Rolf Buch kann Vonovia Ergebnis deutlich steigern

12.Mai 2016   
Kategorie: News

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia konnte sein Ergebnis im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Grund sind lt. Vonovia Chef Rolf Buch vor allem Skaleneffekte aus den übernommenen Gesellschaften. Wir wollen Ihnen die Zahlen kurz präsentieren:

Der FFO 1 als wesentliche Kennzahl (Funds from Operations; Operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern) stieg im 1. Quartal 2016 um 58% auf 186,3 Mio. EUR (Q1 2015 118,0 Mio. EUR). Das entspricht einem Wert pro Aktie von 0,40 EUR (Q1 2015: 0,32 EUR). Der EPRA NAV (Net Asset Value; Immobilienvermögen ohne Schulden) lag zum Ende des 1. Quartals 2016 mit 14.048,2 Mio. EUR leicht über dem Wert zum Jahresende 2015. Der EPRA NAV pro Aktie lag bei 30,15 EUR (31.12.2015: 30,02 EUR). Der Verschuldungsgrad LTV (Loan To Value) konnte per 31. März 2016 auf 45,8 % gesenkt werden (46,9% zum Jahresende 2015). Aufgrund des derzeitigen attraktiven Zinsumfeldes rechnet Vonovia damit, sich künftig unterhalb der aktuellen durchschnittlichen Finanzierungskosten refinanzieren und somit zukünftige Zinszahlungen weiter reduzieren zu können.

Das Periodenergebnis erhöhte sich auf 79,2 Mio. EUR (Vorjahr: 30,3 Mio. EUR).

Im Segment Extension werden die Dienstleistungen zusammengefasst, die Vonovia seinen rund 1 Mio. Kunden rund um die Wohnung anbietet. Dazu zählen unter anderem die Leistungen der unternehmenseigenen Handwerkerorganisation, die Pflege des Wohnumfelds, das Kabel-TV-Geschäft, das Auslesen von Wasser- und Wärmeverbräuchen sowie die Wohneigentumsverwaltung. Vonovia hat die zum 1. Januar 2016 erworbenen Gesellschaften IVV Immobilien Verwaltung GmbH und O-TEC Hausverwaltung GmbH erfolgreich in das Segment Extension integriert. Das bereinigte EBITDA in diesem Segment stieg um 38 % auf 7,6 Mio. EUR (Q1 2015: 5,5 Mio. EUR).

Immobilienportfolio weiter erfolgreich optimiert

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat Vonovia rund 2.400 Wohnungen vor allem in Baden-Württemberg und Bayern erworben. Zum Quartals-ende bewirtschaftete Vonovia insgesamt rund 400.000 Wohnungen in attraktiven Städten und Regionen in Deutschland, davon rund 344.000 eigene Wohnungen und rund 54.000 Wohnungen im Auftrag Dritter. Die rund 344.000 Wohnungen im Unternehmensbesitz haben einen Portfoliowert von rund 24 Mrd. EUR. Die Leerstandsquote im eigenen Bestand sank im Stichtagsvergleich um 0,6 Prozentpunkte und lag zum 31. März 2016 auf dem sehr niedrigen Niveau von 2,8 %.

In der Berichtsperiode veräußerte Vonovia insgesamt rund 15.550 Wohnungen, davon 13.570 Wohnungen als Gesamtportfolio an die LEG-Gruppe. Dabei strebt Vonovia an, das Immobilienportfolio stetig zu verbessern und veräußert bevorzugt Wohnungen aus dem Bestand „Non-Strategic“ und „Non-Core“.

Die Mieteinnahmen aus dem Segment Bewirtschaftung stiegen im Berichtszeitraum infolge der Zukäufe und des geringeren Leerstands um 49 % auf 392,0 Mio. EUR (Q1 2015: 263,6 Mio. EUR). Die monatliche Ist-Miete pro Quadratmeter like-for-like, die als objektive Kennziffer denselben Wohnungsbestand vergleicht, entwickelte sich positiv und stieg um 2,9 % auf 5,76 EUR (Q1 2015: 5,60 EUR).

Prognose für Geschäftsjahr 2016 angehoben

Auf Basis der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hebt Vonovia die Prognose für 2016 an. Bisher lag der FFO 1-Zielkorridor für das laufende Jahr zwischen 690 Mio. EUR bis 710 Mio EUR. Für den FFO 1 wird jetzt im Vergleich zu 2015 ein Anstieg um 20 % auf 720 Mio. EUR bis 740 Mio. EUR erwartet. Dies entspricht einem erwarteten FFO 1 pro Aktie von 1,55 EUR bis 1,59 EUR. Zum Jahresende erwartet Vonovia zudem eine Steigerung des EPRA NAV pro Aktie auf bis zu 31 EUR.

Für das Geschäftsjahr 2015 wird der Vorstand auf der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,94 EUR pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer attraktiven Dividendenrendite von 3,3 % bezogen auf den Aktienschlusskurs 2015. Die Geschäftspolitik, die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, bleibt unverändert. Für 2016 plant Vonovia, eine Dividende in Höhe von 1,05 EUR pro Aktie auszuschütten. Das entspricht einem erneuten Anstieg von rund 12 %.

Aktie von Vonovia legt zu 

Zum Stichtag 31. März 2016 lag die Aktie von Vonovia bei 31,63 EUR und stieg damit im ersten Quartal 2016 um rund 11 %, ausgehend von einem Schlusskurs vom 31. Dezember 2015 von 28,55 EUR. Damit setzte sich die Aktie von Vonovia positiv von der Entwicklung des DAX ab, der im gleichen Zeitraum von 10.743 Punkten um rund 7 % auf 9.965 Punkte zurückfiel. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 14,7 Mrd. EUR belegt Vonovia Platz 23 unter den wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.

Erneut hohe Investitionen in Immobilienbestand 

Vonovia verbessert die Qualität seiner Immobilien kontinuierlich und hat im 1. Quartal 2016 insgesamt 125,4 Mio. EUR (Q1 2015: 97,5 Mio. EUR) in seinen Bestand investiert. Dabei entfielen 73,5 Mio. EUR auf die Instandhaltung (Q1 2015: 62,3 Mio. EUR) und 51,9 Mio. EUR auf die Modernisierung (Q1 2015: 35,2 Mio. EUR).
Für Instandhaltungen ist im Geschäftsjahr 2016 ein Volumen in Höhe von rund 330 Mio. EUR geplant. Das Investitionsprogramm für Modernisierung und Neubau soll auf 430 Mio. EUR bis 500 Mio. EUR wachsen. Dabei stehen unverändert Maßnahmen zur Energieeinsparung, die Verbesserung des Wohnstandards und der seniorenfreundliche Umbau von Wohnungen im Fokus. An Bedeutung gewinnen Modernisierungen auf Mieterwunsch, die Entwicklung von Wohnquartieren sowie Nachverdichtung und Aufstockung in bestehenden Siedlungen. In Summe bedeutet dies ein Investitionsvolumen von bis zu 38 EUR pro m² allein für Modernisierung und Instandhaltung (2015: 33 EUR pro m²).

Das Unternehmen will auch die Kundenzufriedenheit im laufenden Jahr weiter steigern; der hierfür relevante Index (CSI) soll sich um bis zu 5 % gegenüber 2015 verbessern.

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