Transaktionsvolumen – Wohnimmobilien mit 5-Jahreshoch

Gerade die deutsche Wohnimmobilie scheint der Heilsbringer auf dem Immobilienmarkt zu sein. Schon im letzten Jahr deutete sich an, dass die Wohnimmobilien bei Investoren sehr beliebt ist und der Büroimmobilie echte Konkurrenz macht. Schuld daran sind letztlich neben den niedrigen Zinsen auch die Investorenerwartungen, die mittlerweile auch eine vier vor dem Komma akzeptieren, solange der cash flow sicher ist. Nun haben die ersten Researcher ihre Ergebnisse für den Wohnimmobilienmarkt im ersten Quartal 2012 vorgelegt.

Laut Dr. Lübke wurde in den ersten drei Monaten die Rekordsumme von 4,03 Mrd. Euro in Wohnimmobilien investiert (+452%). Das ist das beste Ergebnis der letzten 5 Jahre. In die Analyse flossen lediglich Investitionen ab 1 Mio. Euro. Dominiert wird der Markt von fünf Top-Deals, die auf einen Anteil von 74% am Gesamtvolumen kommen. Insgesamt zählte Dr. Lübke 89 Transaktionen, die 70.500 Einheiten ausmachen. Jones Lang LaSalle hingegen registrierte ein Umsatzvolumen von 3,42 Mrd. Euro (+135%), wobei JLL nur den Verkauf von Wohnungspaketen mit mind. 10 Einheiten und 75% Wohnnutzung sowie den Verkauf von Unternehmensanteilen mit Übernahme einer Kontrollmehrheit zählt. Die Wahrheit dürfte also irgendwo dazwischen liegen.

Besonders deutsche Anleger waren am Markt aktiv. Sie machen 72% des Transaktionsvolumens aus. Ausländisches Geld kam vor allem aus Skandinavien und dem angelsächsischen Raum. Schwerpunkt waren die großen Metropolen. Größte Transaktion war der Übergang der LBBW in die Patrizia mit 21.000 Einheiten für 1,435 Mrd. Euro. Auch die Übernahme der DKB Immobilien durch die TAG (25.000 Einheiten für 980 Mio. Euro) gehörte zu den größten Deals. Share-Deals machten 65% aus, während Asset Deals auf 31% kamen. Nur 4% entfielen auf Einzeltransaktionen.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Dr. Lübke mit einem sehr dynamischen Markt, der bereits zur Jahresmitte auf das Gesamtergebnis des Vorjahres kommen könnte. Ausstehende Deals wie die 22.000 Wohneinheiten des Speymill-Portfolios, die 11.500 Einheiten der TLG sowie die 33.000 Einheiten der GBW werden den Investmentmarkt pushen. Hinzu kommt die weiterhin hohe Nachfrage institutioneller Investoren und family offices sowie vermögender Privatkunden. Für 2012 rechnet Dr. Lübke mit einem Volumen von 7 bis 8 Mrd. Euro.

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