Project verkauft in München die teuersten Wohnungen

In Berlin steigen die Verkaufspreise am stärksten

 

2016 war ein gutes Jahr für die Wohnimmobilienbranche. 2017 soll sogar noch besser werden. Die Zinsen bleiben niedrig und Kapital wird weiter in das Sachwert Immobilie investiert. Der Wettbewerb wird zunehmen. Das wird die Preise weiter steigen lassen – vor allem in den Ballungszentren. Hier bleibt München die teuerste Stadt der Republik. Die Bamberger Project Gruppe stellt jüngst ihr neuestes Research-Zahlenwerk für ihre Investitionsstandorte vor.

 

Teuerster Standort des Wohnimmobilienprojektentwicklers ist nach wie vor München. Jährlich steigen hier die Verkaufspreise der realisierten Wohnungen um 6,4%. „Dennoch zeigt der Markt aktuell keine Überhitzung“, so Wolfgang Dippold, Geschäftsführer und Gründer der Project Gruppe. Die Verkäufe sind weiterhin stabil trotz der hohen Preise. Bei den Mieten beobachtet Project vor allem Steigerungen im Neubau, die den steigenden Grundstückspreisen sowie einer geringen Grundstücksverfügbarkeit geschuldet seien. Die Verkaufspreise für Wohnungen liegen in der bayerischen Metropole derzeit zwischen 5.550 und 16.500 Euro pro qm und im Schnitt bei 7.900 Euro pro qm. Die Bestandsmieten notieren zwischen 12 und 25 Euro pro qm. Weitere Preissteigerungen erwartet Project vor allem im mittleren Preissegment. „Derzeit entwickeln wir in der Metropolregion München Objekte mit einem Verkaufsvolumen von 477 Mio. Euro“, so Dippold.

Die Metropolregion Nürnberg, Heimatregion der Project Gruppe, gehört auch zu einem der Hauptinvestitionsstandorte. Die Region punktet durch stabile wirtschaftliche und demografische Entwicklung. Gleichzeitig sind auch die Nachbarregionen wie Regensburg oder Ingolstadt vergleichsweise teuer, so dass Wohnen in Nürnberg kaum Alternativen bietet. Das spiegelt sich auch in einer jährlichen Preissteigerung von 5% wieder. Project verkauft seine Wohnungen hier derzeit für durchschnittlich 4.100 Euro pro qm. Die Teuerung kommt lt. Project hauptsächlich aus steigenden Grundstückspreisen und den höheren Baukosten für den neuen KfW 55 Standard. Die Mieten ziehen in Nürnberg vornehmlich im Bestand an. Derzeit verfügt Project in Nürnberg über ein Verkaufsvolumen von 341 Mio. Euro.

 

In der Mainmetropole Frankfurt hat Project derzeit hinter Berlin das höchste Verkaufsvolumen mit 896 Mio. Euro. Auch die Bankenhauptstadt zeigt Wohnungsmangel. Mit 2,3% jährlicher Preissteigerung bei den verkauften Wohnungen, liegt die Steigerungsrate aber deutlich unter denen von Nürnberg und München. Auch die Mieten ziehen nur leicht an. Die Verkäufe seien trotz steigender Kaufpreise stabil. Das Angebot sinke weiter. Auch hier seien die steigenden Grundstückspreise Schuld an den steigenden Preisen. Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt bei 5.200 Euro pro qm.

 

Die geringste Veränderung bei der Entwicklung der durchschnittlichen Verkaufspreise bei den realisierten Wohnungen zeigt Düsseldorf. Zwar steigen auch hier die Preise, jedoch seit Juli 2015 weniger stark als in den anderen Investitionsstandorten. Die jährliche Preissteigerung liegt bei lediglich 0,3%. Auch die Mieten im Bestand ziehen nur leicht an und notieren zwischen 8 und 15 Euro pro qm. Durchschnittlich 4.950 Euro pro qm müssen Käufer für Project-Wohnungen bezahlen. „Am für uns noch jungen Standort Düsseldorf konnten wir bereits eine Objektpipeline von 188 Mio. Euro aufbauen“, resümiert Dippold.

 

In der Hansestadt Hamburg zahlen Käufer im Schnitt 5.450 Euro pro qm Wohnfläche. Die jährlichen Preissteigerungen liegen bei 6,3%. Hamburg ist nach München damit die Stadt mit den zweithöchsten Verkaufspreisen. Trotz hoher Verkaufspreise steigen die Mieten nur leicht und liegen derzeit zwischen 9 und 14 Euro pro qm. Auch hier sind die Grundstückpreise Haupttreiber der Preisentwicklungen. Derzeit liegt das Verkaufsvolumen der in Hamburg entwickelten Wohnungen bei 447 Mio. Euro.

 

Die Hauptstadt Berlin ist mit einem Verkaufsvolumen von 898 Mio. Euro der Hauptstandort der Entwickler. Mit jährlichen Preissteigerungen von 6,8% ist Berlin gleichzeitig der Standort mit der höchsten Steigerungsrate. Während die Mieten im Bestand leicht anziehen und zwischen 7 und 16 Euro pro qm liegen, sind sie im Neubau stark angestiegen. Käufer müssen hier im Durchschnitt 5.250 Euro pro qm für eine Neubauwohnung bezahlen. Die Preise können aber am Markt auch bei bis zu 18.600 Euro pro qm liegen. „Berlin ist aktuell für uns die volumenstärkste Region“, so Dippold. „Hier haben wir einen Großteil der insgesamt 731 in 2016 verkauften Wohnungen im Wert von rund 250 Mio. Euro realisieren können.“

 

Für 2017 rechnet Project mit weiteren Preissteigerungen nicht zuletzt durch die verschärften Vorgaben an die Energieeffizienz u.a. durch den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung. Auch die Baukosten und die Grundstückspreise steigen weiter. Neben den Preisen werden auch die Neubaumieten weiter anziehen. Dennoch sei kein Blasenpotenzial erkennbar, so Project. Die erschwerte Kreditvergabe von Banken wirke weiter restriktiv und gegen eine Erhöhung der Schuldenquote der privaten Haushalte, die nach wie vor zur Hauptkäufergruppe der Project-Wohnungen gehöre. Die Eigenkapitalquote bei den Verkäufen steige entsprechend.

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