Wie Technologie das Kaufverhalten verändert

Die Zukunft des Einzelhandels 2030

 Die Studie „The Future of Retail 2030” von CBRE wagt einen Blick in die Glaskugel. Wahrscheinlich dürften die Trends realitätsnah sein, jedoch ist die Zeitachse eher offen. So treffen viele Vorhersagen von uns aus Ende der 90er Jahre erst heute mit dem Katalysator des Smartphone, das wir damals naturgemäß nicht kannten, mit Vehemenz in die Realität ein.

Im Rahmen der MAPIC stellte CBRE die ersten Einblicke vor. In Bezug auf Robotik und Automatisierung würden Einzelhändler zunehmend in neue Technologien und Automatisierung investieren. Dies werde bis 2030 auch die Anzahl der Arbeitsplätze im Einzelhandel verändern. Automatisierte Prozesse würden einige der menschlichen Interaktionen im Einzelhandel ersetzen. Das Internet der Dinge werde die neue Normalität. Fortgeschrittene Integration vernetzter Sensoren würden tiefergehende Einblicke in das Kaufverhalten der Konsumenten und Antizipation der Konsumenten-Anforderungen ermöglichen, bevor der Kunde selber sich darüber im Klaren sei, was er kaufen wolle. CBRE sieht den gesellschaftlichen und datenschutztechnischen Alptraum positiv. Die Lieferkette werde erheblich präzisiert und effizienter. Konsumenten erhielten volle Transparenz darüber, was sie kaufen.

Die Fortschritte intelligenter Technologien erlaubten Konsumenten überall und zu jeder Zeit zu kaufen, was sie sehen. Bilderkennung in Echtzeit mache alles von überall „kaufbar”. Über die Kenntnis der Kaufgewohnheiten, Freizeitinteressen, den bevorzugten Stil und Farben seiner Kunden, kann der Händler personalisierte Einkaufserlebnisse schaffen. Personalisierung werde zukünftig das Hauptunterscheidungsmerkmal im Einzelhandel sein. Platow fragt sich, warum dann nicht direkt das Kaufverhalten gesteuert werden könnte. Das macht alles noch effizienter. Der private Besitz von Autos gehe bis 2030 dramatisch zurück. Dies sei der erste Schritt zum autonomen Fahren. Geschäfte würden Showrooms und Markenbotschafter. Der stationäre Einzelhandel der Zukunft werde hauptsächlich das Markenerlebnis vermitteln. Einzelhändler wüssten um die wesentliche und kritische Bedeutung des stationären Stores. Große reine Online-Einzelhändler würden 2030 eine wichtige Rolle als Mieter von Einzelhandelsflächen einnehmen. Der Wettbewerb um das verfügbare Einkommen der Konsumenten nehme zu. Konsumenten haben den Wunsch nach neuen Erfahrungen. Eine Beziehung mit dem Konsumenten aufzubauen wird entscheidend, um den zukünftigen Erfolg zu sichern. Aus Platowsicht ist allerdings das wenigste davon neu, sondern die Fortsetzung dessen, was sich vor 20 Jahren auf weißem Papier des damals neuen Internet schon denken ließ. (WR)

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