ZIA – Tag der Immobilienwirtschaft – 1.000 Manager, 3 Minister, viel Politprominenz

Der Tag der Immobilienwirtschaft, der vom ZIA veranstaltet wird, stand diesmal unter einem guten Stern – der Sonne. Der EUREF Campus bot vor diesem Hintergrund ausgezeichnetes Veranstaltungspotenzial. Zwischenzeitlich waren mehr als 1.000 Gäste anwesend. Die Politprominenz unterstrich die wachsende Bedeutung der Immobilienwirtschaft.

Am Mittwoch fand der vom ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss veranstaltete Tag der Immobilienwirtschaft in Berlin statt. Zeitweise mehr als 1.000 Gäste füllten das Gasometer und den EUREF Campus. Die Minister Rösler, Ramsauer und der neue Umweltminister Altmaier mit seinem ersten öffentlichen Auftritt hielten neben dem ehemaligen Bundesaußenminister Joschka Fischer die Reden. Die deutsche Immobilienprominenz war annähernd vollständig vertreten. Zeitweise kam altes MIPIM-Flair auf, da jeder die
Möglichkeit hatte, sich mit jedem kurz auszutauschen. ZIA-Präsident Andreas Mattner wurde nicht müde, zu betonen, dass die
Immobilienwirtschaft etwa 19,9% zur Bruttowertschöpfung beiträgt. Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss hat sich als Verband der Verbände etabliert.

Oberthema der Veranstaltung war „Nachhaltig agieren – erfolgreich handeln“. In ihren Statements hoben die Minister einhellig die Unabwendbarkeit der Energiewende hervor. Joschka Fischer stellte einen breiten Konsens aller politischen Kräfte zwischen Grün und Schwarz fest. Die wesentlichen Inhalte der Regierungspolitik würden sich nicht von den Inhalten der Grünen unterscheiden. Die übrigen Minister stellten fest, dass ohne die Energiewende heute keine etablierte Partei mehr regierungsfähig würde. Der Immobilienwirtschaft wird von der Politik Verpflichtung und Chance zugesprochen. Die Verpflichtung ergibt sich aus dem hohen Anteil am Energieverbrauch der Gebäudewirtschaft. Die Chance ergibt sich aus den notwendigen Investitionen und auch aus der Chance für Deutschland, das als einziges der wenigen Länder überhaupt in der Lage sei, die Energiewende tatsächlich in kurzer Zeit zu realisieren.

Andreas Mattner betont jedoch, dass die Immobilienwirtschaft dieser Verantwortung nachhaltig nur gerecht werden könne, wenn die finanziellen Belastungen energetischer Sanierung hier ein fortgesetztes Wirtschaften ermöglichen. Hierzu bedarf es neben einer gerechten Lastenverteilung auch ein angemessenes Instrumentarium zur Erleichterung energetischer Sanierungen. Dazu gehörten die rasche Umsetzung der Mietrechtsreform, die am Mittwoch wohl die Gremien passierte, genauso wie steuerliche Erleichterungen für Wohn- und Gewerbeimmobilie. Für die deutsche Immobilienwirtschaft sei Nachhaltigkeit kein Thema der Zukunft sondern Teil des täglichen unternehmerischen Handelns. Minister Ramsauer, der ob seiner politischen Verantwortung für den deutschen Wetterdienst auch die Verantwortung für das Kaiserwetter übernahm, gab ein klares Bekenntnis zum Eigentum
ab. Eigentum müsse Eigentum bleiben. Auch unter
Berücksichtigung staatlicher Eingriffe zur Energie-
wende und Nachhaltigkeit müsse sich Eigentum wirtschaftlich rechnen.

„Der Immobilienbrief“ Fazit: Die Immobilienwirtschaft hat sich gemausert. Der Verband ZIA hat unter dem alten und neuen Präsidenten Andreas Mattner es geschafft, die Immobilienwirtschaft ein wenig aus der Schmuddelecke herauszuholen. Der Reigen der Minister machte das deutlich. Die Veranstaltung selber deckte die Immobilienbranche völlig ab. Die Kontakteffizienz überstieg sicherlich die eines dreitägigen MIPIM-Besuches. Anders als auf den immer stärker durchorganisierten Messen waren Politik und immobilienwirtschaftliches Management auf der Tagung offen. Der Tag der Immobilenwirtschaft dürfte damit zum festen Pflichtprogramm gehören. □

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