 qm, das auf gut 18% kommt und sich damit vor den Abschlüssen über 20.000 qm einordnet (14%). Etwas weniger als im Vorjahr tragen derweil Flächen zwischen 3.000 und 5.000 qm(6%) und zwischen 12.000 und 20.000 qm (5%) bei.

 Trotz der anhaltend geringen Verfügbarkeit moderner, größerer zusammenhängender Flächen ist bei der Spitzenmiete kein Anstieg in Sicht. Bereits seit mehreren Jahren hält sie sich stabil bei 4,70 €/qm. Die Durchschnittmiete ist demgegenüber durch die Angebotsknappheit zusammen mit der Bevorzugung moderner Flächen binnen Jahresfrist deutlich gestiegen: Aktuell liegt sie mit 3,80 €/qm fast 9% über dem Vorjahresniveau. Neben dem südlichen Berliner Umland stehen auch Flächen in Schönefeld im Fokus der Gesuche. Weniger gefragt sind demgegenüber nach wie vor Hallen in und um Tegel sowie im nördlichen und östlichen Umland.

BNPPRE hält für das Gesamtjahr einen Umsatz von 400.000 qm für möglich.

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