Qualität der OIF-Abwicklungsfonds wird schlechter

Die von Platow oft aufgezeigte Immobilienlogik setzt sich trotz herausragenden Marktes bei der Abwicklung der nach 2008 geschlossenen Offenen Immobilienfonds durch. In der Abwicklung zeigt sich die Qualität des Portfolios. In einem langfristig investierten Portfolio sammelt sich nun einmal die ganze Bandbreite der Mietrestlaufzeiten und Instandhaltungszyklen. In der Auflösung werden Portfolien nicht besser. Das erste Drittel läuft meist von selber. Das zweite Drittel mit abnehmenden Objekt-, Standort- und Mietvertragsqualitäten macht Arbeit. Hier half in der Abwicklungspraxis aber die Marktentwicklung. Im letzten Drittel sammeln sich dann die Probleme. Drescher & Cie Immo Consult AG veröffentlichte zum fünften Mal eine Studie über die Qualität der Immobilienportfolios der in Abwicklung befindlichen Offenen Immobilienfonds.

In Abwicklung befinden sich noch 18 Fonds. Aufgrund der nur noch geringen Immobilienbestände wurde auf die Detailanalyse der bereits auf die Depotbanken übergegangenen zehn Fonds verzichtet. Die Studie sieht mit als „Gut“ eingestuftem Portfolioanteil den KanAm Grundinvest, den KanAm Spezial Grundinvest und den CS Euroreal vorne. Da könnte eine termingemäße Veräußerung möglich sein, meint Drescher. Allerdings läge der Anteil positiv (gut) eingestuften Portfolioanteile auch hier bei lediglich rund 30% und weniger. Demgegenüber hätten der SEB Global Property Funds und der CS Property Dynamic nur als durchschnittlich und schlecht eingestufte Immobilien. Die Veräußerungen der Portfolien von SEB Immoportfolio Target Return und SEB Global Property Funds sollten lt. Drescher mit über 50% in der Kategorie „Schlecht“ die größten Herausforderungen darstellen. Trotz der längeren Abwicklungsfrist stünden der SEB Immoinvest und der CS Euroreal vor der größten Herausforderung. Hier müssen rechnerisch noch 6 bzw. 3 Immobilien pro Monat veräußert werden. Da in den Monaten zuvor nur wenig mehr als 1 Immobilie pro Monat veräußert werden konnte, sei die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass das gesamte Portfolio vor Übergang auf die Depotbank abgewickelt sein werde, resümiert die Studie. Die Bandbreite der Anlegerverluste seit dem Vorkrisenwert Ende 2007 reicht von jeweils rund 50% beim TMW Weltfonds und beim Morgan Stanley P2 Value bis zu 16% beim CS Euroreal bzw. nicht einmal 15% beim SEB ImmoInvest.

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