Artikel von Dr. Ruth Vierbuchen



Der Handelsimmobilien Report Nr. 403

Editorial von Ruth Vierbuchen: Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ist immer noch dabei, sich die während der Zwangsmaßnahmen zur Corona-Bekämpfung verlorenen Marktanteile wieder zurückzuholen. Das gelingt ganz gut. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Erlöse in den ersten sieben Monaten dieses Jahres – gemessen am Vorjahreszeitraum – real um 7,8% und nominal um 9,7% gestiegen. Der Internet- und Versandhandel, der einen großen Teil seiner Erlöse mit Mode inkl. Schuhe erzielt, verzeichnete in diesem Zeitraum real einen Umsatzrückgang von 6,5% und nominal von 1,9%. Doch die Probleme der Branche liegen tiefer.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 401

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Anekdote vom Betrunkenen, der nachts unter einer Straßenlaterne seinen Schlüssel sucht, weil es ihm an der Stelle, an der er ihn tatsächlich verloren hat, zu dunkel ist, spiegelt auch das Verhalten vieler Politiker wider, die die einfache und schnelle Lösung bevorzugen, was aber bei der Problemlösung meist nicht hilft, wie das Thema Wohnungsmisere in Deutschland zeigt.


Der Handelsimmobilien Report Jubiläums-Ausgabe Nr. 400

Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit der 400. Ausgabe des Handelsimmobilien Reports schließt sich nach 16 Jahren wieder ein Kreis. Als die erste Ausgabe am 20. Juli 2007 auf den Markt kam, machte gerade der Begriff von der „Subprime Krise“ die Runde. Auf dem US-Häusermarkt war es – angetrieben von zu niedrigen Zinsen – zu massiven Übertreibungen gekommen und für viele Marktakteure stand die Frage im Raum: Wird es zu einer „sanften Landung kommen?“ oder „nicht?“ Das Gros der Experten ließ sich von (Zweck)Optimismus treiben und rechnete aus, warum ein „soft landing“ wahrscheinlicher war.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 399

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nach dem rasend schnellen Zinsanstieg im ersten Halbjahr 2022 brauchen die Marktakteure viel Zeit, um sich an die neue Welt anzupassen. Nach mehr als zehn Jahren ungehemmtem Aufschwung werden überall die Projekte fertig gebaut, die auf Basis völlig anderer Rahmenbedingungen aufgesetzt wurden. Dass sich unter diesen Bedingungen lange der Zweckoptimismus hält, es werde bald wieder bergauf gehen, liegt in der Natur des Menschen.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 398

Editorial von Ruth Vierbuchen: In einem deutschen Schlager über das Ende einer Liebesbeziehung heißt es plakativ: …wir gehen auf anderen Wegen“….. Dass einem dieser Refrain ausgerechnet beim Thema „Stadtentwicklung“ durch den Kopf geht, ist sehr bezeichnend. Denn wenn man sich die vielen Plattformen anschaut, auf denen angeregt und ideenreich über das Thema Stadtentwicklung und Aufwertung der Cities diskutiert wird, um den weiteren Niedergang durch Frequenzverluste zu stoppen, dann geht dem Betrachter genau dieser Satz durch den Kopf.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 397

Editorial von Ruth Vierbuchen: Plötzlich und erwartet findet sich Deutschland in einer Rezession wieder. Hatte das Statistische Bundesamt in seiner Schnellmeldung Ende April noch berechnet, dass Deutschland im ersten Quartal 2023 mit einem Wachstum von 0,0% gerade so an einer Rezession vorbeikommt, nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2022 schon um 0,5% geschrumpft war, zeigen die genauen Berechnungen, dass die Wirtschaft um weitere 0,3% geschrumpft ist.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 396

Editorial von Ruth Vierbuchen: Nach dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der 78 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einem schweren sozialen Tabubruch gleichkommt, war der Begriff von der „Zeitenwende“ schnell geprägt. Denn in der zivilisierten Welt Europas schien diese Form der Auseinandersetzung passé. Über Jahrzehnte haben die wirtschaftlichen Verflechtungen die Europäer immer näher zusammenrückenlassen und durch die Reisefreiheit wurde das menschliche Miteinander zur Normalität – wie die russischen Besucher, die an Messe-Tagen auf der Düsseldorfer Kö einkaufen gehen.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 394

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Zeitenwende an den Immobilienmärkten hat sich im ersten Quartal mit voller Wucht bemerkbar gemacht. Zwar war das Ausbleiben der Jahresendrally im vierten Quartal 2022 mit einem historisch niedrigen Transaktionsvolumen auf dem Niveau des Euro-Schuldenkrisen-Jahres 2012 schon ein Vorbote, doch zeigen Einbrüche von über 70% bei Gewerbeimmobilien insgesamt zum Jahresstart, dass der hiesige Immobilienmarkt komplett aus der Spur geraten ist.


Der Handelsimmobilien Report Nr. 393

Editorial von Ruth Vierbuchen: Mit einem Wert von 7,4% hat die Inflationsrate nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im März – gegenüber Januar und Februar mit je 8,7% – spürbar abgenommen. Auf den ersten Blick scheint der Preisauftrieb damit gebrochen und das könnte auf eine Trendwende hindeuten. Auf den zweiten Blick ist eine Inflationsrate von 7,4% nach einem Anstieg von 7,3% im März 2022 immer noch sehr hoch. Ein verlangsamter Anstieg der Energiepreise auf +3,5% statt 19,1% vor einem Jahr und staatliche Stützungsmaßnahmen werden von anderen Preistreibern wie Lebensmitteln, die sich im März um 22,3% verteuerten, kompensiert. Was bedeutet das für die weitere Entwicklung?


Der Handelsimmobilien Report Nr. 391

Editorial von Ruth Vierbuchen: Die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für die Inflationsrate im Februar zeigen deutlich: Die Rate bleibt mit 8,7% auf unverändert hohem Niveau, nach gleichfalls 8,7% im Januar. Die vorsichtige Hoffnung vieler Marktakteure im vergangenen Dezember mit einer Teuerungsrate von 8,1% – nach 8,8% im November – nun sei endlich die Trendwende in Sicht, hat sich damit wieder zerschlagen. Nun liegen die Hoffnungen auf eine Trendwende durch die Märzzahlen, die auf Grund der sprunghaft gestiegenen Inflationsrate im Vorjahresmonat – nach Ausbruch des Ukraine-Krieges – schon wegen der hohen Vorlage rein rechnerisch niedriger ausfallen müsste.