Vergleich teurer und günstiger Ferienimmobilien

21.September 2017   
Kategorie: Der Immobilienbrief

Wo werden sie gekauft, wer sind die Käufer und was ist ihnen wichtig

FeWo-direkt®, das deutsche Ferienhausportal, scheint zu wissen, in welchen Regionen der Markt für hochpreisige und auch preiswerte Ferienimmobilien boomt und welche Beweggründe die verschiedenen Käufergruppen für ihre Kaufentscheidung haben.

Käufer, die mit einem Budget von bis zu 100.000 Euro auf der Suche nach einem Ferienhaus oder einer -wohnung sind, werden laut der FeWo-direkt Marktstudie „Private Ferienimmobilien 2017“ zu zwei Dritteln im Inland fündig. Die Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegen dabei klar im Fokus der Käufer. Im europäischen Ausland investieren rund 34% mit einer eingesetzten Summe von bis zu 100.000 Euro, vornehmlich auf Mallorca, Lanzarote oder an der Costa Blanca. In Italien sind die beliebtesten Standorte für einen günstigen Ferienhaus-Erwerb Sizilien, die Toskana und Apulien.

 

Investitionssummen ab 250.000 Euro – größtenteils Objekte im Ausland

 

Bei Ferienimmobilien mit einem Erwerbspreis ab 250.000 Euro zeigt sich eine leichte Verschiebung: 43% der deutschen Eigentümer investieren im Inland, vorrangig in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Knapp über die Hälfte kauft hochpreisige Objekte am liebsten im europäischen Ausland, auch hier insbesondere auf Mallorca oder an der Costa Blanca. In Italien sind die bevorzugten Investitionsgebiete die Toskana oder der Piemont, in Österreich wird vor allem im Salzburger Land, in der Schweiz in Graubünden oder im Wallis gekauft.

 

Eigennutzung: Hochpreisige Ferienimmobilien dienen eher der eigenen Erholung

Vor allem Besitzer hochpreisiger Ferienimmobilien (Erwerbswert ab 250.000 Euro) verbringen selbst Zeit in ihrem Ferienhaus – 63% nutzen dieses regelmäßig für den eigenen Urlaub, jeder Vierte sogar bis zu vier Wochen lang. Günstigere Ferienimmobilien (Kaufpreis bis zu 100.000 Euro) werden dagegen weniger als eigenes Urlaubsdomizil genutzt. Knapp die Hälfte aller Besitzer mit einer Ferienunterkunft in dieser Preislage nutzt die Immobilie gar nicht selbst, ein Viertel verbringt maximal drei Wochen pro Jahr im eigenen Urlaubsheim.

 

Kaufkriterien: Trotz ähnlicher Kaufmotive selektieren Käufer hochpreisiger Objekte stärker

 

Altersvorsorge, Eigennutzung und Vermietung sowie die Gewinnerwirtschaftung – die Kaufmotive zeigen wenige Unterschiede im Zusammenhang mit der Investitionssumme. Erst bei den konkreten Entscheidungskriterien für einen Kauf sind verschiedene Präferenzen zu erkennen. So wird der Kaufpreis einer Ferienimmobilie bei einer Investitionssumme von bis zu 100.000 Euro als wichtiger eingestuft (66%) als bei einem Kauf im Hochpreissegment ab 250.000 Euro (59%). Das Urlaubsland sowie die konkrete Region sind hingegen für Investoren niedrigerer Kaufsummen von geringerer Bedeutung (34%), genauso wie auch die Ausstattung (20%) der Ferienimmobilie. Eine höhere Wertschätzung für eine gute Ausstattung als auch für die Region, in der erworben wird, zeigen hingegen Käufer teurerer Ferienimmobilien. Für sie ist auch das Vermietungs- und Wiederverkaufspotenzial eines Objekts von größerer Bedeutung. Am deutlichsten wird dies, wenn es um den Wiederverkauf geht – hier besteht eine Differenz von 15 Prozentpunkten zu Immobilienkäufern mit einem Budget von bis 100.000 Euro. Mit Blick auf die Kaufmotive ist dementsprechend festzustellen, dass Käufer im Niedrigpreissegment zwar stärker als in anderen Preisgruppen für ihre Altersvorsorge und für eine Gewinnerwirtschaftung kaufen, diese Beweggründe jedoch nur zum Teil eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen.

Finanzierung: Günstigere Ferienimmobilien werden durch eigene Finanzkraft erworben

In Bezug auf die Finanzierung eines eigenen Urlaubsheimes ist zu erkennen, dass günstigere Ferienimmobilien mit bis zu 100.000 Euro Erwerbssumme verstärkt durch den ausschließlichen Einsatz von Eigenkapital (35%) sowie durch Eigen- und Fremdkapital (43%) finanziert werden. Drei Viertel der Käufer dieser Ferienimmobilien verfügen über ein monatliches Netto-Haushaltseinkommen von weniger als 5.000 Euro, ein Drittel verfügt gar über weniger als 3.000 Euro. Im Gegensatz dazu können Käufer hochpreisiger Ferienhäuser ab 250.000 Euro zu zwei Dritteln auf bis zu 8.000 Euro Netto-Haushaltseinkommen im Monat zurückgreifen. Bei diesen ist auch der Anteil der Mischfinanzierung (60%) höher. Objekte beider Preisgruppen werden sehr selten mittels eines hundertprozentigen Darlehens bezahlt. (KK)

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