Terminziel erreicht: BER-Terminal 2 ist betriebsbereit

Weiterer Fortschritt am BER: Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und die ZECH Bau SE haben bereits Ende September die bauliche Fertigstellung des Terminal 2 am BER bekannt gegeben. Das Terminal 2 dient als Terminal für Abflug und Ankunft und hat eine Kapazität von 6 Millionen Passagieren jährlich. Es ist mit den Wartebereichen des Pier Nord, und damit auch mit dem Terminal 1, über zwei Brücken verbunden.

Mit eigenem Check-in, Gepäckaufgabe und -ausgabe, modernsten Sicherheitskontrollen und Serviceeinrichtungen sowie Einzelhandel und Gastronomie ergänzt das Terminal 2 die Kapazitäten des großen Fluggastterminal 1. Insgesamt verfügt der BER mit den drei Terminals 1, 2 und 5 über Kapazitäten für über 40 Mio. Passagiere.

Das Terminal 2 ist ein Schlüsselprojekt des Ausbauprogramms und wurde in der Rekordzeit von nur zwei Jahren komplett realisiert. Nachdem der FBB-Aufsichtsrat den Startschuss für das Terminal 2 am 7. Juli 2017 gegeben hatte, begann die Planung. Der Planänderungsbeschluss konnte am 18. Juli 2018 und die Baugenehmigung am 24. Juli 2018 erreicht werden. Die Vergabe an den Generalunternehmer erfolgte am 17. September 2018. Baubeginn war im Oktober 2018. Das Richtfest fand am 30. Juli 2019 statt. Im Sommer 2020 wurde das Gebäude fertiggestellt und alle Sachverständigenprüfungen sowie die Wirkprinzipprüfung erfolgreich abgeschlossen. Die Anzeige der Nutzungsaufnahme konnte in dieser Woche für das Terminal 2 bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht werden.

Die Kosten des Gesamtprojekts mit Bau von Terminal 2, der Planung und Erschließung sowie dem Bau des Bundespolizeigebäudes liegen im geplanten Gesamtbudget von 200 Mio. Euro

Doch dem BER geht das Geld aus

Doch Aufatmen ist nicht – Hohe Schulden, neue Kreditaufnahmen und eine Verweigerungshaltung von Bund und der Länder Berlin und Brandenburg bremsen die Euphorie, es endlich geschafft zu haben. Über 300 Mio. Euro benötigt die Flughafengesellschaft, und zwar sofort, um wieder flüssig zu sein und Schulden zu bedienen. Auch die Corona-Pandemie hat ein Riesenloch in den Haushalt gerissen, quasi monatlich halbierten sich die Fluggastzahlen, erste Mitarbeiterentlassungen hat es schon gegeben, Kurzarbeit ist an der Tagesordnung. Fehlplanungen, Verzögerungen und Baumängel lassen die Kosten auf mehr als sieben Mrd. Euro steigen. Ursprünglich sollten es einmal zwei Mrd. sein. Auch deshalb hat ELD offiziell erklärt, die deutschen Ingenieure sollten sich für diese Leistung eigentlich schämen. Die Party am 31.Oktober 2020 ist obsolet, „wir machen einfach auf“, so ELD