Microsoft gibt in Berlin Startschuss für weltweit erstes Microsoft Center als Hauptstadtrepräsentanz

26.Juni 2013   
Kategorie: News


Nach Apple, Google, Nike, Audi – nun auch Microsoft: Der US-Konzern öffnete in Berlin eine Hauptstadtrepräsentanz, und zwar an Berlins eigentlich erster Adresse Unter den Linden in der Nummer 17.

Quelle: Microsoft

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Diese Adresse in Berlin des weltweit ersten öffentlichen Microsoft Center sollten sich IT-Interessierte aus aller Welt künftig gut merken, empfiehlt Microsoft Deutschland Chef Christian P. Illek. Noch muss das Gebäude an der Ecke Chartlottenstraße umfangreich umgebaut werden, bevor pünktlich zur Internationalen Funkausstellung im September die erste Etage von insgesamt vier übergeben wird.

Auf ca 3.000 qm entsteht in den nächsten Monaten „ein zentraler Ort der Vernetzung und des Dialogs mit Kunden, Geschäftspartnern, Medien, Gründern, Politik und Gesellschaft“, so Illek. Das Projekt passe gut zu dem Transormationprozess, in dem Microsoft sich gerade befinde. Nach Illek ist Microsoft längst nich tmehr nur ein Softwareunternehmen, sondern ein Anbieter von Software und Services sowie Geräten. Hier gilt: Anfassen erwünscht, und zwar für alle Zielgruppen. Doch anders als bei Apple am Kurfürstendamm wird hier nichts verkauft, sondern beraten und präsentiert.

Berlin war bei der Standortfrage erste Wahl, denn die Hauptstadt ist nicht nur Hotspot Nummer eins für Kreative und Trendsetter, sondern auch Gründerhochburg  – nach dem IT-Hub London die Nummer zwei in Europa – und Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Berlin wird damit zur wichtigsten Microsoft-Drehscheibe in Europa.

Das Dachgeschoss steht ganz im Zeichen der Gründerförderung. Eine ganze Etage ist hier für IT-Start-ups reserviert. Studenten und Entwickler sollen hier optimale Arbeitsbedingungen und Raum für ihre Geschäftsideen sowie die nötige Infrastruktur und Beratung für deren Umsetzung finden. „Mit dem Microsoft Center vereinen wir Dialog und IT-Innovation unter einem Dach. Das ist in dieser Form bislang einzigartig”, bekräftigt Henrik Tesch, Direktor Politik und gesellschaftliches Engagement und Berliner Niederlassungsleiter bei Microsoft Deutschland. Hier gilt es in Zukunft, „the next billion dollar business“ zu entdecken, so Stephan Jacquemot, Leiter Start-up-Programme bei Microsoft. Doch wie die Start-Ups zu Microsoft oder Microsoft zu denen kommt, keine Auskunft.

In den Umbau dieser  gerade erst top-sanierten Immobilie aus der Gründerzeit (Vormieter TUI-Konzern, auch eine Hauptstadtrepräsentanz, Eigentümer Harm-Müller-Spreer) investiert der Konzern einen etwas höheren einstelligen Millionenbetrag, antwortete Illek ziemlich unwillig. Über die Mietdauer und Mietpreis pro Quadratmeter keine Auskunft. Vermittelt hat den Deal das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle.

Auf meine Frage, wie nachhaltig denn das Engagement von Microsoft inBerlin sei – schließlich hat Berlin schon einige Unternehmen mit einem solchen Anspruch kommen und gehen sehen – anwortete Illek: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Die Botschaft hör ich wohl …

Anmerkung: Es scheint gerade bei Presseterminen großer Unternehmen,  die sonst auch schon mal gerne das Geld „zum Fenster ‚rauswerfen“, mehr und mehr üblich zu sein, den Journalisten zwei Blätter mit Heftklammern in die Hand zu drücken, sich bei Fragen möglichst bedeckt zu halten (so dass man Fragen zwei-, dreimal stellen muss) und ansonsten auch „verschlossene Auster“ zu mimen sowie sich in blumigen Reden bzw. IT-Kauderwelsch zu üben. Das, bitte, brauchen wir nicht. KK

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