Liegenschaftsfonds verkauft weniger Immobilien

23.März 2011   
Kategorie: News

Im Jahr 2010 verkaufte der Liegenschaftsfonds Berlin 533 Immobilien mit einer Gesamtfläche von 1,1 Millionen Quadratmetern und einem Verkaufsvolumen von rund 190 Millionen Euro. Trotz der um 21 Prozent gesunkenen Zahl an Vertragsabschlüssen (2009: 676) stieg der Verkaufserlös gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Fünftel (2009: 156 Millionen Euro). Die Bewirtschaftungserträge beliefen sich wie 2009 auf 52 Millionen Euro.

„Das erfreuliche Umsatzplus gegenüber 2009 resultiert vor allem aus der hohen Nachfrage an Wohnhäusern und Wohnbaugrundstücken. Während sich diese Immobilien in ganz Berlin hervorragend verkaufen ließen, blieb die Nachfrage nach gewerblich nutzbaren Flächen noch verhalten. Erfreulich ist aber das wieder gestiegene internationale Interesse an Projektentwicklungsobjekten, worin wir ein deutliches Anzeichen für eine positive Geschäftsentwicklung 2011 sehen“, sagt Holger Lippmann, Geschäftsführer des Liegenschaftsfonds Berlin.

Immobilien in der Größenordnung ab einer Million Euro machten nur sieben Prozent der Verträge des Liegenschaftsfonds, jedoch 69 Prozent des Beurkundungsvolumens aus. 70 Prozent aller Verkäufe lagen unter 100.000 Euro. Der durchschnittliche Beurkundungswert je Grundstück belief sich auf knapp 355.000 Euro (2009: 230.000 Euro).

„Durch die Arbeit des Liegenschaftsfonds flossen im letzten Jahr 156 Millionen Euro in unsere Landeskasse, und die Berliner Bezirke waren mit rund 30 Millionen Euro am Erlös beteiligt“, so Dr. Christian Sundermann, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Finanzen und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Liegenschaftsfonds. „Darüber hinaus hat der Liegenschaftsfonds 2010 neben seiner Kernaufgabe der Vermarktung nicht mehr benötigter landeseigener Immobilien zusätzlich Aufgaben mit sozialorientiertem Fokus übernommen, beispielsweise beim Verkauf einer ehemaligen Schule in der Reichenberger Straße an eine gemeinnützige Gesellschaft für Suchthilfe“, so Sundermann.

Top Verkäufe 2010
Zu den wichtigsten Verkäufen des Jahres 2010 zählen unter anderem die Werkstätten der Berliner Oper in der Französischen Straße, der ehemalige Stützpunkt der Wasserschutzpolizei auf Schwanenwerder oder ein 7.000 Quadratmeter großes Grundstück am Berliner Messegelände. Ebenfalls erwähnenswert sind zwei Verkäufe in Charlottenburg – Wilmersdorf. So wird in der Gierkezeile aus einem ehemaligen Sanatorium ein Bildungs­ und Altenzentrum. In die Glockenturmstraße, die das Königreich Saudi Arabien erworben hat, zieht die König Fahd Akademie ein. Die Erbbaurechtsübertragung der Arminiushalle an die Zunft AG, bringt Handwerk und regionale Produkte in die Moabiter Markttradition. Außerordentlich groß war das Interesse am Bieterverfahren für die Metzerstraße in Prenzlauer Berg. Die Baugruppe, die die Errichtung von 12 Wohnungen in der Planung hat, unterschreibt heute ihren Kaufvertrag.

2011 im Angebot
Gute Abschlüsse erwartet der Liegenschaftsfonds zum Beispiel vom Verkauf verschiedener, teils denkmalgeschützter Objekte für den gehobenen Wohnungsbau – sei es das ehemalige Aspen­Institut auf Schwanenwerder, das Krankenhausareal „Lindenhof“ in Lichtenberg oder eine Gründerzeitvilla in Wilmersdorf. Auf großes Interesse dürften auch zwei Baugrundstücke am Humboldthafen direkt am Berliner Hauptbahnhof, der ehemalige Blumengroßmarkt an der Friedrichstraße oder das geschichtsträchtige „Galgenhaus“ im Nikolaiviertel stoßen. Auch in diesem Jahr geht der Liegenschaftsfonds wieder im Auftrag Dritter ins Rennen. Drei ehemalige Polizeistationen werden 2011 im Auftrag der Berliner Immobilienmanagement GmbH den Eigentümer wechseln.

Zehn Jahre Liegenschaftsfonds Berlin
2011 ist das Jahr, in dem sich die Gründung des Liegenschaftsfonds Berlin zum zehnten Mal jährt. Bis heute hat das Unternehmen im Auftrag Berlins knapp 5.500 Immobilienverkäufe über eine fast 14 Millionen Quadratmeter große Fläche abgeschlossen. Das entspricht ca. 3% der Fläche im Berliner Eigentum. Der Liegenschaftsfonds hat insgesamt über zwei Milliarden Euro eingenommen. Anlässlich des Jubiläums plant das Haus Vorträge bei verschiedenen Institutionen, eine Jubiläumsbroschüre und eine Kundenveranstaltung im Sommer. Die interessantesten Fakten und spannendsten Projekte aus der zurückliegenden Dekade stellt der Liegenschaftsfonds am 18. Mai 2011 bei einer Pressekonferenz im BIKINI Berlin – seinem ersten Verkaufsobjekt – vor. Schon jetzt ist auf der Homepage des Liegenschaftsfonds eine kleine Zeitreise durch die Jahre und ausgewählte Verkäufe unter www.liegenschaftsfonds.de möglich.

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