Patrizia erwirbt LB Immo Invest

10.Dezember 2010   
Kategorie: News

Die PATRIZIA Immobilien AG hat die LB Immo Invest GmbH erworben. Das in Hamburg ansässige Unternehmen legt als Immobilien- Kapitalanlagegesellschaft Spezialfonds auf und ist im Markt für Gewerbeimmobilien eine führende Adresse. Verkäufer ist die HSH Real Estate AG, eine Tochtergesellschaft der HSH Nordbank AG. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Mit dem Erwerb bauen wir unser Servicegeschäft deutlich aus und erhöhen unsere Assets under Management auf über 5 Mrd. Euro“, sagt Wolfgang Egger, Vorstandsvorsitzender der PATRIZIA Immobilien AG. „Wir übernehmen ein profitables Unternehmen, mit dem wir unsere auf stabiles Wachstum ausgelegte Strategie noch besser fortsetzen werden.“ Auch der Vorstand der HSH Real Estate AG, Dr. David Mbonimana, ist von der Transaktion überzeugt: „Bei den Verhandlungen mit potentiellen Investoren der LB Immo Invest war unser Ziel, einen langfristig orientierten und nachhaltigen Partner zu finden“, so Mbonimana. „Wir sind überzeugt, mit der PATRIZIA Immobilien AG einen neuen Gesellschafter für unsere Fondstochter gefunden zu haben, der das Geschäftsmodell im Sinne der institutionellen Fondsanleger fortführt und nachhaltig voranbringt.“

Die LB Immo Invest wurde 2001 gegründet und beschäftigt heute 49 Mitarbeiter. Sie initiiert Baustein-, Individual- und Labelfonds für institutionelle Anleger. Das derzeitige gezeichnete Eigenkapital beläuft sich auf etwa 2 Mrd. Euro. Die Fonds investieren vorwiegend in Büro- und Handelsimmobilien; aber auch Pflegeeinrichtungen, Hotels und Wohnimmobilien gehören den rund 180 Objekte umfassenden Sondervermögen an. Neben dem Hauptstandort Deutschland ist die LB Immo Invest in Frankreich, Großbritannien, den USA, in Skandinavien, in Ländern Mittel-Osteuropas sowie Benelux investiert. Die Kundengruppe der institutionellen Investoren setzt sich im Wesentlichen aus Sparkassen, Versicherungen und Pensionsfonds zusammen.

Während die Fonds der LB Immo Invest sich vornehmlich auf Gewerbeimmobilien fokussieren, liegt der Schwerpunkt des Fondsgeschäfts der PATRIZIA auf Wohnimmobilien. Über ihre 2007 gegründete Tochtergesellschaft – die PATRIZIA Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH (KAG) – legt das in Augsburg ansässige Unternehmen Spezialfonds auf. Mittlerweile wurden fünf Fonds mit einem gezeichneten Kapital von über 800 Mio. Euro initiiert. Egger: „Der Trend zur indirekten Immobilienanlage ist ungebrochen. Wir decken jetzt das gesamte Spektrum der Nutzungsarten ab und können somit unseren Kunden alles aus einer Hand anbieten – sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien, sowohl in Deutschland als auch international.“

Durch die Integration in den PATRIZIA Konzern erhält die LB Immo Invest eine stabile Gesellschafterstruktur mit langfristiger Perspektive und nachhaltigem Commitment eines eigentümergeführten Unternehmens. Der Ausbau des Fondsgeschäfts und die damit verbundenen höheren Serviceeinnahmen führen im PATRIZIA Konzern zu einer Verstetigung der Erträge und gleichen die Volatilitäten des Transaktionsgeschäfts besser aus. Mit dem Zusammenschluss etabliert PATRIZIA mit einem Nettofondsvolumen von 1,8 Mrd. Euro eine TOP-3-Adresse im deutschen Spezialfondsmarkt. Das Unternehmen umfasst dann gemeinsam 18 Fonds und einen Marktanteil von 6 Prozent.

Zukünftig werden die Gewerbeimmobilienaktivitäten beider Gesellschaften unter einheitliche Leitung gestellt und vom Standort Hamburg aus gesteuert. Die LB Immo Invest wird sich weiterhin auf die Initiierung und Auflegung von Gewerbeimmobilienfonds fokussieren. Sitz der Gesellschaft ist und bleibt Hamburg. Die PATRIZIA konzentriert sich nach wie vor auf ihre Kernkompetenz Wohnimmobilien. Die in Augsburg ansässige PATRIZIA Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH (KAG) wird weiterhin als Spezialfondsanbieter für Wohnimmobilien agieren. „Nach der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 haben wir mit dem Erwerb der LB Immo Invest die Weichen für die Zukunft gestellt. Unser Fokus liegt weiterhin auf stabilem und profitablem Wachstum“, betont Egger. „Hierzu trägt die LB Immo Invest von Beginn an bei. Für 2011 und 2012 ist nach heutiger Einschätzung nach Abzug der transaktionsbedingten Finanzierungskosten mit einem Beitrag von 3,5 und 5,0 Mio. Euro zum Konzern-Vorsteuerergebnis auszugehen.“

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